Ich glaube Al Gore hat den Friedensnobelpreiss für diese Haltung bekommen:
“Ich habe nicht vor, wieder ein Kandidat zu sein”, versicherte er neulich erst - und setzte gleich verschmitzt hinzu: “Ich habe noch nicht jene Phase meines Lebens erreicht, wo ich sagen kann, dass ich so etwas nie mehr in Betracht ziehen werde.”
Das Zitat ist von 2006 und letzte Woche hat man in Oslo vielleicht zugetragen bekommen, dass Al Gore diese Phase nun erreicht hat und er nie wieder ‘nächster Präsident‘ wird/werden will.
Wenn sich also jemand, dem durchaus Chancen eingeräumt werden, offen gegen die Versuchungen der Dunklen Seite ausspricht, ist das einen Friedensnobelpreis wert. Das finde ich auch. Herzlichen Glückwunsch Al Gore.
12.10.2007 (0)
Es ist noch ne Weile hin bis zur Abwahl von Bush - ich hab mich dennoch schon vor längerem entschieden. Ich bin für die Frau - und zwar nur weil sie eine Frau ist. In Frankreich hat`s nicht geklappt. Ich hoffe das beste für Hillary Clinton. Nach dem letzten Bush ist auch ein Clinton ins amerikanische Weiße Haus gezogen - und wie man weiß wiederholt sich Geschichte von mal zu mal.
Ein weiter Grund neben dem Geschlecht, ist die Düsternis auf der Website von John McCain. Er stellt ohnehin die einzige Gefahr für Clinton dar. Nun, da ich aber seine Website gesehen habe denke ich, er ist damit auch aus dem Rennen.
Zum vergleichen, hier das Gute:

und dazu, wie sollte es anders sein… Das Böse:

Ob er nun tatsächlich böse ist weiss ich nicht. Die paar Mal, die ich ihn im TV sah, wirkte er eigentlich ganz nett - aber diese Selbstdarstellung ist noch düsterer als Klamauk auf Six Feed Under.
07.07.2007 (0)
In Amerika wurden heute an einer Uni mindestens 20 Menschen erschossen. Und der Staatschef, George W. Bush, lässt im Nachgang seiner ersten Reaktion von seiner Sprecherin noch am selben Tag verkünden:
Der Präsident glaubt, dass Menschen ein Recht haben, Waffen zu tragen, aber dass alle Gesetze befolgt werden müssen.
Ich denke man sollte mal eine Studie darüber machen, wieviel man einem Volk von Seiten eines Regierungspolitikers zumuten kann. Anschauungsunterricht gibt es wenig, aber ein leuchtendes Beispiel für Ignoranz, Fehlbarkeit, Beratungsressistenz und Inkompetenz sollte dafür reichen.
George Walker Bush ist meiner Meinung nach der mieseste Staatschef der auf der Welt zur Zeit legitimerweise im Amt ist. Das ändert auch kein Blick nach Nordkorea oder in die tiefen Afrikas. Ich bin jetzt schon gespannt wie viele Schwarzbücher über seine Amtszeit geschrieben werden, wenn die Welt erst einmal von ihm befreit wurde.
16.04.2007 (0)
Ségolène Royal:
Ich verwechsele nicht die Nation, auf die wir stolz sein sollten, und den Nationalismus. Als Staatschef gehört es zu meinen Aufgaben, die Franzosen dazu zu bringen, auf ihre Nation stolz zu sein.
aber gewählt wird erst am 22. 04. Dieses Manöver nennt man wohl Loorbeerselbstbevorschussung oder ähnlich.
(Quelle)
27.03.2007 (0)
Ich hab ja damals Merkel gewählt - schon allein weil ich dachte eine Frau als Kanzlerin sei cool. Und das ist es ja tatsächlich nun nach über einem Jahr auch. Zu nörgeln gibt’s immer, aber das ändert ja nix am Grundsatz. Und nach einigem witzeln über die Franzosen die ja zwischenzeitlich einen kleinen Bürgerkrieg Jung gegen Alt ausgetragen haben - ziehen auch sie nach. Denn zur nächsten Präsidentschaftswahl wird für die Sozialisten (also die zweite grosse Volkspartei dort) Ségolène Royal ins Rennen gehen. 53 Jahre (gefühlte 40) und 4 uneheliche Kinder - mehr Fortschritt geht kaum (zum nachlesen).
Bleibt nur zu hoffen das Sarkozy (also ihr Gegenkandidat aus Chiracs Partei) nicht auf die Idee kommt Merkel zur Unterstützung in seinen Wahlkampf einzuladen. Und es bleibt zu hoffen das, wenn alles glatt geht und die Bushära endlich zu Ende ist, Hillary Clinton nachzieht und es ab dann die coolsten G8 Fotos gibt. Quasi drei Frauen im Zentrum der Welt.
Was mich bei all der Gedankenspielerei aber nun überraschte ist das Frauen die Politik nicht nur verändern wenn sie da sind - sondern auch wenn sie fehlen. So schreibt nämlich Frank Schirrmacher zum Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der soziogemographischen Erkenntnis das Frauen dort einfach fehlen und selten NPD wählen:
Je mehr heiratsfähige Männer aus sozialen Gründen daran gehindert werden zu heiraten, weil es die Frauen dazu entweder nicht gibt oder von denen, die es gibt, keine die Zurückgebliebenen haben will, desto mehr Testosteron zirkuliert.
Junge Männer ohne Zukunft sind eines, junge Männer ohne Zukunft und ohne die Chance zur festen Bindung etwas anderes; und junge chancenlose Männer, ohne die Chance zur Heirat, ohne Arbeit und als Teil alternder Gemeinschaften sind schlichtweg explosiv.
Das im Osten dir Frauen fehlen hab ich schon zig mal gelesen und auch selbst gesehen. Allerdings kenne ich auch nur die Perspektive einer Unistadt (Jena). Die Mädels entscheiden sich tatsächlich schneller zu gehen. In den entlegenen Dorfregionen, tief im Osten scheint es wirklich grusselig zu zugehen.
21.09.2006 (1)
…nur so für zwischendurch: George W. Bush ist zwar ein übler Kerl, ohne eigenen Sinn und Verstand aber letztendlich ist er Amerikaner und deswegen cool. Er bewies es passiv und aktiv und hat sich gut geschlagen und gut schlagen lassen - eben ein echter Staatsmann.
Unsere werte Frau Bundeskanzlerin wandelt inzwischen auch auf ganz neuen Wegen - zwar nicht ganz so lustig wie Herr Busch - aber eigentlich noch viel cooler!
Von Blair und Berlusconi lässt sich nur Blödsinn finden und an Chirac ist man eigentlich nicht mehr so interessiert. Und die Halbstarken … machen sich selbst lächerlich und werden andererseits auch immer weniger…
09.06.2006 (0)
John Lennons Tod hatte ja nun erst wieder Jahrestag - da zeigte die ARD die Tage eine Reportage über den anderen John der das Schicksal mit ihm teilte. Und das mit Durchschlag. Denn sie konnten (mir) relativ anschaulich Aufzeigen das es tatsächlich eine Tragödie des Kalten Krieges war - und nicht, wie beim John Lennon, die Tat eines Menschen. Als Kennedy zum Präsidenten gewählt wurde, fand er vorgefertigte Pläne für einen ganzen Krieg gegen Kuba - die er gezwungen war durchzuführen - was wie in der Schweinebucht oftmals als Desaster endete. Also entschieden sich die Kennedybrüder Fidel Castro direkt ermorden zu lassen - aber dazu waren die amerikanischen Geheimdienste nicht in der Lage. Immer wieder überlebte Castro die Angriffe bis er zurückschlug.
Für einen der beiden stand der Tod fest - nur wann der erste stirbt war offen. Es gibt Dokumente in denen Castro dies genau so sagt. Was noch neu war: Es war Robert Kennedy der diesen harten Kurs intiiert und durchgeführt hat (was er sich im Nachhinein selbst zum Vorwurf machte).
Und es gab Fakten zu Lee Harvey Oswald - er lebte zwischenzeitlich in Russland - kannte beide Systeme und bevorzugte anfangs keins von beiden. Er soll übermässig intelligent gewesen sein und lernte um Russisch zu lernen ganze Opern auswendig…
08.01.2006 (3)