Luhmannverständnis

Es ist zugegebenermaßen nicht einfach Luhmann inhaltlich zu folgen. Vor allem dann nicht, wenn man mehr als nur einen Text braucht um Zusammenhänge zu durchforsten. Eine recht große Hilfe ist mir gerade Detlef Krause mit seinem Luhmann-Lexikon.

Wenn man sich die Amazon Leserkritiken anschaut, merkt man schon, wo der Hund begraben liegt. Eigentlich geht es ganz gut los. Oftmals muss man sich fragen, weshalb die Luhmannversteher ihr Verstandenes noch unverständlicher verpacken, als es Luhmann selbst getan hat. Warum Luhmann so kompliziert geschrieben hat, ist in diesem und vielen anderen Büchern recht plausibel beschrieben und wenn man folgendem Satz vertraut, geht man doch davon aus, dass dieses Buch das Feld ein bisschen aufräumt:

Vereinfachung also, na dann mal los:

Sich selbst oder sich selbst braucht man also für sich selbst… Ahja. Und wie war das nun mit der “darstellungstechnischen Vereinfachung?”:

Aaaah!

Herr Krause hat hier wirklich kein einfaches Buch geschrieben. Unterhaltsam und lehrreich ist es aber allemal. Da man aber so oft “Einführungswerk” oder sonstiges hinzuschreibt, sollte man auf dieses Buch irgendwas wie “Ergänzungsliteratur” oä schreiben, damit keiner auf die Idee kommt, hier tatsächlich ein Eben-Mal-Nachschlagen-Lexikon zu erwerben.

Respekt vor Gabriele Pauli

Gabriele PauliFrau Paulis Zeit in der großen Öffentlichkeit ist nun wohl um. Zumindest hat man ihr die Bühne genommen, auf der sie das letzte halbe Jahr gespielt und sich produziert hat.

Es gab mal eine Zeit, da hat man uns im Kindergarten Bilder von Umweltzerstörung, Tierquälerei usw. gezeigt worauf wir Kinder natürlich alle mit Bestürzung und der Frage reagierten, weshalb die Erwachsenen das zulassen, dulden und eigentlich, und das wurde immer klarer, billigend in Kauf nehmen.

Langsam lernte man dann die Gesetzmäßigkeiten kenne, nach denen alles funktionierte, auch wenn es überhaupt nicht zufriedenstellend funktionierte.

Damals haben wir uns gefragt, warum nicht einfach jemand von denen, die mitreden und entscheiden dürfen, aufsteht und ein ‘Veto’ oder so was einlegt oder ein paar Sachen zumindest mal zum Thema macht.

Und im Grunde ist Gabriele Pauli so eine Person. Ihr Lebenslauf verläuft ziemlich geradlinig, so dass man beinah davon ausgehen kann, dass er letztlich ziemlich weit oben endet. So läuft es ja generell in der Politik und wahrscheinlich besonders in der CSU. 30 Jahre CSU hat sie jetzt hinter sich und bis zur Landrätin hat sie es gebracht.

Und nun setzt sie alles aufs Spiel um ein paar wirklich gute Ideen, eine große Menge Vorschläge und die ein oder anderen direkten Anträge bei einem Parteitag vorzubringen - die aber alles andere als programmkonform bei der CSU sind.

Das ist bemerkenswert. Sie ist eigentlich eine wahre Heldin. Eine die sich in einem Schweinesystem hochgearbeitet hat und nun aufsteht und den Herren (noch sone CSU-Eigenheit) mal ordentlich auf die Nasen haut.

Das verdient Respekt.

Ich hoffe sie hat Recht mit der Annahme, dass es nun Zeit braucht. Das sie den Parteivorsitz nicht erringt war ja klar, in Zukunft wird sie es aber wieder mit ihrer eigenen Landratsebene zu tun haben und dort wird sie nicht von ihr fremden Arschkriechern abgewatscht werde - da bin ich mir ganz sicher. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Und ausserdem wird so auch mal gezeigt, dass man sich in einer Demokratie nie vor Opposition drücken kann. Ganz egal wie gut man alles im Griff hat.

Bild: gabriele-pauli.de 

Man, Arminia!

In unserer aktuellen Fakultätszeitung wird ein Professor mit “Nichts!” auf die Frage hin zitiert, was man in Bielefeld denn auf jeden Fall gesehen haben sollte. Die weitere Begründung seines “Nichts!” liest sich ganz schlüssig, meint er doch, gerade dass sei so entspannend an Bielefeld, man muss nichts hinterher jagen und wenn man Bielefeld verlässt, hat man mit Sicherheit nichts verpasst.

Ich persönlich finde ja, man sollte zumindest mal im Stadion vorbei geschaut haben. Wenn Arminia spielt, weiß man nie was man bei Abwesenheit verpasst. Mal ist alles ziemlicher Scheiss. Mal läuft es dann doch ganz rund. Und manchmal, ist es grausam. Glücklicherweise fand das heutige Debakel nicht in Bielefeld statt. mit 8 Gegentreffern verloren… Man! Und ich dachte, mit Ernst Middendorp stellt sich tatsächlich ein kleiner Höhenwind ein. Aber alles was die letzten Monate so gut lief, rächt sich aktuell.

Ich habe es die letzten Sportschaun über gemerkt; es macht mehr Spass sich über Dortmunds Niederlagen zu freuen, als auf Arminia-Siege zu hoffen. Dortmund, und das soll hier sinnloserweise auch noch erwähnt werden, ist in meinen Augen die FDP der Bundesliga. Sie können nichts, halten sich aber für ganz groß, waren es jedoch allenfalls früher einmal. Wer solch einen Etat verbrät und dann nichts auf die Reihe bekommt, dem lache ich beim Absturz hinterher. Vor allem ist es völlig unverständlich, wie ein Trainer, der es tatsächlich schaffte den HSV beinah in die 2. Liga zu führen, dort seelenruhig einen Negativrekord nach dem anderen aufstellen darf, ohne das man ihn von seinem hohen Roß stürzt.

Wenn es Werder, Schalke und die Bayern nicht gäbe, wäre ich völlig desinteressiert am Fussball - zuviel Scheiß.

Selbstreferenz..?


Jo, so aufschlußreich steht’s in Detlef Krauses Luhmann-Lexikon… :-)

Fw: Es ist, wie es ist

Dieser Text ist ganz hervorragend. Es gibt anscheinend mehrere Zugänge zur Soziologie als nur den soziologischen, den einzigen den ich bisher kennen gelernt habe. Daher hier eine Leseempfehlung - für den verlinkten Beitrag und den Rest der Seite.

Ho, ho, ho


Und das, wo doch grad die Sonne nochmal rauskommt…