Evolutionstheorien

Ob die soziologische Evolutionstheorie hiervon lernen kann?

Nach dem verlinkten Experiment zu urteilen, gibt es keine Teleologie des biologischen Lebens. Das biologische Leben ist seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert. Bei unsgünstigen Bedingungen geht es entweder direkt zu Grunde oder wird von den besser angepassten Artgenossen überrannt.

Für soziale Einheiten gilt das nicht in diesem Maße. Das Rad wurde immer wieder und überall erfunden. Trotzdem gibt es die Äquifinalität, die da dahintersteht, wohl nur etappenweise und nicht für das große Ganze.

Hilfreich ist wohl auch, sich die Differenz von Semantik und Sozialstruktur anzuschauen. Auf sozialer Ebene kann man sich die ungünstige Umwelt passend zurecht Reden. Man schafft damit auch eine eigene Realität. Die Frage ist jedoch, wie sehr sich diese Semantik gegen die strukturellen Wahrheiten wehren können? Oder ob sie nicht doch direkt strukturelle Wahrheiten schaffen, auf denen dann wieder entsprechende Semantiken aufsetzen können?

So käme man zu dem Argument, dass sich der Mensch seine ganze Geschichte inkl. aller Kriege herbeigeredet hat. Die Evolution geschichet auf sozialer Ebene demnach nicht im Blindflug sondern die strukturellen Neuerungen sind vorhersehbar, wenn man sich die Semantik anschaut.

Die Semantik von heute ist die Realität von morgen.

(Hier habe ich das Argument übrigens genau anders herum gebaut ;-)

Fliegen (metaphysisch & realistisch)

In Abendstunden wie eben (irgendwo anders soll’s ja gestürmt haben, hier jedoch nicht) kann man den Vögeln dabei zusehen, wie sie sich ihre Insekten aus der Luft fischen. Das Zusehen löst das selbe aus, was beim Zusehen von Fischen zum Kauf von Aquarien führt - man fühlt sich unterhalten und fragt sich, wie die Vögel es schaffen, das zu machen was sie machen.

Im Grunde versuchen die Vögel ja nur was alle versuchen, nämlich so mit der Welt klar zu kommen, dass sie sie noch eine Weile länger Erleben können. Auch mit ihren kleinen Gehirnen verstehen sie, anders als menschliche Babies, die mit Urvertrauen nicht zwischen sich und ihrer Mutter unterscheiden können und sich folglich aufs Erleben beschränken, dass sie selbst handeln müssen.

Menschen ordnen sich die Welt, indem sie sich auf Realität berufen und anderes davon als Zukunft, Himmel, Möglichkeit o.ä. unterscheiden. Der Mechanismus funktioniert so: Jeder hat seine höchstpersönliche Meinung über die Welt, und gleicht diese mittels Sprache sozial ab. Es handelt sich also um zwei Arten von Realität. Die erste ist höchstpersönlich und die zweite wird als Inkonsistenzreduktionsergebnis kontruiert. (Die Inkonsistenz ergibt sich, wenn viele persönliche Realitäten unkoordiniert aufeinandertreffen.) *

Vögel haben diese zweite Realitätsebene nicht. Sie leben alle in ihrer eigenen Welt - keine Massenmedien, keine Technologien, keine wirkliche Kommunikation.

Dennoch: Sie schaffen es, in einem dreidimensionalen Raum zu Leben, der ihnen keine Ruhe gestattet. Sie schaffen es, viel mehr Erleben zu verarbeiten und dürfen beim Staunen und Starren nicht verweilen, weil das quasi ihren Absturz bedeuten würde. Vielleicht schaffen sie das nur, in dem sie die anderen Lebewesen einfach ausblenden bzw. allenfalls auf Instinktebene entsprechend würdigen. (Nur zum eigenen Vorteil, woher auch immer sie Vorteil von Nachteil unterscheiden können.)

Diese egoistische Perspektive bricht sich auch beim Menschen immer dann Bahn, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Politiker und Wirtschafter unserer Zeit geben dafür genügend Anschauungsmaterial. Wenn die zweite Ebene der Realität nicht mehr durch Leidenserfahrungen wie denen durch Kriege “angereichert” wird, gerät die Realität aus den Fugen und zwingt alle Menschen auf einen Weg, der diese Leidenserfahrungen erneut und erneut hervorruft. Vielleicht irre ich mich, aber neben dieser Dialektik hat noch nichts den Lauf der Geschichte besser beschrieben.

Ein ständiges Auf und Ab - dem sich auch die zweidimensionale Menscheit nicht entziehen kann.

* Luhmann, Die Realität der Massenmedien, Kapitel 1

Ein einsamer, deutscher Held

“Demokratie” meint irgendwas rund um den Begriff Volksherrschaft. “Herrschaft” ist als Begriff etwas überkandidelt, aber es verändert den Sinn der Übersetzung nicht.

Aufgeschlüsselt, und da sind sich viele Soziologen einig (selbst Luhmann und Habermas), funktioniert der Mechanismus so: (1) Das Publikum wählt, (2) die gewählte Politik entscheidet, (3) die entschiedene Politik wird von der Verwaltung durchgesetzt, (4) das Publikum beurteilt Entscheidung und Durchsetzung und wählt erneut Politik, die dann wieder entscheidet, usw. (Alternative zu (3) ist, dass das Volk gegen die Verwaltung direkt handelt per Demonstration, Volksbegehren, ausserparlamentarischer Widerstand, o.ä.)

Das Publikum bekommt in diesem Kreislauf keine zentrale Stellung aber neben Politik und Verwaltung eine gleichrangige.

Die Geschlossenheit dieses Kreises ist notwendig. Und zwar nicht, weil ansonsten das vernünftige Ziel des Humanismus nicht erreicht wird, sondern weil sonst die Komplexität der ganzen unpolitischen Restgesellschaft nicht möglich ist. Irgendjemand (der zur Wirtschaft, Wissenschaft, dem Recht, den Familien, usw die gleiche Distanz hat) muss die Gesetze machen. Ansonsten machen die es nämlich selbst (1) und lehnen, als Kehrseite, allgemeine Gesetze ab (2).

Aktuell finden zwei Angriffe auf diesen demokratieermöglichenden Macht- und Legitimierungskreislauf statt: Der RCDS setzt sich für eine Umverteilung der Stimmrechte ein. Diesen Vorschlag können wir an dieser Stelle wegen Folgenlosigkeit (hoffentlich, man weiss es ja heute alles nicht mehr) verachten. Interessant ist allenfalls noch seine massenmediale Anschlussfähligkeit.

Viel gravierender ist der Versuch, Politik und Verwaltung aus dem Kreislauf zu lösen. Dieses Vorhaben manifestiert sich im EU-Vertrag von Lissabon. Die Mechanismus ist: Das Volk bleibt wo es ist, wählt den Bundestag, welcher dann jedoch kaum noch Kompetenzen hat Gesetze zu erlassen. Die kommen in dem Szenario aus einem Politbüro der EU, das sich gegen Wahlen weitgehend immunisiert.

Aber die Hoffnung, dass alles nicht so kommen wird, ist noch nicht verloren dank Peter Gauweiler. Er klagt mit einer riesigen Klageschrift vor dem Verfassungsgericht, dass damit gleichzeitig über seine eigene Legitimation zu befinden hat.

Wozu soziologische Methoden?

Soziologie erlaubt den Blick in die Genese von Sozialität. Sie beleuchtet Gründe und Hintergründe, Zwecke, Funktionen und Prozesse und sie ermöglicht Zugang zu Operationen und Strukturen des sozialen Miteinanders.

All diese - ihr eigenen, besonderen - Leistungen, schafft sie aus genau einem Grund: Ihr sind Methoden egal, sie setzt auf unverständliche, abstrahierende Theorie!!!

Methoden sind was für BWLer, VWLer, Pädagogen, Juristen, Psychologen, usw. Für alle, die sich entweder auf einen besonderen Teil von Sozialität spezialisiert haben oder für die Geisteswissenschaften, die sich auf eher anschlussfähigen statt realistischen Gesellschaftsannahmen fundieren möchten bzw. denen ein mathematisches Modell für ihre Zwecke ausreicht.

Es gibt gute Gründe Realität teilweise auszublenden, um den Fokus auf wichtiges zu lenken. Darstellungen von Vergleichen und Rankings sind anders gar nicht möglich und haben (manchmal) ihre Notwendigkeit.

Allerdings: die Behauptungen, mit standardisierter Methode ein Gesetz für die Bildung sozialer Ordnung zu finden (Konversationsanalyse), mit dem Lesen von Text latente Sinnstrukturen zu extrahieren (objektive Hermeneutik) oder durch Vergleiche allg. Wertigkeiten zu ermitteln (Benchmarking-Schruz) ist so naiv, dass sich kein von mir bevorzugter Soziologe ernsthaft mit sowas auseinandersetzen würde.

Und das ist ein großes Problem. Denn die Zweite-Klasse-Soziologen, die Methodenbücher schreiben und Realitätsbehauptungen aufstellen, werden von den gewinnbringenden soziologischen Gesellschaftstheoretikern so wenig beachtet, dass sie einfach machen dürfen was sie wollen. Und wir Studenten müssens ausbaden, weil es ein Pflichtseminar gibt, in dem wir uns mit diesem Humbug rumschlagen müssen.

Die einzige Methode die ich kennengelernt und sofort akzeptiert habe ist: “Teilnehmen oder Erinnern” um die Plausibilität einer soziol. Überlegung zu überprüfen. Diese kurze Darstellung kommt von Niklas Luhmann, dem grössten soziologischen Theoretiker und trifft genau den Punkt. Soziologische Erforschung der Wirklichkeit ist im Einzelnen immer ein Projekt und schafft als Ergebnisse niemals (einheitliche) Produkte.

Besonders amüsant ist immer zu verfolgen wenn soziol. Forschung ohne explizite Angabe einer Methode präsentiert wird, dann redet man nämlich tatsächlich über Plausibilität und Eigenheit des Gegenstandes und der Erkenntnisse, während bei der Bemühung von Methoden immer die Methoden im Mittelpunkt stehen, die dann wortreich, kritisch und zu Recht hinterfragt werden.

Die zwei Seiten einer Geschichte

Hierauf wies Spreeblick kürzlich hin. Die Live-Berichterstattung der grössten amerikansichen Nachrichtensender vom 11. September 2001 kann nun minutiös nachvollzogen werden.

Augenfällig ist tatsächlich, wie unhysterisch die Berichterstattung vor sich geht. Ereignis um Ereignis passiert und wird live kommentiert, immer mit dem Hinweis, dass man nicht mehr wisse als die Bilder zeigen. Bzw. übersieht die BBC Moderatorin sogar das zweite Flugzeug, weil sie aus dem Off moderiert und wohl gerade nicht zum Bildschirm sah, sie weiss also zeitweise noch weniger als der Zuschauer.

Das die Schockstarre eine Erklärung für die Ruhe in den Studios ist, kann man gut nachvollziehen. Wenn man sich die einzelnen Kommentare und den Verlauf anhört erkennt man, für wie unwahrscheinlich die Sachlage (Terror) damals gehalten und erst nach und nach erkannt und kommuniziert wurde. Erst das zweite Flugzeug, also nach 15 Min., führte erstmals zu der Mutmassung, dass es sich wahrscheinlich nicht um einen Unfall gehandelt hat. und Bush war der erste, 40 min nach dem ersten Flugzeug, der von “Attack” und “Terror” sprach.

Wenn man sich die Berichterstattung ansieht, erkennt man, wie sehr die ‘Gehirnwäsche’ der letzten 7 Jahre gewirkt hat. Heute ist Terror so allgegenwärtig, das die Erkenntnis “Unfall” zu Entspannung, statt wie damals “Terror” zu Anspannung führt.

Was die Berichterstattung aber auch zeigt ist, dass die Medienlogik ausgeschaltet wird, wenn tatsächlich sinnhorizonteüberschreitendes passiert. Während bei allen medial verfügbaren Katastrophen gleich Vergleiche, Meinungen und Verweise bemüht werden, die Zuschauerfluss und Aufmerksamkeit steuern und kontrollieren soll, steht bei der Berichterstattung des 11. Septembers 2001 nur das Ereignis selbst zur Verfügung. (Allenfalls wird noch auf den Bombenanschlag 1993 verwiesen.)

Man kann (mit der entsprechenden Zeit und Geduld) an der Berichterstattung erkennen, wie der Welt am 11.09.2001 eine neue, nicht rückführbare Unterscheidung aufgezwungen wurde. Die Zeit zwischen 1990 und 2001 ist aus heutiger Sicht tatsächlich eine paradisische Zeit. Alles war eins, und alles was nicht dazugehörte war unwichtig genug um nicht weiter aufzufallen. Erst 2001 bahnte sich die Antithese ihren Weg auf Augenhöhe zur These, seit dem können wir Islamismus und Uns unterscheiden.

Wenn man Hegel kennt, weiss man das nun eine Synthese ansteht. Das Problem ist jedoch, nach der Synthese der zwei Seiten der Primärunterscheidung zu einer neuen These, steht immer eine neue Antithese an. Man kann behaupten, dass es besser war, den Nationalsozialismus als Antithese zu überwinden, dafür jedoch den Staatssozialismus als neue Antithese in Kauf zu nehmen. Ob es besser war, den Staatssozialismus als Gegenspieler zu überwinden, dafür den Islamismus als internationalen Terrorismus Platz zu machen, könnte man anders beurteilen. Welcher Gegenspieler sich anbahnt, wenn der Islamismus als Feinbild ausgedient hat (sei es das er besiegt wird, oder als Konstrukt entlarft wird) kann man nicht im Ansatz erahnen.

Aber ein Paradies wird es niemals geben. die 90er Jahre des 20Jhr. waren ein sehr unwahrscheinlicher Glücksfall, der genauer betrachtet vielleicht nur als Ruhe vor dem Sturm, und damit als dem Sturm zugehörig betrachtet werden kann.

Soziologenangst

Beinah 4 Stunden Hörsaal stecken heute Abend in meinen Beinen. Hörsaal bedeutete (das ist bestimmt sehr Fachabhängig) für uns Seminar-Soziologen mal wieder ein bisschen Grundstudiumsatmosphäre. Viele Gesichter, darunter kaum bekannte, keine Bewegungsfreiheit, freie Sitze in der Mitte und bevölkerte Treppen. (Und, aber das verbuche ich als Sonderfall, keine Klimaanlage.)

Postitiv ist jedoch, dass man mal mitbekommt wie die unbekannten Kommilitonen so ticken. Gerade heute war dies sehr interessant, da es für einige um die existentielle Frage: Was mach ich bloss mit meinem Studium? ging.

Festzuhalten bleiben vor allem zwei Punkte, die mich doch sehr überrascht haben. Erstens, Studenten der Soziologie finden es problematisch, dass es für sie keine Berufsbilder gibt auf die sie sich direkt bewerben können (da folgen dann die oft zitierten Anmerkungen bzgl. der echten Professionen ala Ärtze, Juristen usw.) Zweitens, Studenten der Soziologie und Politikwissenschaften haben Angst, dass ihr mühsam erarbeitetes Wissen zwischen den harten Mühlsteinen der Realität zerrieben wird.

Dazu will ich mir mal zwei Anmerkungen festhalten.

1. Die Angst durch die Wofür-Studiere-Ich-eigentlich-Problematik lässt sich aushebeln in dem man die Frage einfach umdreht. Der Vorteil des Medizin-, Jura-, Lehramtsstudiums ist, dass es dafür vorgefertigte Berufspositionen gibt. Der mitgelieferte Nachteil ist, dass die anderen Berufsbilder für die Absolventen dieser Studiengänge verschlossen sind. Zudem kommt man, wenn man den Fokus etwas öffnet zu einem ganz anderen Bild (das angehende Soziologen eigentlich kennen sollten), dem sich die Frage anschliesst: Wie wird man eigentlich Berater, Verwalter, Manager, Politiker, Beamter, usw? Aus der Berufsperspektive erkennt man so doch recht schnell, dass die meisten der Berufe keinen vorgefertigten Studiengang für Rekrutierungen zur Verfügung haben. Und dann kommt man zu der Frage: Welches Studium eignet sich eigentlich am besten um in eine unbestimmte, offene Zukunft zu gehen? Doch wohl die Soziologie! Wenn mans richtig macht und nicht an verkorksten Unis landet, hat man nach 10 Semestern ein Betriebssystem im Kopf auf dem fast alle Programme der Gesellschaft laufen können. (Spezifische Qualifikationen fehlen natürlich - das Argument hält diesen Umstand aber aus.)

2. Die Angst, nach dem Studium nicht soziologisch tätig zu sein und das angesprochene Betriebssystem langsam wieder zu löschen ist berechtigt, aber auch kein großes Problem. Man kann, muss es aber nicht so homozentrisch besehen wie der Rest der Welt, die glaubt, dass man alles glauben muss, was einem die Alltagssemantik vorgaugelt. Klar liegen die Verlockungen nahe, aber man kann doch sein eigenes Verhalten mitreflektieren. Wenn man einmal richtig Soziologie studiert hat, erkennt man die Drehbücher hinter den Theaterstücken der Welt doch automatisch. Wer trotzdem zum selbstherrlichen Darsteller mutiert, dem ist eben nicht zu helfen. (Der Platz für Soziologen ist sowieso begrenzt.)
Besonders merkwürdig ist an dieser Stelle auch die Theorie-Praxis-Differenz, die immer mitschwingt und einigen vorgaugelt, sie könnten in der Praxis die Theorie hoch halten. Genau besehen kennt die Soziologie keine Praxis. Praxis sind immer die anderen. Nur die Beobachtung der Praxis (auch der eigenen (zugegeben Paradox)) ist Soziologie. Die Grenze ist, für mich, eigentlich eine der fundamentalsten die die Soziologie beschreiben. Das bedeutet aber gerade kein Entweder-Oder. Ohne Praxen keine Soziologie, ohne Soziologie noch komischere Praxen

Insgesamt sind mir die studierenden Soziologen doch etwas zu zaghaft im Umgang mit ihrer Wissenschaft. Sie beobachtet alle Praxen darin, wie sie die Weltherrschaft an sich reissen wollen und mißachten das eigene Potential. Vielleicht sollte man in den nächsten Veranstaltungen dieser Art zusätzlich thematisieren und klären, warum und wie die ‘Stellensuche’ der ‘Initiativbewerbung’ untergeordnet werden sollte/müßte.

(Bild: Pink Dispatcher)

Homozentrische Bildung und Lebensführung

Es wird eventuell Zeit für die nächste Revolution, orientieren soll sie sich an Galileo und sein nicht hoch genug einschzuschätzendes Werk, der Menscheit erklärt zu haben, dass ihre Erde nicht im Zentrum steht, sondern nur ein kleiner Teil viel größerer Zusammenhänge ist.

Daraus ergab sich nämlich die Erkenntnis, nicht zwangsläufig aber ich stelle es jetzt hier in den Zusammenhang, dass Menschen und Erde sich nicht selbst bedingen. Die “Welt als Untertan”, “Gottesgnadentum”, “Ursünde”, usw; alles das machte aus der Mehrheit der Menschen schicksalsergebene Geschöpfe, die ihr Schicksal von einem Gott gelenkt sahen, der wiederum direkt Stellvertreter vor ihren Nasen platzierte, denen sie nun zwangsläufig ausgeliefert waren.

Irgendwie setzte sich dann aber doch die Erkenntnis durch, dass es die (unabhängige) Sonne ist die den Regen macht und der Regentanz doch nur zum Spass da ist. Oder man begann in Frankreich seinen König zu verklagen. Der Siegeszug der Argumente begann - und damit die Vorherrschaft der ein oder anderen Art von Wahrheit. Die bis heute noch nicht den Begriffsstatus “Rationalität” übertroffen hat. (Wahrheit ist und bleibt abhänig von Sachlage, Umständen und beteiligten Personen und daher kann immer nur “rational” aber selten “wahr” geurteilt werden).

Wie auch immer. Es geht mir darum, dieses alte geozentrische Weltbild mit dem homozentrischen Weltbild in Bezug zu setzen. Denn, wenn man sich die Coaching-, Managment-, und Getting-Things-Done-Literatur anschaut wundert man sich doch stark, welche Paradigmen dem dort behandelten Gegenstand zu Grunde gelegt werden. Man tut ganz so, als ob die ganze Welt nur auf die Handlungen der einzelnen Menschen wartet, die, wenn man sie verbessert, effektiviert und beschleunigt zwangsläufig zu einer besseren, effektiveren und schnelleren Welt führen.

Sehr lustig finde ich z.B. diese Sammlung von Tipps und Hinweisen: http://karrierebibel.de/ - toller Name ;-) “Bibel” - damit wird gleich der Bogen in die Einleitung geschlagen.

Aber wie es aussieht, scheint sich die Revolution noch zu verzögern. Umso mehr Karrierebibeln geschrieben werden desto mehr wird geglaubt, dass Universitäten für Berufe ausbilden, das Schulen für die Zukunft vorbereiten oder berufliches Egagement gut für die eigene Karriere ist.

Aber so ist es nicht. Wir können nicht wissen was richtig ist, jedoch wissen was in unserem Sinne definitiv falsch ist. Besonders können wir nicht wissen, ob die Wirkungen unseres Handelns noch irgendwie uns betreffen.

Um mal bei der Bildungsproblematik zu bleiben: Am besten ist hier, der schon ewig durchs Internet schwirrende Ken Robinson Ted Talks Vortrag. 1 Argument in 15 Min: “We are educating people out of their creativity”. Aber Kreativität, in welcher Form auch immer, ist das einzige was man in der Zukunft braucht. Ein wissensorientierter Bildungspanzer, der über Jahre in 38 Wochenstunden angelegt wurde wird niemanden helfen. Umso mehr direkte Wissensbildung desto härter ist die Mensch-Umwelt-Grenze, und umso stärker auch die Egoperspektive beim Betrachten aller Zustände. Auf Luhmanns Schriften zur Pädagogik Sammlung steht: “Der Erzieher sieht nur das Lernen und nicht das dazu nötige Verlernen oder Umlernen”. Und auch das ist nicht nur inhaltlich gemeint. Wer Wissen lernt kann Lernen verlernen. Man vergleiche mal die Waldkindergärten mit normalen Grundschulen…

Das homozentrische Weltbild, steht in direktem Zusammenhang zur dargestellten Bildungsproblematik - auch wenn das auf den ersten Blick nicht klar ist. Aber solange in Sachen Bildung immer der Kinderkopf Ziel der Anstrengungen ist, braucht man sich doch nicht wundern wenn am Ende der vereinsamte Mensch in der grossen bürokratischen Organisation herauskommt. Personenzentrierte Bildung führt zu einem nicht hinterfragten homozentrischen Weltbild und damit zu Unglücklichsein und Einsamkeit.

Die Welt ist zentrifugal, sie hat kein Zentrum und schleudert dafür immer gerade das besonders aus dem Zentrum, was sich selbst für das Zentrum hällt. Die Kirche musste das schon erleben, die Politiker verzweifeln jetzt gerade und als nächstes sind wohl die Wirtschaftler dran. Aber immer betrifft es einzelne Menschen, die nach und nach erkennen, das die Welt homozentrische (und damit ihre) Weltbilder nicht akzepiert.

Bild [auro]

Informationsgesellschaft? pah!

jj.jpgJournalismus, Blogismus und Twitterismus - bei diesem informationstechnischen Dreiklang wird einem differenzierungstheoretisch beinah warm ums Herz.

  1. Zuerst die grossen Zeitungen: Aufwand für sinnvolle Gestaltung*, informationelle Ausgewogenheit und Komposition.
  2. Dann Weblogs: Mit Initiative gefüllt, nach Autors Belieben.
  3. Und Twitter: Kurze Infos ohne Layout in die Welt gezwitschert.

Schnittmengen gibt es hier nur augenscheinlich. Zeitungen transportieren Information, Weblogs Meinungen, Tweets Notizen, Grüsse, Alberei, Hinweise. In ihren Auswirkungen schweben die Techniken der drei Ebenen in ihren eigenen Sphären (zumindest jetzt noch). Die Gemeinsamkeit ist, dass es sich um Informationstechniken handelt. Vielleicht wurde deshalb ein prägender Geselleschftabegriff hervorgebracht.

In der Wikipedia steht zur Informationsgesellschaft:

Der Begriff Informationsgesellschaft bezeichnet das Leitbild einer auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) basierenden Transformationsgesellschaft und Informationsökonomie. Der Prozess der Durchdringung aller Lebensbereiche mit IKT, durch den sich eine postindustrielle oder postmoderne Informationsgesellschaft bildet, wird als Informatisierung bezeichnet (Nora/Minc 1979). Hierbei wirken die induzierten Veränderungen auf das kollektive Bewusstsein einer Gesellschaft und ihre Werte.

Informationstechniken und -technologien sollen zu einer Informationsgesellschaft führen. Vielleicht kann man das aber auch noch mal differenzieren. Denn so wie’s da steht ist es trügerisch. So als ob in der Informationsgesellschaft alle Welt informierter wäre.

Die Möglichkeit der Benutzung informationstechnischer Systeme führt nämlich zwangsläufig nur zu einem: Mitteilungen. Mitteilung meint aber nur: Kommunikation auf Grund oder mit Bezug auf eine vorhergehende Mitteilung/Kommunikation. Zeitungen recherchieren nicht selbst sondern schreiben nacheinander voneinander oder gleichzeitig von den Presseagenturen ab (relevant ist, was in anderen Zeitungen steht), Weblog verstehen sich als Linkschleudern und Twitter verkommt immer mehr zum Chat.

Je länger eine Informationstechnischer Dienst läuft umso mehr schliesst er den kommunikativen Zirkel (Mitteilungen werden auf Grund von vorhergehenden Mitteilungen getätigt und nicht weil neue Informationen von aussen hinzukommen). Informationen die tatsächlich neu sind finden dann weder Möglichkeiten zum Einsickern noch Anhaltspunkte.

Da es immer einfacher wird sich mitzuteilen müsste man daher von einer Mitteilungsgesellschaft sprechen, die auf informationstechnischen Systemen beruht. Informationsgesellschaft trifft jedoch nicht zu, da neue Informationen überhaupt nicht mehr in “die Gesellschaft” vordringen (Beispiel wissenschaftliche Informationen, politische Informationen).

In der Zukunft werden sich die informationstechnischen Zirkel, die noch ziemlich parallel laufen, gegenseitig integrieren bzw. einen neuen grossen noch exklusiveren Zirkel formieren, der dann, durch seine interne Überreicherung an Information und Mitteilung kaum noch Sensoren für seine Umwelt hat. Hier ein Anzeichen.

* sinnvoll ist hier absolut wertfrei gemeint. Es meint nur, dass aktiv gestaltet wurde.

Praktische Theorien

“Nichts ist praktischer als eine gute Theorie” - Klingt als Spruch ganz toll. Tangiert mich und alle anderen fähigen Soziologen in Bielefeld aber nicht. Eine gut umfasste und durchdefinierte Gegenständlichkeit führt nicht automatisch zu einer (praktischen) Theorie, die diese Gegenständlichkeit, womöglich noch dieser Gegenständlichkeit selbst, so aufzeigt, dass damit irgendwer - wir oder sie - etwas anfängen können.

Die Soziologie ist keine Lehre, weder von Betrieben noch von Wirtschaft, sondern eine eigenständige und respektlose Perspektivsuche. Im Zentrum steht nicht der Gegenstand sondern die Beobachtung. Daher leitet sich auch jegliche Theorie über einen sozialen Gegenstand (von Interaktion bis Gesellschaft) als ein Auswuchs einer Theorie des Beobachtens ab. Und bleibt pure Beobachtung. Jegliche Initiative, die darauf basiert, ist keine Soziologie mehr, sondern gehört zum Gegenstand, ist nicht Erkenntnishandlung auf Basis der Beobachtung sondern Auswuchs des ursprünglichen Gegenstandes der beobachtet wurde und weiter beobachtet wird.

Die Soziolgie kennt keine Ideale, nur dargelegte, hergeleitete oder beobachtete Vergleichsmöglichkeiten (plural!). Sie versteht sich als vernünftige Abkehr von der Vernunft (Detlef Krause) oder als Abklärung der Aufklärung (Luhmann, Stefan Lange).

Interessant wird es nächstes Semester in Bielefeld, wenn es ein Seminar zu “Organisation und Genozid” (in dem Falle den Holocaust) geben wird. Die Gegenständlichkeit, die ohne moralische Nebensätze beinah nicht kommunizierbar ist, aus soziologischer Perspektive betrachtet. Jenseits jeglicher Semantik (wie “Mensch”, “Täter”, “Opfer”, “Nationalität”) oder historischer Singularitätsvermutung ist da soziologischer, und damit für alle die wollen, Erkenntnisgewinn zu erwarten, der dann in mehr oder weniger auftherapierter Form auf Anschlußsuche geht.

Luhmanns Denkarium

Ich gehöre ja zu denen, die nicht nur andauernd Tokio Hotel hören, sondern auch immer Harry Potter am Erscheinungswochenende zur Hand nahmen und meistens auch binnen 3-Tagesfrist durchlasen. Was, grundsteinlegend für diesen kurzen Beitrag hier, bedeutet, dass ich die Faszination kenne, die im Leser ausgelöst wird, wenn man erfährt, dass Harry Potter die Möglichkeit gegeben wird, Vergangenheit auf der direkten Beobachtungsebene zu erfahren. Das, was sich jeder Historiker wünscht, jeder Nostalgiker bewahrt und wovon Eltern träumen, wenn sie ihre Kinder belehren - passiert Harry einfach so, durch einen Unfall. Er fällt in Professor Dumbledores Denkarium. Eine Schale die mit silbernen, wabernden Gedanken gefüllt ist, in die er hineingezogen wird, als er sich zu nah nach unten beugt, um zu erkennen, um was es sich da handelt.

Nun ist es normalerweise so, dass es sich bei Harry Potter um einen Buchhelden handelt, genau wie bei Dumbledore, der durch seine unendliche Weisheit selbst im Sterben dem Bösen noch ein Schnippchen schlägt. Dieses Denkarium ist als Idee an sich und als Werkzeug im Buch eine der faszinierendsten Dinge, übertroffen vielleicht nur noch von Portschlüsseln und Zelten, die von außen klein aber von innen riesig sind.

Wie auch immer … Solch ein Denkarium gibt es tatsächlich, und noch besser, auch einen dazugehörigen, in seiner unendlichen Weisheit faszinierenden, Dumbledore. In echt heißen sie jedoch: Niklas Luhmann und sein Zettelkasten (eigentlich ist ja sein ganzes Büro ein einziger Zettelkasten).

Und Andre Kieserling ist in dem Fall Harry Potter. Ich habe ja nun das Glück an der Uni Student zu sein, in der er lehrt, wodurch ich ihn regelmäßig (zumindest) erlebe und daher vermute ich, dass er in diesem Radiointerview ziemlich untertreibt und am Wochenende einen wahrhaft bewegenden Moment erlebte, als er Luhmanns Denkarium durchstöbern durfte.

Ob jetzt zu viele Kommas in dem Text hier sind..?

Umgang mit Wahrheit

Wir Menschen sind ja immer noch Jäger und Sammler. Weshalb wir unsere Urinstinkte in dieser modernen Zeit nicht abgelegt haben, ist die Frage, der manche Wissenschaftler meiner Meinung nach völlig unbegründet nachgehen. Auch die modernen Zeiten, sagen wir die letzten 300 Jahre Zivilisationsgeschichte, erfordern von uns, dass wir im Grunde Jäger und Sammler sein müssen, um überleben zu können.

Wir sammeln und jagen: Macht, Geld, Wahrheit, Erfolg, Gesundheit und vieles Weiteres mehr. Früher, als man noch Beeren und Reißaus nehmendes Fleisch jagte und sammelte, war nur alles einfacher - aber nicht anders.

Anstatt im Wald jagen und sammeln wir heute in Organisationen. Im Unternehmen jagen wir dem Geld hinterher um es einzusammeln, in der Uni jagen und sammeln wir die Wahrheit, im Krankenhaus jagen wir Gesundheit und im Sportverein jagen und sammeln wir Erfolge. Im Prinzip ist alles wie früher, nur toben wir nicht mehr nur durch den Wald.

Nun stellt sich jedoch die Frage: Was ist die Wahrheit? Wie kann man sie sammeln oder ihr hinterher jagen.

Vom Geld wissen wir, was es ist und wie wir es bekommen. Geld ist das, was wir überall benutzen können, um alles zu erhalten, ohne das wir jemanden überreden müssen uns etwas zu geben. Wir tauschen es einfach gegen Geld. Die Frage ist also nicht - was ist Geld, sondern eher praktisch: Wie viel habe ich zur Verfügung und wie komme ich an mehr?

Ebenso einfach ist es bei sportlichem Erfolg, Gesundheit und vielem Weiteren. Sportlicher Erfolg ist, wenn man ganz oben auf der Liste steht, die Leistungen nach vorgefassten und von allen akzeptieren Standards vergleicht. Gesundheit ist, wenn wir uns psychisch und physisch gut fühlen bzw. den anderen nicht grundlegend nachstehen, wenn wir uns mit ihnen vergleichen. Usw…

Aber wie gehen wir nun mit der Wahrheit um, wo wir doch wissen bzw. es für wahr erachten, dass wir vielleicht gar nicht die richtigen Sinne haben, um sie zu erkennen. Man kann argumentieren, dass wir uns auf gewisse Standards festgelegt haben, Methoden, die zumindest Argumente vergleichbar machen. Aber das kann ja nicht die ganze Antwort sein.

Schließlich gibt es da die Paradoxie, dass man sich nur über Dinge unterhalten kann, die alle gleich erleben oder aber mindestens: die alle auf Basis gleicher Standards erleben. Es gibt: juristische Wahrheiten, sportliche Wahrheiten, die Wahrheiten der Bilanzen, die Wahrheit über Gesundheit – eben Wahrheiten anhand von Standards. Jedoch keine absoluten Wahrheiten. Mann kann keine Standards finden, wenn alles möglich sein muss, da Standards Unterscheidungen vor-festlegen und dadurch ergebnisoffene Beobachtung ausschließen.

Spreeblick Malte schreibt:

Würde eure Mutter plötzlich, wenn ihr sie nach der Erdbeermarmelade fragt, antworten, dass die Beeren vor vielen Jahren von Jesuiten in der Erde versteckt wurden, um die Menschen zu Bergbauarbeiten zu verführen, dann wäre es offensichtlich nur begrenzt sinnvoll, darüber zu diskutieren, ob ein wahrer Kern in dieser Botschaft steckt. Es ginge um die Frage, ob man ihr helfen muss.

Ist es so einfach? Wo ist der Standard, der darüber richtet, dass die abstrusen Argumente Einzelner eben nicht als Argument sondern als Krankheitssymptom zu behandeln sind.

Ich habe vor zwei Wochen selbst erlebt, wie ein hoch angesehener Wissenschaftler, der für jeden Tag seiner Präsenz 1000 Euro abrechnet argumentierte:

Wer das Materhorn verstehen will, muss sich nur einen kleinen Stein des Matherhorns anschauen. Die ganze Wahrheit steckt da drin.

Solche Menschen lässt man als Wissenschaftler gewähren, weil man einfach keine Handhabe ihnen gegenüber hat. Man kann sie aus dem Wissenschaftsbetrieb ausschließen, aber dann muss man sie komplett rauswerfen – auch alle die anderen Ideen, die vielleicht auf mehr Anklang stoßen. Und, und das ist ein Problem, aus dem Wissenschaftsbetrieb ausschließen meint nur: aus dem Publikationswesen ausschließen. Mit Wissenschaftsbetrieb im eigentlichen Sinne, hat das ja nichts zu tun.

Den Weg der Wahrheit kann man entlang gehen, man wird jedoch nie ein Ende erreichen.

Die Antwort auf das Problem ist das der Phänomenologie: Scheiß auf objektive Rationalität, gib jedem seine eigene. Die Systemtheorie macht uns und alles zu Systemen – und sagt: Jedes System hat seine eigene Rationalität. Objektive Vernunft ist überholt bzw. es hat sie nie gegeben. Und Wahrheit gibt es in so vielschichtiger Art und Weise, das jeder seine eigene haben darf.

Daher: Es war verständlich, aber eigentlich nicht richtig, dass Joachim Bublath die Maischbergersendung verließ.

Luhmannverständnis

Es ist zugegebenermaßen nicht einfach Luhmann inhaltlich zu folgen. Vor allem dann nicht, wenn man mehr als nur einen Text braucht um Zusammenhänge zu durchforsten. Eine recht große Hilfe ist mir gerade Detlef Krause mit seinem Luhmann-Lexikon.

Wenn man sich die Amazon Leserkritiken anschaut, merkt man schon, wo der Hund begraben liegt. Eigentlich geht es ganz gut los. Oftmals muss man sich fragen, weshalb die Luhmannversteher ihr Verstandenes noch unverständlicher verpacken, als es Luhmann selbst getan hat. Warum Luhmann so kompliziert geschrieben hat, ist in diesem und vielen anderen Büchern recht plausibel beschrieben und wenn man folgendem Satz vertraut, geht man doch davon aus, dass dieses Buch das Feld ein bisschen aufräumt:

Vereinfachung also, na dann mal los:

Sich selbst oder sich selbst braucht man also für sich selbst… Ahja. Und wie war das nun mit der “darstellungstechnischen Vereinfachung?”:

Aaaah!

Herr Krause hat hier wirklich kein einfaches Buch geschrieben. Unterhaltsam und lehrreich ist es aber allemal. Da man aber so oft “Einführungswerk” oder sonstiges hinzuschreibt, sollte man auf dieses Buch irgendwas wie “Ergänzungsliteratur” oä schreiben, damit keiner auf die Idee kommt, hier tatsächlich ein Eben-Mal-Nachschlagen-Lexikon zu erwerben.