Irren ist weltlich

Also, Luhmann sagt, damit die Welt funktioniert wie sie es tut oder tun soll oder immer tat und deswegen weiter tun soll - braucht es nur den Fall das

fast alle unterstellen, daß fast alle zustimmen, (… bzw. …) fast alle unterstellen, daß fast alle unterstellen, daß fast alle zustimmen

bei dem wie’s läuft. Man denkt sich die Welt einfach so zurecht, wie man sie gern hätte und hofft das niemand widerspricht wenn man seine Maximen praktiziert.

Allerdings beschreibt Luhmann die Welt losgelöst von den Dingen, als Beobachtung von Beobachtung. Wir können die Welt nicht selbst beobachten, sondern sind auf die Beobachtungen angewiesen, die wir machen während wir zuschauen wie die Welt dargestellt wird. Und eigentlich kommt in unserem Gehirn gerade mal ein bisschen mehr an als ein kleines Zucken.

Nun kann man allen anderen zuschauen, wie sie die Welt beobachten, als was sie die Welt hinstellen, wie sie sie erfahren und verarbeiten (zumindest die Produkte davon). Wie aber kann man sich selbst beim Welt beobachten beobachten? - Gar nicht.

Deswegen ist der

Beobachter selbst (…) in dieser Operation (…) der ausgeschloßene Dritte.

Man nimmt an der Welt, der man so vieles unterstellt, gar nicht teil wie diejenigen die man beobachtet und denen man quasi unterstellt. Und das trifft für alle zu. Jeder hat seine eigene kleine Welt in der alle stattfinden ausser man selbst.

Deswegen braucht man sich gar nicht wundern, wenn man sich mal irrt.

Ich will nicht mitbestimmen

reichstagSeit diesem Sommer ist der Bielefelder Hauptbahnhof fertig. Er ist nun ein quasi Nadelöhr, dass die beiden Stadtteile verbindet, die ansonsten durch die Gleise geteilt sind.

Im Bahnhof gibt es nun, wie in jedem anderen auch, mehrere Möglichkeiten fertiges Essen zu kaufen. Einen Bäcker, Mc Donalds und eine kleine Subwaytheke, unscheinbar in der Ecke.

Zuletzt war ich nun mehrmals bei Subway und finde es ziemlich lecker. Aber auch viel nerviger. Für ein belegtes Baguette muss man viel zu viele Entscheidungen treffen. Welches der 5 möglichen Brote, welche der 10 Wurst und Käsesorten, welche der 10 Salatbeilagen, welche der 4 Soßen. Ich bin der Meinung - ganz egal wie viele Möglichkeiten, am Ende kommt eh immer das selbe raus. Wer mit Ham anfängt hört mit HoneyMustard auf.

Ich hab’s bei mir schon häufiger festgestellt. Ich habe keine Lust auf Entscheidungen. Dabei sieht es immer so aus, als wolle man so viel entscheiden; wann die Bahn fährt, Borowski eingewechselt wird, ob Studieren kostenlos bleibt, wie man Preise bei Edeka gestaltet. Man regt sich allerhöchstens kurz auf, mehr Folgen hat es aber nicht. Vor allem kein Engagement.

Jede Entscheidung die man gern mitentscheiden würde, zieht einen elenden Rattenschwanz hinter sich her, den sich keiner aufladen will. Das (im gewissen Sinne) Luxusproblem heute: Es gibt keine Entscheidungen mehr, die so fundamental sind, das sie für sich alleine stehen. Alles hängt zusammen. Jede Entscheidung enthält zehn Nichtentscheidungen, die man vorher abgewogen haben müßte (was Nörgler natürlich hypothesenproduktiv machen). Man sieht es bei den politischen Entscheidungen.

Naja - wie auch immer. Wer mitreden will, sollte mehr tun als Reden. Das wird immer deutlicher, aber auch immer weniger akzeptiert. Und Subway sollte unerhebliche Entscheidungen selbst treffen.

Lebensferne Politikerlabereien…

…und die Antwort.

With or Without you

segolene royal Ich hab ja damals Merkel gewählt - schon allein weil ich dachte eine Frau als Kanzlerin sei cool. Und das ist es ja tatsächlich nun nach über einem Jahr auch. Zu nörgeln gibt’s immer, aber das ändert ja nix am Grundsatz. Und nach einigem witzeln über die Franzosen die ja zwischenzeitlich einen kleinen Bürgerkrieg Jung gegen Alt ausgetragen haben - ziehen auch sie nach. Denn zur nächsten Präsidentschaftswahl wird für die Sozialisten (also die zweite grosse Volkspartei dort) Ségolène Royal ins Rennen gehen. 53 Jahre (gefühlte 40) und 4 uneheliche Kinder - mehr Fortschritt geht kaum (zum nachlesen).

Bleibt nur zu hoffen das Sarkozy (also ihr Gegenkandidat aus Chiracs Partei) nicht auf die Idee kommt Merkel zur Unterstützung in seinen Wahlkampf einzuladen. Und es bleibt zu hoffen das, wenn alles glatt geht und die Bushära endlich zu Ende ist, Hillary Clinton nachzieht und es ab dann die coolsten G8 Fotos gibt. Quasi drei Frauen im Zentrum der Welt.

Was mich bei all der Gedankenspielerei aber nun überraschte ist das Frauen die Politik nicht nur verändern wenn sie da sind - sondern auch wenn sie fehlen. So schreibt nämlich Frank Schirrmacher zum Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der soziogemographischen Erkenntnis das Frauen dort einfach fehlen und selten NPD wählen:

Je mehr heiratsfähige Männer aus sozialen Gründen daran gehindert werden zu heiraten, weil es die Frauen dazu entweder nicht gibt oder von denen, die es gibt, keine die Zurückgebliebenen haben will, desto mehr Testosteron zirkuliert.

Junge Männer ohne Zukunft sind eines, junge Männer ohne Zukunft und ohne die Chance zur festen Bindung etwas anderes; und junge chancenlose Männer, ohne die Chance zur Heirat, ohne Arbeit und als Teil alternder Gemeinschaften sind schlichtweg explosiv.

Das im Osten dir Frauen fehlen hab ich schon zig mal gelesen und auch selbst gesehen. Allerdings kenne ich auch nur die Perspektive einer Unistadt (Jena). Die Mädels entscheiden sich tatsächlich schneller zu gehen. In den entlegenen Dorfregionen, tief im Osten scheint es wirklich grusselig zu zugehen.

Creation without compromise

watschelnder haiVerrückt. Das es sie gibt wusste ich ja - aber wo es sie nun überall gibt finde ich überraschend. Im TV kam soeben eine Reportage über die Kreationisten von Answers in Genesis. Ich dachte ja immer es seien wieder mal nur die Amerikaner die zu blablub Prozent davon überzeugt sind, das tatsächlich Gott die Welt erschaffen hat. Aber Nein - das grösste Kreationistentreffen findet demnächst in England statt und selbst eine Gießener (also deutsche) Schule hat schon ihren Biounterricht umgestellt. Aber am lustigsten finde ich das es nun in Cincinatti ein Museum gibt - in dem die designte Welt handfest und anschaulich vorgestellt wird. Qausi:

Die Welt ist erst 6T Jahre alt und Dinosaurier lebten zusammen mit den Menschen. Und wenn Sie sich fragen wo all das Wasser von der Sintflut ist… Schauen sie doch mal aus dem Weltraum auf die Erde. Überall Wasser!

Naja - anscheinend überzeugen sie immer mehr das dies so richtig ist. Die Reportage hatte die ganze Zeit so einen besorgten Unterton. Aber eigentlich ist es doch eher witzig. Was Nachbars denken ist ja eigentlich auch egal.

Mein Vorschlag wäre ja, wenn man dies schon zu bekämpfen versucht, nicht immer nur die Biologen zu Rate zu ziehen die möglichst clever ihr wissenschaftliches Contra darstellen. Sondern einfach Luhmann zu fragen, der sicher erklären würde, das Menschen eben einfach kein Vertrauen in sich selbststeuernde Verfahren haben, sondern lieber nach einem Führer suchen - und wenn die Sachlage so weltumfassend, alles beschreibend und universell wie die Welt und ihr Fortgang ist - kann der oberste Hirte eben kein Mensch sein und ist daher Gott - und zwar genau so, wie man ihn sich vorstellt.

Je nach dem - derjenige der diesen Hai gebaut hat, der nun schon so lange unentdeckt über den pazifischen Meeresboden watschelt, würde ich gern mal sprechen - wäre ja wirklich schön wenn das ginge.

(Bild: spiegel.de)

Mal Herrn Luhmann verstehen…

geld(folgender Text ist nur zum protzen und für Nichtsoziologen weder interessant noch hilfreich)

…ist gar nicht so schwierig. Folgender Satz aus “Die Gesellschaft der Gesellschaft” ist schön, sachlich und simpel:

Die Welt ist ein unermeßliches Potential für Überraschungen (…) die Systeme benötigt (…) um ausgewählten Irritationen den Sinn von Informationen zu geben.

Die Welt ist - Die Welt ist das Potential für Überraschungen, sie birgt es nicht. Ein feiner Unterschied. Die Welt steckt nicht hinter oder um diesen Überraschungen, sie selbst zeigt sich uns durch diese Überraschungen.

Potential für Überraschungen - Es wied etwas passieren, aus einem Kontingent von Möglichkeiten, das aber auch anders passieren kann. Das ist das Geheimnis der Welt. Die Vergangenheit kann identifiziert werden, in dem man sich erinnert was war. Die Zukunft ist dagegen kontingent. Und die Gegenwart verknüpft Mögliches und Tatsächliches indem sie uns handeln oder erleben lässt. Beim Handeln verändern wir unsere Umwelt. Beim Erleben verändert die Umwelt uns.

die Systeme benötigt - Systeme suchen sich ihren Sinn und schliessen damit ‘Unsinn’ für sich aus. Ohne diesen Plan (was zu tun ist und was nicht) würde man sich um alles, immer kümmern müssen und wäre nie fertig.

ausgewählten Irritationen - Ereignisse die man für wichtig nimmt, weil sie ins vorher gefasste Sinnschema passen, werden ausgewählt und bearbeitet.

Sinn von Information - Um ausgewählte Irritation aus der Masse umherschwirrender Irritationen verstehbar zu machen, werden sie in Informationen umgemodelt. Die kann man dann mitteilen und sie sind auf einem gewissen Level von vielen gleich interpretierbar.

Praxisbeispiel: Ein Junge geht verträumt durch die Strassen und findet (Erleben) einen Fünfeuroschein. Er freut sich über sein unverhofftes Glück (Irritation). Er denkt sich aber insgeheim auch: ‘hätten aber ruhig auch 10 Euro sein können’ (unermeßliches Potential). Mit dem Geld macht er nun einen ungeplanten Abstecher (Handeln) in den Supermarkt (System) um das Geld (Sinn von Informationen (quasi)) in Süßigkeiten zu tauschen.

(bild: schnurrbart)

Die Professoren Kläuse aus den Städten mit dem B

klaus & klausGestern war es in der 3 Sat Kulturzeit mal wieder so weit. Soziologieprofessoren waren gefragt. Nachdem die Wahl meistens auf Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (links) von meiner Uni in Bielefeld fällt wenn ein Soziologe gefragt ist - der sich dann auch immer recht gern zu dem ein oder anderen Thema äussert, war gestern der Bremer Soziologe Prof. Dr. Klaus Boehnke von der dortigen IUB dran. Thema waren die fahnenschwenkenden Deutschen zu denen er sich äusserte (Video in der Sidebar).

Herr Hurrelmann ist häufig nur ein Poser - doch Herr Böhnke hat mich enttäuscht… Er wurde wurde gefragt was er denn gegen das deutsche Verhalten habe:

Also ich würde garnicht mal das Argument bemühen das Deutschland ein schwieriges Vaterland ist, dem man sich nicht wirklich mit der Nationalfahne irgendwie präsentieren sollte.
Was mir als wichtiger erscheint ist, das diese nationale Symbolik ja etwas aus meiner Sicht völlig altmodisches ist. Nation und Pratriotismus und Schwarz, Rot, Gold ist etwas das kommt aus dem 19. Jahrhundert und hier wird einfach so getan als würde es taugen für das 21. Jahrhundert und in diesem Sinne wird Rückbesinnung verlangt. und das kann eigentlich nicht stimmen - wir können uns nicht auf etwas Rückbesinnen das im 19. Jahrhundert hervorgebracht wurde.

Die Sachlage ist aber tatsächlich so: Diese Brücke zwischen dem Patriotismus des 19. Jahrhunderts und der aktuellen Stimmungslage in Deutschland gibt es garnicht. Denn das wir zur Zeit alle Schwarz-Rot-Gold tragen liegt allein daran das es die Farben unserer Nationalmannschaft sind - die wir grade vollkommen begründet unterstützen. In Zeiten ohne WM vergräbt sich jede Bundesligastadt in ihren Vereinsfarben - in Zeiten einer WM, vor allem da sie gerade hier stattfindet, hüllen wir uns überall in Deutschland in die Farben die uns als einzige verbinden. Der einzige Grund warum wir diese Farben rausholen ist ein aktueller Gewinn unserer Mannschaft, und das wir sonst keine Symbole dafür haben.
Es wird auch nicht so getan “als ob” das zeigen unserer Fahne was taugen würde - Sie wird gezeigt weil es ein ehrlicher Ausbruch aktuellen Gefühls ist.

Ganz abgesehen davon - wieso kann man sich nicht auf alte Dinge zurückbesinnen - und was sollte daran nicht stimmen wenn man es tut?
Das alles ist meiner Ansicht nach weder eine “Rückbesinnung” noch wird soetwas auf irgendeine Art “verlangt“. Was zur Zeit stattfindet ist eine ganz besondere, einzigartige und absolut geniesbare Deutsche Aktualität und die einzige Geschichte die uns interessiert ist die WM Historie der letzten hundert Jahre.

…die Soziologie ist doch eine empirische Wissenschaft.

(ein bissl zusammeneditiert von mir am 23. Juni - 15 Uhr)

Also wirklich, Herr Marx

Über sie scheint die Geschichtsschreibung so einen Schleier der Gnade der frühen Geburt geworfen zu haben… Oder wie erklärt man sich ein solches Zitat ohne das man ihn in die Ecke von Wagner stellt:

Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren. Der Kerl würde eher das Geld in den Dreck werfen, als es einem “Freunde” pumpen, selbst wenn ihm Zinsen und Kapital garantiert würden.

Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.

Da kann man nur Vermuten das es in der für die Arbeiterklasse doch eine nicht ganz so konsensuslaufende Tendenz der egoistischen Vorherrschaftskeilerei gab. Schliesslich bezeichnete man Lasalle zu Lebzeiten gelegentlich als Wunderkind (laut Wikipedia). Oder Marx handelte im Affekt als er dies Engels schrieb - weil er mal wieder der materialistischen Welt mittels Geldnot erlag. Wer weiss…

Für interessierte am ‘Sinn’ von Luhmann

In seinem 1987 veröffentlichten Werk „soziale Systeme“ widmet Niklas Luhmann dem Sinn ein gesamtes Kapitel. Hier die wichtigsten Eckpunkte:Max Weber begann mit dem Sinn im Handeln. Diese Auffassung von Sinn ordnet den Sinn einem Menschen zu der eine Handlung ausführt. Alfred Schütz verfeinerte dies in dem er vom Handlungsentwurf sprach der bereits vor der präsenten Handlung Sinn enthielt. Für Schütz wie Weber war die Sozialwissenschaft daher eine Handlungstheorie. Alles Soziale basierte auf Handlungen und ihrem Sinn. Luhmann übernahm die Ansicht das sich alles Soziale auf den Sinn beziehen läst. Allerdings entkoppelt er Sinn von Handlung und damit vom Bewußtsein des Menschen. weiterlesen »

Der Sinn vom Ding

esbnycIn 3 Wochen bin ich in New York - und denke mir: “Das is ja’n Ding”. Aber es ist nicht nur ein Ding wie man es sieht, sondern es hat auch noch einen Sinn - den Luhmannschen Gegenpol zur Aktualität - die Virtualität.
Denn phänomenologisch betrachtet besteht meine aktuelle Sicht auf meine Lebenswelt nicht nur aus der auf Ding-Tatsachen z.B. das ich bald in New York bin - sondern auch aus der hinzugenommenen und mitprozessierten Virtualität das ich diese Zeit auch ganz woanders sein könnte.
Der offensichtliche Fakt, dass ich bald in New York bin, teilt jeder mit mir auf die selbe Weise - da ja alle die selbe Ahnung vom Ding: Ort: New York, Zeit: erste Maiwoche haben. Auf die Virtualität hat aber jeder seine eigene Perspektive. So ergibt sich doch für jeden ein eigener Sinn vom Ding. Ohne das man die Möglichkeit hat diesen mitzuteilen.
Aber egal - muss man ja auch nich - irgendwer wird sie schon noch in die Soziologische Systemtheorie einarbeiten: die Intuition, die Phantasie und die Kreativität. Gibt noch viel zu tun!

They are. Canadian!

Ja - diese Welt: in England gibts ‘n Generalstreik, in Frankreich gibts ‘n Generalstreik, so schön eingerahmt das man ihn weniger übersieht. In Polen gibts einen schwulenhassenden Präsidenten und so überhaupt und eigentlich ist Deutschland eines der cooleren Länder so mittendrinnen…
Aber zeigen tun wir es nicht - und falls doch einer auf die Idee kommt es mal klarzustellen macht er’s so schusselig und scheitert kläglich. Vielleicht liegt es an dieser Mittendrinnenlage… Die Kanadier machen das irgendwie besser und packen es einfach in die Bierwerbung…


Molson Canadian Joe - I Am Canadian
Video sent by pacificIT

…wie ich es grad als Gutenacht-Hupferl bei arte sah - da wird einem doch warm ums Herz.

Soziologie der Blogosphäre

Der Gang durchs Internet machte die letzten Tage wieder einmal besonders viel Freude… Nachdem ich vor 5 Wochen selbst Opfer einer Juristischen Attacke wurde - inkl. Rechtsschreibfehler im Anwaltsschreiben, kopierter statt komponierter Textpassagen und willkürlichem Streitwert (vielleicht schreib ich dazu nochmal ausfürhlich was) kann man solchen Sachen nun tatsächlich mit immer mehr Freude begegnen!
Der aktuelle Fall der grad überall präsent ist betrifft ausgerechnet Transparency International - diesem riesen grossen Wohltätigkeitsdampfer der so friedvolle Flaggen auf der ganzen Welt gehisst hat. Meiner Erinnerung nach gegründet vom Ehemann von Gesine Schwan die ich damals so gern als Bundespräsidentin gesehen hätte…
Nun also hat eine junge Dame einen Blogeintrag über die Personalpolitik von TI geschrieben weil eine Freundin ein Opfer von dortiger (gefühlter) Ungerechtigkeit wurde. Und TI reagierte darauf so verschnupft das dieser Bericht direkt juristisch von ihnen angegriffen wurde. Die Reaktionen dazu waren dann entsprechend.
In meiner Uni Bibliothek stehen 2.000.000 Bücher und beinah 4 Mal so viele Zeitschriften - aber zu diesem Thema gibts weder juristische noch soziologische Informationen - das Internet ist so schnell - keiner kommt hinterher. Und obwohl das alle wissen, versucht die praktizierende Juristerei dies mit dem Schleier aus Drohungen, Täuschungen und Lügen zu überdecken…