Alte Politiker erleben ganz neue Politik

So - heute zum 11.11., an dem ich glücklicherweise nocht nicht mit Karneval belässtigt wurde, bekam unser schönes Land eine neue Regierung. Viele regen sich auf weil wir "ein halbes Jahr praktisch nicht regiert" wurden - aber es gibt eigentlich keine Gründe dieser Beschwerde beizupflichten - denn alle nötigen Dinge wurden erledigt, den wirtschaftsersten Daxjanern erging es gut bis sehr gut, Arbeitslosengelder wurden bezaht, Staatschefs wurden empfangen und wurden besucht und es klagt jetzt überhaupt niemand mehr als wie er es nicht auch vor einem dreiviertel Jahr getan hat. Fürs Jammern kommt ja jetzt, mit der Regierung, die Zeit - mehr Mehrwertsteuer, mehr Hartzkontrollen, …
Egal - der wichtige Satz von heute ist einer von Frau Merkel in dem sie sagt die Koalitionsverhandlungen hätten ihr "Spaß gemacht, obwohl sie manchmal sehr anstrengend waren". Das deute ich jetzt mal auf meine Weise mit Anlehnungen an Äusserungen von Helmut Markwort der letztens bei "Quer" zu Gast war und mal seine insider Kentnisse über die Zustände in den Bundespartein preisgab. Am besten ist es dabei wohl tatsächlich es mal soziologisch anzugehen - und nach Simmels Ratschlägen die so wichtigen Inahlte einer politischen Partei von ihrer Form zu trennen. Dann erhält man einen wertfreie, klare Struktur samt Ablaufplan, der einzelne Teilnehmer zu ihren Posten führt, von denen dann auf die Struktur zurückgekoppelt wird - per Abstimmungen und Mehrheitsfindungen - nachvollziehbar und aktzeptiert. Und dies ist dann auch das Idealbild das man zugrunde legt. Doch was passiert wenn man in dieses Idealbild die Inhalte einfügt - die unterschiedlichen Meinungen, Auffassungen und Sympathien. Dadurch das man als Politiker an seine Struktur gefesselt ist und nicht einfach, wie überall anders (ausser in der Familie), die Struktur wechseln kann muss man sich fühlen wie in der Hölle. Wenn man davon ausgeht das alle ehrgeizig sind und Machtpositionen anstreben - muss nur einer anfangen hintenrum zu spielen und alle müssen mitziehen oder scheitern. Das Parteiensystem ist, bedingt durch seinen Kontext, zur Perversion verpflichtet - und nur wer am cleversten an der Formalstruktur vorbei taktiert gewinnt. Hubertus Heil hat im Vorfeld der Nahles-Wasserhövel ‘Kampfabstimmung’ beinah jeden Stimmberechtigten persönlich angerufen und um die Stimme für Nahles gebeten (laut Markwort). Sie wurde gewählt, Müntefering ist gegangen und Nahles wurde für unhaltbar erklärt. Und der nächste Nachrücker ist nun Herr Heil - und alle erzählen wie überrascht sie von Müntefering waren. Da kann man die Form-Inahlt Debatte gleich in Darstellung-Herstellung ummünzen und den Faden der Parteinpolitik immer weiter spinnen.
Also da ist es doch am Ende kein Wunder das Merkel die Diskussionen mit der anderen Partei als "Spass" emfindet - das muss wahrlich erfrischend sein wenn die Karten nach 15 Jahren CDU interner Mauschelei mal so klar auf dem Tisch liegen und man sich wirklich auf die Struktur solch einer Verhandlung verlassen und sich auf die Inhalte konzentrieren kann. Vielleicht hält dieser Spass die nächsten Jahre an. So erhlich wie jetzt werden sie wahrscheinlich nicht lange miteinander sein.

Mein neues cooles flip phone

Mein neues kleines, schmuckes, elegantes, spritziges, einzigartiges Sony Ericsson z520i ist gestern nach langer Zeit endlich bei mir eingetroffen. Und je mehr ich es mir anschaue desto weniger verstehe ich warum es in keinem Programm deutscher Provider auftaucht - überall auf der Welt ist es ein wahrer Verkaufsrenner - nur in Deutschland bietet es keiner an. So hat es mich ungefähr 3 Wochen Suche gebraucht bis ich zumindest im Internet einen Anbieter gefunden hab der es mir liefert. Das hat nun den einmaligen Vorteil das es tatsächlich im Originalzustand von Sony Ericsson ist - ohne Simlock, ohne nerviges Branding und vielleicht bin ich auch noch der einzige der es hier überhaupt hat.

Schnelldenker in action

Was mir grad einfiel und hier gut herpasst: In unserem Edeka haben sie sich ein bissl zimperlich was Geld und Falschgeld angeht - und so testen sie jeden Schein vor der Annahme auf Auffälligkeiten mittels eines kleinen Gerätes das dann entweder grün oder (wahrscheinlich) rot anzeigt… Als ich letzte Woche mal dort war und diese kleine Maschine mit piepsen anfing fragte der Kunde: "Haben sie sich verdrückt oder hab ich mich verdruckt". Das fanden alle beteiligten lustig. Aber es soll ja auch Spässe gegeben haben in denen die Leute ihren Rucksack in den Konsum-tempel warfen und "Es lebe Allah" brüllten. ;-)

Schnelle Gedanken bei lahmer Fahrt

In Bielefeld haben wir ein ganz tolles Nahverkehrsystem - das sich manchmal auch wie Fernverkehr anfühlt… aber Bielefeld ist ne aufgeblasene Stadt - dafür kann mobiel nichts. Ein paar tolle features, die uns Mittellosreisenden von mobiel geboten werden sind z.b. Durchsagen die jegliche Verspätung nicht nur Verkünden sondern auch Erklären, kostenlose Mitfahrgelegenheiten für Omi wenn sie mal wo-hin muss und Begleitung braucht oder ein Programm für Kinder die möglichst viel Spass beim Bahnfahren haben sollen (obwohl sie dafür ganz gut alleine Sorgen - die kleenen Nervtröten).
Nuju - eine der neueren Aktionen von mobiel ist diese: "Aufstand in Bus und Bahn". Also wir möchten doch bitte alle recht recht fröhlich sein (wies Krömer sagen würde) und werden per Aufkleber gebeten doch guten Beispielen zu folgen… So meint Omi auf ihrem Aufkleber sie stehe gerne auf wenn die Frau mit den schweren Tüten vom Einkaufen kommt. Der Herr im Anzug steht gerne auf wenn er die kleinen Grundschüler mit ihren schweren Schultaschen sieht, die haben nämlich teilweise "einen längeren Tag" als er. Warum das kleine Mädchen aufsteht ist mir grad entfallen… Aber egal.
Denn was ich eigentlich schreiben wollte ist das es mich wundert das in Bielefeld so wenig auf die Aufkleberei reagiert wird. Nicht das zuwenig aufgestanden wird - an der Freundlichkeit mangelts wirklich nicht - aber an der Unfreundlichkeit einer Schmiererei… Und das während sich alle über gerotzte, gekünzelte, geschmierte Grafities aufregen (aber die sind in Bielefeld irgendwie generell kein Thema). Nuju - ich bin auch kein plakativer Schmierer - aber auf den Aufklebern ist hinter dem "ich stehe auf…" soviel Platz - das läd regelrecht ein. Wenn auch nur zum drüber Nachdenken. Hier also meine Liste: Ich stehe auf…

  • US5 - Just because of you
  • Westlife - You raised me up
  • SportySpice - First day of my life
  • Tokio Hotel - Schrei

der amazeman wird auch langsam voll das Weichei… Vielleicht sollte ich mich alle halbe Jahre auf mich selbst besinnen und mehr Rammstein hören - dabei würde ichs so gerne lesen. Aber ohne Bafög kein Messer.

Die fabelhafte Welt der gedruckten Worte

Mit dem Hegelzitat: "Die kühlen und klugen Philosophen! Wie mitleidig lächeln sie herab auf die Selbstquälereien und Wahnsinnigkeiten eines armen Don Quijote, und all ihrer Schulweisheit merken sie nicht, dass jene  Donqijoterie dennoch das Preisenswerteste des Lebens, ja das Leben selbst ist und daß diese Donquijoterie die ganze Welt mit allem, was darauf philosphiert, musiziert, ackert und gähnt, zu kühlem Schwunge beflügelt." begann Eberhard Straub heute in der FAZ einen Rundumschlag durch 400 Jahre Aufklärung, Erkenntnisgewinn, Politik, Denkerei, Poesie, … und das ohne mir einleitend mitzuteilen wer denn Don Quijote überhaupt ist. Nachdem ich so ab Zeile 30 bemerkte das dies dann doch eine zu sehr grundlegende Wissenslücke für diesen Bericht ist, informierte ich mich bei Wikipedia. Also der Don Quijote ist eine legendäre Figur aus der Literatur bzw. dem realen Leben an dem sich die diesbezügliche Literatur orientiert… Der Don Quijote ist ein Landadliger der anfang des 17 Jhr. einen Ritterroman nach dem anderen "verschlang" und dadurch einen "Lektüreschaden" erleidet - er sieht die Welt plötzlich nur noch durch die angelesene Ritterbrille, verändert seine ganze Wahrnehmung und geht dabei komplett in der Ritterlichkeit auf - eine Schenke wird zur Burg, eine Dirne zur Burgfräulein, Windmühlen werden zu Riesen die er mit erhobenen Schwerte bekämpft (an dieser Stelle ärgere ich mich einmal mehr, dass ich immer noch nicht die Tintenblut und Tintenherz Bücher von Cornelia Funke gelesen hab in der nach Aussage meiner kleinen Schwester auch Personen zwischen Literatur und Realität hin und her wechseln).
Nuju - also ich begann dann ein zweites Mal mit dem Artikel und wurde wahrlich überrascht. Denn dieser Don Quijote der nach 1000 Jahren Mittelaltermoral nicht mehr Gott folgte sondern sein Leben allein seinen Idealen unterwarf - hatte so unglaublich und nachvollziehbar viel Einfluss auf die Welt bis heute. Sein Leben wurde von so vielen Menschen gelesen… Diesen Montag erlebte ich wie sich unser Dekan freute das einer seiner aktuellen Berichte vom chinesichen Arbeitsminister gelesen wurde - doch Don Quijote wurde von Hegel, Schiller, Schlegel, Goethe, Schoppenhauer, usw. gelesen und hatte spürbaren Einfluss auf das neue Menschenbild, das neue Verständnis von Ästhetik und so viel mehr.
Und das coolste - die Religion wurde nicht nur aus dem Focus geschoben sondern bekam noch ne richtige Klatsche ab - Denn eine der ganz wichtigen Fragen die Don Quijote aufwarf war Wer ist eigentlich ein Narr? Ist es derjenige der sich selbst werwirklicht und dabei glücklich ist egal wie albern es nach außen aussieht - oder ist es der der feststellt das es albern ist wie sich so einige mit ihrem neuen Weltverständiss selbstwerwirklichen… Mit Hegels Antwort darauf begann der FAZ Text (meiner ja auch ;-)
Und auf einmal waren sie da - die scheinbar unversöhnlichen Gegensätze… Es entstand die Tragikomödie, "Ideal und Real, Prosa und Poesie, Kunst und Natur" aber auch das neue Ziel - das erreichen des Schönen, die Herstellung der Harmonie - per ästhetischer, ausgewogener und wechselseitiger Durchdringung des Inneren und Äußeren. Aber wie das denn geht weiß nun, nach Abschaffung des Gottes, keiner mehr - aber wieso sollte nicht auch, und vor allem nach Studium dieses Artikels, der Spruch "Der Weg ist das Ziel" in Don Quijote seinen Ursprung haben… Schiller meinte im Eindruck des Don Quijote "Wisset, ein erhabener Sinn / legt das Große in das Leben, aber sucht es nicht darin."
Der ganze Artikel ging dann noch weiter mit einem grossen Einblick in der Geschichte der europäischen Orientierung zw. Mittelalterende und Heute, legt noch einige Grundlagen unseres heutigen Habituses dar und ist insgesamt wirklich toll zu lesen. Auf der gegenüberliegenden Seite gab es einen dazu passenden beinah 200 Jahre alten Text von Kierkegaard zu lesen, der ganz in der Absicht der Don-Quijote-Literatur, unter dem Titel "Wie man Kindern Geschichten erzählt" aufzeigt wer (& warum sie) die Narren dieser Welt sind.

microsofts mission and the postmodern world

gmail.jpg20 years or longer ago - Bill Gates has launched his mission to develop the personal computer and to spread it all over the world. Every household or rather every person should own such an universal, helpfull, (nowadays) mobile machine as little companion… A very fine dream - not only for the technicfreaks.
Yesterday I got one of the Beta Google-Mail accounts and now I am convienced - I am a witness of a historical breakthrouhg. We don’t need personal computers any longer, we have it all in the internet. Flickr for our images, wordpress for our (untill now unwritten) thoughts, webspace for our files and gmail for our worldwide conversations - gmail is so much more than a ordinary email-service. 2,5 gb for everyone - you don’t have to delete anything, a clever structured interface - you don’t have to care for a clear order of your mails and (most important in my opinion) a magical anti-spam system that filters every spammail - I don’t know how, but it works perfect.
The inventions of google an the open source community reduces the PC to a tool we need to get access to our internet - but it won’t have any further usefullness. But even that function will take over by other inventions and developments - just look what kind of cellphones sony ericsson sells in Japan. I think we currently make a big step in the future.

Wer es noch nicht wusste…

Deutschland braucht Raumfahrt weil nämlich der, der oben nicht dabei ist, unten nichts zu melden hat - selten dämlich aber so steht’s geschrieben. Ich hab mich selbst nicht weiter darüber informiert wer eigentlich dieser Ansicht ist - aber darauf aufmerksam bin ich durch ganzseitige Anzeigen geworden.

Harry Potter und sein Weg zum Ziel

Die gute Wissenschaft, die heute zu viel Wissen schaft hats schwer - seit Fausts Zeiten ist es praktisch unmöglich the know it all zu werden (wobei es um so lustiger ist, einzelnen Herren, die es dennoch versuchen, zu folgen). Die "scientific community" wie sie sich immer so schön selbst beschreibt, hat den Punkt des "patent and profit" weit überschritten und erleidet nun das "publish or perish" credo - wobei das "publish" auch immer mehr zum Glücksspiel verkommt… Mehr als 95% der erforschten und veröffentlichten Erkenntnisse sollen nach der ein oder anderen Schätzung einfach unbeachtet bleiben. Wenn man das so liest fragt man sich als kleiner Student schon, wie man denn diesem Hammsterrad, dass das Rad (also sich selbst) alle paar Jahre neu erfindet, überhaupt entkommen kann - auf die herkömmlichen Weisen sicher garnicht mehr.
Ein spezieller Fall der mir heut ins Auge gefallen ist betrifft Anthony Giddens und sein bücherweise zusammengetragenes Wissen über einen dritten Weg, der uns, unsere Gemeinschaften und ganze Gesellschaften hindurch gen Zukunft führen soll - den schmalen Grad zwischen den Ideologien hindurch immer fort in eine harmonische Zukunft… Es ist wirklich schön zu lesen und enthält soviel aufrüttelnde Klarheit über diesen "goldenen Mittelweg". Aber diesen hat Kant vor über 200 Jahren auch schon beschrieben… Wenn sie ihre Lebenszeit getauscht hätten, hätte Kant neben Clinton und Blair gestanden und sie beraten… Also irgendwie schreckt das alles schon ziemlich ab und forschen will eigentlich keiner mehr so richtig weil man wahrscheinlich ein halbes Leben auf der Suche nach einem unerforschten aber dennoch interessanten Themengebiet wäre…
Doch nun, und das ist der eigentliche Zweck dieses Eintrags, hab ich heute das neue Video von Xavier Naidoo zu Dieser Weg gesehen und bin so schwer begeistert von den paar Zeilen Text… An sich ist es die Ergänzung des Nerhegeb Spiegels der in Harry Potters Leben auftaucht. Ich glaube man braucht nicht mehr für jedes Wissen das Medium Buch um es zu verbreiten. Die neue Aufgabe ist es durch Kunst die Differenz zwischen dem Realen und dem bloß Möglichen zu verschärfen. So sagte es jedenfalls Niklas Luhmann und der hatte bisher immer recht. Es ist die Aufgabe der Kunst das neue Wissen zu transportieren und für alles andere gibt es Wikipedia.

Immer diese ach-so-schlauen Frauen

Zur Buchmesse in Frankfurt zeigt die ARD eine ‘Titel Thesen Temperamente - Spezial’ Sendung und dabei wurde neben vielen interessanten Personen auch Susanne Fröhlich (in Wahrheit 1,5 mal so dick wie auf dem Bild ihrer Homepage) kurz begleitet - und sie meinte zum Thema "Nur jede 4 Belletristikinteressierte Person ist ein Mann": "Männer wollen was womit sie richtig protzen können. Wen seiner Freunde kann ein Mann schon damit beeindrucken das er sich mit dem ‘Zauberberg’ besonders gut auskennt" und dann: "Man sollte die Männer zum Lesen inspirieren - man könnte es wie in der Bundesliga organisieren, in der sie sich nach oben lesen können." Im selben ARD Bericht wurden eben auch die Unterschiede zwischen Fach- und Laienkritik thematisiert - bei der Laienkritik handelt es sich nämlich um emotionales Freischnauzeschreiben und was sollte man Frau Fröhlich anderes entgegnen - als das sie, falls es sowas überhaupt gibt, keine Männerversteherin ist. Manchmal weiss man wirklich nicht was man denken soll bei dem was Frauen denken - aber in diesem Fall ist es zumindest recht deutlich, dass sie, egal was sie erdenken, nicht jedes Resultat in Worte fassen sollten.

Ein unmediales Wochenende

massinbottle.jpgSo - bin gut im heimatlichen Jena angekommen und hatte, wie sonst auch immer, einen sehr sympathischen Fahrer für diese Reise mittlerer Länge gefunden. So - dann kann das Internet- und TV-freie Wochenende ja starten… Aber es ist schon ärgerlich das mein Bruckheimerverwöhntes knall-bumm-bäng actionherz wieder einmal Message in a Bottle verpasst - der einzige wirklich coole Liebesfilm mit dem so hervorragenden Paul Newman… Nuju - hab im Radio gehört die dieswöchige ‘Hörzu’ oder irgendeine dieser Zeitungen verkauft den Film in der aktuellen Ausgabe als Beilage… Also werd ich anfang nächster woche mal in die Abteilung der gedruckten TV-Zeitschriften schauen - macht man ja auch nicht oft im Internetzeitalter…
Nuju - dafür schaffe ich es Montag mal wieder CSI:NY zu gucken - hab ich die letzten Wochen sträflich vernachlässigt und das bekommt mir garnicht gut.

Überraschte Soziologen

‘Wer kauft wie’ war die Frage zu einer kleinen Unternehmung von ACNielsen, die sich ansonsten auch mit allerlei solcher Fragen beschäftigen… In diesem Falle ging es ums Online Shopping und die Ergebnisse zeigen als erstes und überraschend das bereits jeder zehnte Weltbürger im Internet eingekauft hat. Die Asiaten sind dabei führend. Während Europäer lediglich DVDs und Bücher kaufen und die Amerikaner einmal mehr dabei sind die Schritte in die Zukunft zu verschlafen. Die Annahme: "Mall culture in the United States may explain why online shopping has not reached European levels". Möglicherweise überspringen wir in Deutschland mit Hilfe des Internets die eine amerikanische Vorreiter-Entwicklungsstufe des ladenschlußfreien Einkaufens - was eigentlich echt Schade wäre.

Die neuen (&) alten Hinterbänkler

So - seit 2 Tagen ist wieder Uni und die Tage sind entsprechen länger und ausgiebiger… Und das hat auch meinen heutigen TV-Konsum wieder weit hinausgezögert - aber was sah ich grad im Nachtmagazin der ARD - unser ‘geschäftsführende’ Aussenminister Joschka Fischer ist seit heute, seit der konstituierenden Sitzung, wieder ein Hinterbänkler und saß weit ab vom Schlag neben Anna Lührmann. Eigentlich ein richtig meta-irgendwas-künstlerisches Bild - zwei Karrieren, die eine am Beginn die andere am Ende vereint auf zwei nebeneinander liegenden Stühlen irgendwo in den tiefen des Bundestags und mitten im Geschehen Lothar Bisky dessen Karriere im selben Moment radikal abgestutz wird.