Einige gegen Viele

politik an die wand geklatschtPolitik ist eine komplizierte Angelegenheit. Von den heutigen Berufsbildern vielleicht eine der anspruchsvollsten. Man muss/darf quasi für alle entscheiden. Das gibt es in keinem anderen Bereich. Diese Macht kann ganz reizvoll sein, paart sich aber leider mit einer gewissen Rechtfertigungspflicht, Bürger lassen sich schon längst nicht mehr vom Glanz des Amtes blenden wie im antiken Rom.

Die Rechtfertigungsansprüche mitzubedenken gehört daher quasi zum Beruf des Politikers. Im Falle des aktuellen Ausbaus der deutschen Sicherheitsapparatur klingt das dann von Seiten des Innenminister so:

“Alle Experten sagen, es sei nicht eine Frage des Ob, sondern nur noch eine Frage des Wann des nächsten Anschlags. In dieser Zeit leben wir”, sagte der Bundesinnenminister. (via)

Es sind also Experten die sagen es sei gefährlich. Keine Politiker. Experten sind Menschen aus dem Volk - den können wir keine bösen Absichten unterstellen. Also nützt es auch nichts den Politiker um Rechtfertigung seiner Forderungen zu fragen.

Ja, diese Strategie könnte klappen. Wenn man das Statement nicht hinterfragen würde. Diese Benutzung der “Nicht Ob sondern Wann” Floskelei ist so dämlich wie wenn die Bildzeitung fragt ob unsere Sonne stirbt. Ja tut sie, trotzdem bricht niemand in Aktionismus aus. Punkt zwei ist die Betonung des “nächsten Anschlags”. Klingt so als hätte es bereits Terroropfer (Einschränkung auf die aktuelle Debatte) in Deutschland gegeben.

Nun hat man als Politiker zwei Möglichkeiten. Entweder auf die Reaktionen des eigenen Publikums zu hören. Oder es zu ignorieren. Unser Innenminister entschied sich für letzteres.

taz: Gegen die ebenfalls geplante Vorratsspeicherung aller Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten wollen 10.000 Menschen Verfassungsbeschwerde einlegen. Stimmt Sie das nicht nachdenklich?

Schäuble: So etwas regt mich nicht mehr auf. (via)

Er treibt seine Ansichten lieber auf die Spitze:

Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch. (via)

Man könnte da Verantwortungsbewusstsein heraus lesen, müsste dafür aber sehr spezieller Bildzeitungsnatur sein.

Es ist also alles sehr fragwürdig und äußerst abstrus was da passiert. Deswegen nimmt die Debatte über die Hintergründe ihren Lauf. Eine erste Idee - Der Staat als Gefängnis.

Das Panoptikum ist ein Gefängnis, in dem der Wärter von einem zentralen Punkt aus alle Gefängnisinsassen beobachten kann, ohne selbst von ihnen gesehen zu werden. Die Gefangenen sollten sich ständig beobachtet fühlen. Ziel war es, mit möglichst geringem tatsächlichen Überwachungsaufwand ein Höchstmaß an Angst vor der Entdeckung zu erzeugen. (via)

Das könnte hinhauen. Wie klein ist der Aufwand für die ganze Onlinedurchsucherei, Datenspeicherei und was alles geplant ist. Man kann alles innerhalb der Ministeriensmauern überwachen.

Wenn, ja wenn man nicht zu inkompetent wäre. Glos hat “Gott sei Dank” Leute die für ihn die Bedienung des Internets übernehmen, Schäuble sind Anhänge an Mails suspekt. Nuju - nach eigener Aussage schafft er es nicht mal in einen Computer. Aber vielleicht wüsste er was er da drin wolle…

Punkt ist nun - alles ist unklar. Überwachung ist gewollt, soviel steht fest. Die Überwachung wird so durchgeführt das man als Überwachter möglichst wenig davon mitbekommen soll, sich daher immer beobachtet fühlt. Das hätte Erfolg wenn wir technisch inkompetent wie unsere Politiker wären. Denn (aus der heutigen Pressekonferenz zur Vorratsdatenspeicherung):

Weitere Frage zu Webmailern: “Wenn Sie die IP-Adressen erfassen und genutzte Dienste wie eMail - Erklären Sie mir, wie das bei ausländichen Webmailern funktioniert? (googlemail)

Herr Engers vom BMJ: “Ich muss da jetzt auch passen”. Da gilt der Grundsatz: Die Unternehmen sind nur verpflichtet, das zu speichern, was sie eh erheben”. Es gebe keine Datenerhebungspflicht, sondern nur Datenpflicht, “wenn Daten eh gesammelt werden”. Ausländische Webmailer werden dabei nicht erfasst. (via)

Tja, Pech gehabt. Nationale Grenzen sind nationale Grenzen - aber nur für die Politik. Alles andere zerfließt in der Weltgesellschaft und findet in ihrem Rahmen statt.

Ich persönlich halte die Vorhaben, wie jeder vernünftige Mensch, für völlig überzogen. Ich denke aber auch das die Betreffenden Akteure noch überrascht darüber sein werden mit welchem Datenwust sie es zu tun bekommen. Mag sein, dass es schlaue Suchfunktionen gibt um irgend was aus den Daten herauszurecherchieren. Aber schon eine über googlemail versendete Mail stellt ein Hürde der Ermittlung dar und ist daher ne Lücke in der Spur die man verfolgen möchte. Wieviel Internet ist schon deutsch..?

(Bild: dataloo)

Blogosphärenüberschätzung

Zur Zeit weht ein Hauch schlechter Stimmung durch die deutsche Bloglandschaft. Es gab eine Konferenz namens re:publica, meiner Meinung nach schon vom Titel her einfach ne gute Sache. Dort drehte sich drei Tage alles um Blogs und den Umgang mit diesen - aus Leser und Schreibersicht. Drei Tage quasi-Klassentreffen einer Möchtegern-Klasse.

Nun gibt es Ins-Internet-Schreiber die dort nicht vor Ort waren - aber die ganze Berichterstattung mitbekamen und sich darüber aufregen ausgeschlossen wurden zu sein. Wovon? Der Blogosphäre.

Beispiel hier (abgesehen von dem erkannten Selbstdarstellungsdefizit):

Scheiße, ich war nicht da, das war es wohl mit der Blogger-Zukunft. Ich war nur eine Randerwähnung in der Frankfurter Neuen Presse. Man nimmt, was man kriegt.

Benachbart schreibt man dann hier:

Die Metadiskussionen sind wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung eines Mediums, aber nicht ihr gottverdammter einziger Inhalt.

Professionalisierung und Kommerzialisierung der Blogosphäre sind mir so scheißegal wie Weltmeisterschaften im Stricken mit sechs Nadeln.

Man sieht es schon beim lesen - welchen Sinn hat es die Welt darüber zu informieren, dass einem etwas egal ist? Meiner Ansicht nach keinen - es sei denn man möchte aktiv Trotzen. Aus Aufmerksamkeits- oder sonstigen Gründen.

Dabei ist die Sache doch ganz simpel. Wenn man sich manchmal auch etwas noch so sehr wünscht - es geht nicht in Erfüllung. Teilhabe an der Blogosphäre? Das ist nicht möglich. Es gibt keine Blogosphäre! Nach welchen Gesichtspunkten sollte sie sich darstellen? Alle nutzen ein Medium und gehören daher zusammen? Noch nicht mal aus technischer Sicht ist geklärt ab wann Internetsphäre als Blogosphäre anzusehen ist.

Und überhaupt - was hat Holgers Selbstunterhaltungs- und Ausprobierhomepage mit viel gelesenen Seiten wie eben Spreeblick oder Niggemeier zu tun? Gar nichts! Die Relation zur Website des Leipziger Zoos sind die selben - egal was man gern wahrnehmen möchte.

Die Metapher des Eisberges dessen Spitze man sieht ist total überholt. Die Blogosphäre, wenn man sie mal begrifflich aufgreifen möchte ist der ganze weltweite Ozean (vom Eisberg bis zum tropischen Regentropfen). Und überall schwimmen ein paar Eisberge - also dichtere Konglomerate - herum und ragen aus dem Ozean raus. Man kann sie deutlicher sehen, aber mehr auch nicht. Kein Grund sich aufzuregen das man nicht irgendwo dazugehört.

Hometown Content

NYTWer weiß schon wie viele interessante Städte es auf der Welt gibt, von denen man Geschichten erzählen kann. Kunst in Krakau, Geschichte in Dresden, Lebensfreude in Barcelona und Zukunft in Berlin. Und dann noch die kleinen, niedlichen Städte in der Peripherie. Jena wurde gestern an besonderer Stelle erwähnt - die New York Times berichtete über Jena, Deutschland und den Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre.

Na klar, die NYT ist am Ende auch nur eine Tageszeitung. Aber einer ihrer 32 Wirtschaftsberichte von gestern galt Jena und dass ist in etwa so als würde die FAZ von Arlington berichten. Ist also schon erwähnenswert, besonders mit folgendem Fazit:

Jena bustles like a transplanted Silicon Valley.

Würden die deutschen Zeitungen schreiben, dass sich der neue Ford wie ein Mercedes fährt? Ich hoffe die haben das nicht einfach so geschrieben. Aber auch falls der Vergleich hinken sollte - einen Botanischen Garten wie in Jena haben sie im Silicon Valley sicherlich nicht.

(via)

Was Professoren nicht verstehen

internet für alleAn der Uni hier in Bielefeld und an vielen anderen Unis sicher auch, gibt es einen Studiengang für Studierende ab 50. Vielleicht ist dieser in Bielefeld besonders weit gediehen, da der Rektor hier Deutschlands führender Experte für lebenslanges Lernen ist (bzw. sein soll - ich recherchier das jetzt nicht nach). Zumindest fallen die 50+ Studierenden durch ihre Häufigkeit in manchen Veranstaltungen schon sehr auf.

Dieser Studiengang ist nur altersbeschränkt und soll seinem Anspruch nach wahrscheinlich denjenigen Menschen die Gelegenheit zum Studium geben, die vor der Bildungsexpansion in den 1970ern nicht zum damals auserlesenen Kreis der Studierenden gehörten.

Er ist ein kleiner Teil des Versuches die Bildungskluft in Deutschland zu schließen. Was er aber gleichzeitig auch tut, ist eine ganze neue Kluft aufzuzeigen - nämlich die zwischen Jung und Alt. Die Grenze liegt irgendwo zwischen dem Geburtsjahrgang 1965 und 1975.

Der große Unterschied hüben und drüben dieser Kluft ist der Umgang mit Computer und im speziellen mit dem Internet. Professoren, und ich meine damit alle die ich persönlich erlebt habe, haben kaum Ahnung vom Internet, selbst wenn “neue Medien” unter anderen Schwerpunkten in ihrem Veranstaltungstitel steht. Professoren die sich allein mit “Medien” beschäftigen halten es für revolutionär einen Veranstaltungsplan bereits 3 Wochen vor Veranstaltungsstart ‘online’ zu versenden.

Nach einem, nicht mitgeschriebenem und deshalb nur quasi-zitierten, Ausspruch eines der Professoren von heute:

Ob Youtube oder anderes einmal das Fernsehen ersetzen wird halte ich für fraglich. Das ist mir zum Beispiel alles viel zu klein und putzelich

malte ich mir folgendes Szenario aus: Er sitzt in seinem Büro und ruft mal wieder nach seiner Sekretärin, da er Probleme mit einer Email hat. Das passierte schon mal in meiner Anwesenheit. Doch diesmal hat sie ein wenig Zeit ihm alles zu zeigen und zeigt ihm zusätzlich noch den neusten Youtubeklatsch, den ihr die Sekretärin von nebenan schickte. Er schaut sich das an, findet es aber nicht so lustig und denkt sich ‘son schruz‘. Auf den Gedanken, dort mal die Suchfunktion mit Irgendetwas selbst zu bestücken, darauf kommt er nicht. Ich weiß noch wie ich mir damals, nach meinem ersten Besuch, stundenlang Hans Zimmer Interviews und Schwimmweltrekorde anschaute. Seit dem weiß ich genau wo ich gucken muss. Im Pop-Archiv. So nennt man es und das zu Recht. Klein und putzelich? Egal - Hauptsache das was ich will und suche und zu meiner Zeit.

Einfach nur Kiste an und gucken is nich mehr. Wer das nicht versteht ist nicht doof aber alt! Und es betrifft nicht nur die Professoren sondern auch die Politiker, die von den Zeitungen und natürlich auch die vom Fernsehen. Alle sind alt und haben nicht wirklich Ahnung vom Internet.

(Bild: alvy)

Passend zur Schwimm WM

Man will von Boston nach Cambridge in England und weiß nicht wie? Man fragt bei Google nach und erhält den Tipp: swim across the Atlantic Ocean.

Die Genesis von Genesis

Mit den Künstlern ist es ja eigentlich so, sie schreiben ein Buch, drehen ein Film, malen ein Bild oder modelieren irgendetwas - machen es fertig und erst dann bekommt man es zu Gesicht. Die beiden Etappen Herstellen und Darstellen liegen dabei eigentlich grundsätzlich immer viel weiter auseinander als man einfach so glaubt, als Normalorezipient. Harry Potter ist nämlich gar nicht so ein toller Kerl nur weil wir es gut finden. Und auch die ganze Musik ist eigentlich nicht für uns so wie sie ist, es sei denn man ist Popstar-geprimed aber das ist auch wieder eine andere Sache. Vor allem die Bilder die uns gefallen sind nie wegen uns so gemalt wurden.

Bei Genesis das gleiche. In dieser Aufnahme von 1973 sitzt Tony Banks am Keyboard wie er es heute noch tut. Auch Mike Rutherford spielt seine Gittare wie er es heute noch tut und Peter Gabriel sang damals schon immer ein bisschen mehr für sich als für sein Publikum und hatte da schon ständig diese Handtrommel bei sich. Der einzige der sich tatsächlich verändert hat, meiner Ansicht nach, ist Phil Collins aber er hat sich schließlich auch direkt ins Rampenlicht gestellt.

Mal was persönliches

Ich bin umgezogen. Dafür gab es nur die besten Gründe, es wurde viel geholfen und das Bielefelder Wetter lies einen nicht im Stich… Und dennoch: Ich bin k.o. Zur Krönung der Umzugstage verbrachte ich den gestrigen Sonntag 6h in einer völlig überhitzten und überbevölkerten Schwimmhalle…

Und heute, als ich gerade dem Alltag nachging, das erste Mal seit zwei Wochen, schlug mir mein Ipod aus 600 Titel Dreaming while you sleep aus dem We can`t dance Album von Genesis vor. Was hab ich mich über mich selbst erschrocken, darüber dass ich diesen Titel noch niemals vorher gehört hatte. Wie konnte mir das bloß passieren. Ich hab doch schon vor 8 oder 9 Jahren damit begonnen Peter Gabriel und Genesis und Phil Collins zu hören. Genesis gefiel mir sogar mit Ray Wilson ausgesprochen gut. Selbst Mike and the 411210_170×170.jpgMechanics war mir immer ein Begriff.

Nuju - seit ich heute zuhause bin dudelt nun

All my life you lie silently there
All my life in a world so unfair
All my life and only Ill know why
And it will live inside of me,
I will never be free all my life,
Trapped in her memory all my life
Till the day that you open your eyes,
Please open your eyes

durch die neuen Räume. Und im übrigen, die Titel die dadurch aus der Dudelschleife der letzten Tage abgelöst wurden, sind:

  • Take That - Patience / weil Gary Barlow immer noch selbst schreibt
  • Robbie Williams - She’s Madonna / weil man die Pet Shop Boys raushört
  • Christina Aguilera - Hurt / Weil sie’s Britney Spears gezeigt hat
  • Herbert Grönemeyer - Lied 1 - Stück vom Himmel / wegen dem tollen Text… “Ein Stuhl im Orbit” usw.
  • David Bowie - Life on Mars? / Weil Sam Taylor gefangen in den 70ern war

So - wenn man sich das Video oben anschaut (direkt bei youtube) ist man ja ganz mitgenommen von der Hingabe (selbst bei dieser Qualität, der schlechtesten überhaupt von denen die ich bisher sah). Heute 15 Jahre später gibt’s das sogar wieder richtig live.

Xinging

Also ‘networking’ scheint der allerletzte Hit zu sein, dem man sich gerade aussetzen kann. Und das benötigte Vitamin C gibt’s am schnellsten im Internet, wo sonst, es muss ja heute alles neu sein und da man nocht nicht genau weiß wie gut oder schlecht neues ist, wird einfach alles im Neuen gestetet.

Im letzten Semester war ich ein paar Wochen in einer “Netzwerkforschung via Internet” Veranstaltung, die ich dann aber quasi verlassen musste nachdem man von Studentenseite dort ausschließlich auf Ideen kam den ‘Content’ in nem ‘Blog’ oder ‘Wiki’ festzuhalten, zu ‘networken’ oder - ach überhaupt - es nervt mich schon zu hören wenn jemand meint das ‘Content produziert’ wird und etwas ‘ziemlich spannend klingt’.

Das Beispiel an dem wir uns in der Veranstaltung entlanghangeln sollten war Xing, diese ultramoderne Firma die den Usern das sagenhafte Angebot macht auf eine weise Seite im Internet Name, Adresse, Beruf und Sonstiges zu hinterlassen, damit man von Gleichgesinnten gefunden wird. Alles möglichst auf Englisch und sowieso nur mit strahlendem Hochglanzpersonal, alle grinsend.

Das neuste Werbeplakat zeigt nun Flugzeuge, die Fortbewegungsmittel der Erfolgreichen. Herr M. hat was Herr K. braucht - der eine fliegt von München nach Hamburg (wo sonst hin, gibt ja nicht so viele Möglichkeiten zwei coole deutsche Städte miteinander per Flug zu verbinden ohne das jeder potentielle ‘Xingcostumer’ auf Anhieb erkennt, dass es dusselig wäre zu fliegen) der andere fliegt umgekehrt.

Und Xing hat jetzt angeblich die beste Möglichkeit gefunden, dass diese beiden Flugzeuge nicht aneinander vorbeifliegen, so steht es unter dem Bild.

Ich finde ja, und ich stütze mich da auf in meiner Erinnerung lagernde Weisheiten, die ich jetzt nicht belegen kann, dass networking im Internet gerade dazu in der Lage ist den offlineninen Bekanntenkreis ins Internet zu verlagern. An mehr glaube ich nicht, egal was die anderen sagen… Xing freut sich derweil über: “Business 2.0/CNN Money” findet Xing sei: “one of the world’s hottest Web 2.0 startups”. Naja, bei dem Bild überm Text denke ich nur an meine Kindergartenzeit, als diese Faden/Knotenspielereien mit den Fingern echt hot bei den 6 Jährigen war.

Einfach abgeschnitten…

Ich hab mich gerade beim Stern über Britneys neue Frisur informiert (wo sonst) und kam am Ende der Fotostrecke auf die Galerieübersicht, in der “Miss Germany - Wal” unterm Bild steht. ;-)

wal.jpg

Da hat’s die Technik einfach abgeschnitten. Oder ist die Wahl nun auch für Wale geöffnet, bei dem ganzen Hickhack um die zu dünnen Frauen wollen die vielleicht ein Zeichen setzen.

Wahre Helden sterben nicht

BatmanSie leben immer weiter. Nach dem letzten Superman vom vergangen Jahr, denn ich erst vor Tagen gesehen hatte und als ganz gelungen empfand - kommt nun (bald) auch Batman wieder. Er hat zwar nun keine lange Pause hinter sich aber ich dachte irgendwie Batman gehen die Schauspieler aus.

Anscheinend bedarf es nur einen echtem Fan (Christopher Nolan, der Regisseur) um Batman am Leben zu erhalten. 2008 gibt es Batman nun als “schwarzen Ritter” - wobei “Batman” gar nicht mehr im Filmtitel steht. Vielleicht gab es keinen Titelzusatz mehr, er hat ja alles schon gemacht. Er hielt die Welt in Atem, begann, kam zurück, war zu zweit - er tat nicht nur alles, sondern auch alles für immer - so ist er diesmal einfach ein Dark Knight.

Bei seiner Rückkehr 2008 gibt’s wieder einen Joker. Und im übrigen, alle wieder dabei: Heathe Ledger, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman und Hans Zimmer mit James Newton Howard im musikalischem Doppelpack. (Sofern diese Angaben 15 Monate vor Start des Filmes stimmen).

Aber da es noch so lange hin ist, freu ich mich erst mal auf Transformers. Michael Bay, Spielberg und Steve Jablonsky für die Musik. Es kommt immer auf die Mischung an. Sonst warte ich ja immer gerne auf die Würze von Jerry Bruckheimer, aber wie es aussieht lohnt es sich nicht dies im Kino zu tun. Dafür kommt er fünf mal die Woche im Fernsehen.

Last Action Hero

Rocky BalboaRocky Balboa ist ein echter Held. Ein echter Held. Nicht einer der aus der Leinwand klettert und am Ende des Films doch nicht zu sehen ist. Er ist auch nicht einfach ein Schauspieler der sich eine Maske auf- oder absetzt um ein Leinwandheld zu werden.

Er ist echt. Mit echten Fans, nem kleinen Restaurant, ner richtigen Boxerausrüstung, Muckis, und vor allem einem festen Schlag. All das, was man so braucht. Wenn Rocky boxt, holt ihn Michael Buffer in die Halle und Mike Tyson sitzt am Ring und pöpelt rum.

Und wenn er verliert, verlässt er die Halle unter Ablaus wahrer Rockyfans.

Wer das einschläfernd findet kann ja auf Lethal Weapon V, VI oder so warten.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Offenbar schon, hier gibt es ein Interview mit einer toten Frau

SZ: Hallo Frau Haucke, seit wann genau sind Sie jetzt schon tot?
Haucke: Ich habe von meiner Bank erfahren, dass ich am 3. November verstorben bin. Also vor gut drei Monaten.

Frau Haucke ist nämlich gestorben und hatte ein paar Schwierigkeiten das Gegenteil zu beweisen…