Das ist gut, da weiss ich jetzt was ich meine restlichen Ferien noch tun kann. Pastewka gucken ;-) und den Rest durchstöbern…
Unerträglicher Pocher
“Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Jugend - ein (noch) seltenes Paar” auf Phoenix - ist Grad mein Nachmittagsprogramm…
Pocher ist so ein Quatschkopf. Jedesmal wenn er dazwischenquatscht lacht sich das öffentlich-rechtliche Vor-Ort-Publikum schlapp. Anscheinend hören sie nicht richtig zu oder sie begrüßen einfach jegliche Gelegenheit nicht über das eigentliche Thema reden zu müssen…
Jetzt hat sich grad CCC Constanze Kurz zu Wort gemeldet und alle mit der Info überrascht, dass die Jugend einfach keinen Fernsehen mehr schaut, dennoch das Medienangebot nutzt. Die Moderatorin hörte sowas gerade zum ersten mal und ist 10 Min. später immernoch überrascht.
Wer ist John McClane
Der Action-Pazifist - einestages
Also, wenn das alles so stimmt, wie es im verlinkten Text steht - hätte es gut sein können, dass John McClane ein sorgenvoller aber in Notsituationen engagierter und bewaffneter Richard Gere wäre, der in Russland unter dem Filmtitel “Eine schwer zu knackende Nuss” gegen Hans den Hochhausrowdy im Kino angetreten wäre.
Soviel Infos zum warmmachen, im Text stehen noch mehrere Kuriositäten. (Bis auf die Autorenmeinung, dass die Stirb Langsam Fortsetzungen nur ein billiger Abklatsch sind, was natürlich nicht stimmt.)
Das soviel Historie in Stirb Langsam I steckt, habe ich nicht geahnt. John McClane gerade weil verletzlich so erfolgreich… Naja, sei’s drum, mein Actionheld bleibt Dolph Lundgren, man sieht an diesem ‘Bild mit Alltagsmenschen’ warum.

Er ist weiterhin aktiv und man weiss immer was man bekommt: Einen gut ausgebildeten, top-bewaffneten Action-Einzelgänger. Also gerade keinen John McClane.
Bild: Alan Light
Meine Lieblingsmusik
Das hier gehört nun schon seit ner Weile zu meiner Top 30 Liste, die ich vorrangig höre.
Ich galube, es gibt zu wenig Bands die sich um die ästhetische Gesamtkonzeption ihrer Arbeit Gedanken machen. Oder die anderen gefallen mir einfach nicht so wie das, was bei Angels ans Airwaves herauskommt…
Dieter Bohlen und Denny Crane
Dieter Bohlen ist hinglänglich bekannt. Vorweg noch ein paar Worte zu Denny Crane, dem Spaßmacher aus Boston, der schon mal ein eigenes Raumschiff hatte.
Er ist ein in die Jahre gekommener Anwalt in Boston bei “Crane, Pool & Schmidt“, der liebenswerten und erfolgreichen Anwaltskanzlei, die’s jede Woche bei Vox zu sehen gibt. (Zur Zeit grade Staffelpause) Denny Crane, der Legendäre, der nie einen Fall verloren hat, ist inzwischen alt und hat BSE, glaubt er. Und er passt sein Verhalten dementsprechend an. Langfristige Planung und Affektkontrolle ist für ihn Vergangenheit. Er lebt alles im Hier und Jetzt aus, was dazu führt, dass er schonmal ohne Hosen durchs Gericht rennt, wenn ihm die Richterin gefällt oder im Büro scharf auf Enten schiesst. Demokratische Positionen versteht er schon lange nicht mehr. Er ist Republikaner durch und durch.
Nun geschah es, dass Denny Crane zu einem farbigen Jobbewerber sagte: “Schön, sie klingen gar nicht wie ein Schwarzer!” Was natürlich bei allen Beteiligten, ausser ihm, für Bestürzung sorgte und schnell die mediale Runde machte. Um diese rassistische Äußerung wieder grade zu biegen, gab Shirley Schmidt (für ihn einzige Respektsperson und Freundin, ebenfalls Kanzleiseniorpartner und Juristenlegende) eine Pressekonferenz und meinte sinngemäß: Diese Äusserung ist nicht der Rassismus von Denny Crane sondern der der Gesellschaft. Als Anwaltskanzlei muss man den gesellschaftlichen Strömungen Rechnung tragen und sie eben explizieren.
Und genau das kann man auch über Dieter Bohlen sagen, wenn er die Jugen bei DSDS abwatscht. Das es seine Meinung ist, ist nicht das Problem. Sondern eher, dass es anschlußfähig ist. Zumindest im Prinzip. Denn eigentlich ist nicht mal das das eigentliche Problem, zumindest nicht meiner Meinung nach. Das er manchmal über die Stränge schlägt kommt eben vor, das wird unter der Varianz verbucht (deren Ereignisbereich besonders gern medial ausgeschlachtet wird).
Das Dieter Bohlen den Unverbesserlichen und Arroganten (manchmal auch Hilflosen - zugegeben) die Meinung sagt, ist doch eigentlich gar kein Problem. Nur weil es stattfindet, Aufmerksamkeit erregt und dadurch leicht handhabbar ist, wird es offen kritisiert. An eigentlichen Problemen, geht diese Art des vermeintlichen Jugendschutzes doch weit vorbei. Alles nur Geheuchel von Gutmenschen und Weltverbesserern. (Dieser Link nur mal exemplarisch als erster bei Google: Dieter Bohlen Kritik)
Bei Dieter Bohlen weiß man, er sagt das was er sagen will. Bei seinen Kritikern spielen jedoch oft die manipulativen, lobbyverzehrten und um Anhängerschaft heischenden Meinungsbildungsprozesse eine Rolle. Vor allem wenn die Aussagen aus kirchlicher und politischer Richtung kommen.
Legitimer Kindesmissbrauch
Wenn 17 - 23 jährige im RTL Mittagsprogramm zwischen 12 und 15 Uhr (also “Punkt 12″ und “Oliver Geissen Show”) meinen:
“Ich habe keinen Schulabschluß, mit der Ausbildung, dass muss ich mal sehen - jetzt geht das ja erstmal nicht mit dem Kind”,
dann ist das legitimierter Kindesmissbrauch. Und er kommt dort täglich vor. Nun, man kann nicht sagen, in welcher Form die Darstellung dort, die Themen- und Personenwahl, für irgend etwas repräsentativ ist oder in welcher Weise dort Realität auf Inszenierung trifft. Aber die Argumentation ist in sich plausibel und wird auf Gehör und Nachahmung stoßen. Sie wird verstanden, wie sie verstanden werden will.
Erschwerend ist, dass die Erklärung, weshalb diese Argumentation dennoch falsch ist, ablenkt und entmündigt ein gewissen Grad an Intelligenz erfordert, der einfach nicht mehr aufzufinden zu sein scheint.
Die Mädels lassen sich intrinsisch motiviert entmündigen. Sie können sich nicht vorstellen, dass sie gerade weil sie ihrem Wunsch nach Kindern nachgehen, die Gesellschaft umkremplen können. Statt dessen akzeptieren sie genau das Gegenteil.
Daher: den Kindermissbrauch begehen nicht die jungen Mütter, sondern die, die ihnen andauernd Rabenmuttertum vorwerfen, wenn sie sich (nicht trotz, sondern durchaus mit dem Kind) dennoch selbstverwirklichen wollen.
Es gibt so viele latente Entmündigungsmechanismen in Deutschland, die müssten alle mal aufgelistet werden.
Slippery When Wet II
Nicht erst seit der EMA-Show von gestern, bin ich ein Tokio Hotel Fan. Aber seit ihr noch ein bisschen mehr:
Und da Leute, die sonst nichts zu lachen haben, gerne über Tokio Hotel und ihre Fans lachen, hier noch ein Hinweis: Wer lacht, schaue sich die Fans von Depeche Mode bzw. Dave Gahan an - die benehmen sich genauso.
Das soll nicht heissen, das ich was gegen diese Art der Augenblickseuphorie habe - aber sie findet sich eben überall und hat nur zufällig mit dem angesprochenen Künstler zu tun.
Sozialromantik
Googles aktuellen Leitsatz: “The web is better when it’s social”, finde ich ganz schön cool in Szene gesetzt. Wer bei dieser einstündigen Präsentation des Opensocial-Vorhabens noch Zweifel daran hat, dass tatsächlich alles besser ist, wenn es sozial ist - tja, dem ist nicht zu helfen. Lagerfeuer, gute Stimmung, Teechen - alles dabei. Nur gesungen wurde nicht.
Man könnte beinah behaupten, sie haben den Sozialismus noch nicht ganz abgeschrieben. heyho socialism 2.0!
Offenbarte Tölpelei
Es ist Jahrtausende her, dass Platon die Empfehlung gab, man solle einen Staat von Philosophen lenken lassen. Menschen die alles im Griff haben, alles überschauen, vorurteilsfrei urteilen, mehr als andere wissen - eben prädestiniert sind für die große Aufgabe letzte Instanz zu sein und alles beieinander zu halten.
Als jüngerer Mensch glaubte ich in so einer Welt zu leben, ich schrieb es vor ein paar Wochen schonmal. Es ist doch alles so prächtig, wir hungern nicht, leiden nicht, leben lange und ziemlich zufrieden.
Also kommt man zu der Frage - wie kann es sein, dass es uns so geht und wir dennoch über die schimpfen, die die letzte Instanz ausfüllen. Also: Bernd Ulrich stellt diese Frage, Politiker und Politikverdrossenheit sind gemeint und Politiker finden diese Frage berechtigt. Ich hingegen tendiere eher zu dieser Antwort.
Es gibt keine letzte Instanz die alles regelt. Es ist ein freies Spiel der Kräfte. Die grossen Fragen können meist gar nicht politisch geklärt werden, weil es keine politischen Fragen sind. Einer Oswald Meztgers Lieblingssätze aus dem Artikel:
Wer Politiker verachtet, verkennt ihre wahre Größe.
Politiker sind keinesfalls eigenständig entscheidende, unabhänig handelnde, alles beachtende philosophische Staatslenker. Die Politik moderner Staaten ist im Grunde in etwa so angelegt, durch ihre abgeordneten Demokratievollzieher, als Gegenpol bzw. Mitspieler im Kräftespiel zu wirken.
Mittlerweile hat sie ihre Aufgabe aber aus den Augen verloren und pendelt (nur noch) zwischen Volksbegehren und Lobbyarbeit. In Europa überwiegt im grossen und ganzen die Lobbyarbeit, in Amerika ist es noch eher das Volk, das Politik durch viel direktere Zugänge ausgestaltet.
Politiker haben eine wahre Größe, wie sie jeder andere Mensch auch hat. Sie sind mit ihrem autorisiertem Status nur wichtiger, da sie weitreichender entscheiden. Wer auf einem Gebiet gepunktet hat, kann jedoch auf anderen Gebieten schnell zum Tölpel werde. Nach ein, zwei Ausflügen in fremde Gefilde ist es mit der wahren Größe schnell vorbei.
Aber Politiker sind nicht die einzigen, die plötzlich Quatsch machen. Schaue man sich Eva Hermann an. Ausgestattet mit der Möglichkeit unglaublich viele Menschen zu erreichen, nutzt sie ihre Popularität um einen wahrhaftig unglaublichen Fehler zu beghenen, wie man ihn nicht mal im privaten Bereich von vielleicht 10 Menschen duldet. (An die These des cleveren Marketings glaube ich nicht).
Scheint alles nicht so einfach zu sein, wenn man einmal an der Macht ist. Sei sie medial, juristisch, politisch, o.ä..
Besonders schlimm ist aber, dass es zunehmends so kompliziert zu werden scheint, dass man selbst auf seinem eigenen Fachgebiet die Kontrolle verliert und alles den Bach runter geht, wie diese Siemens Untergangsgeschichte zeigt.
Fazit: Bloß nicht an höhere Mächte glauben, die es schon regeln werden. Und niemand hat von amtswegen wahrere Größe.
Kartenhaus Wirtschaft
Damals, als ich noch ein Schüler war, umsorgt von Mama und mit dem Glauben an eine höhere Macht, die alles letztendlich irgendwie erfolgreich zusammenhällt - sprach mal unser Sozialkundelehrer davon, dass alles doch nur vom Menschen abhinge, dass nichts grösser sein kann, als dass es Menschen leisten könnten und das z.B. die Wirtschaft nur ein wackeliges Kartenhaus ist, das natürlich jederzeit einstürzen kann.
In den Jahren, die seit dem vergangen sind, hat es sich immer mehr bestätigt, dass es stimmt, dass auch in den wichtigsten Chefetagen nur Menschen sitzen, und die reichsten und einflussreichsten Entscheider nur selten cleverer oder erfahrener sind als der cleverste und erfahrendste der nächsten 50 Nachbarn.
Doch, wenn ich sowas lese wie hier, zum Börsenkrisenthema bei der Tagesschau:
Wichtig sei, dass bis zum Abend die Marke von 7300 Zählern zurück erobert werde, sagte ein Händler. “Sonst kann der Dax schnell auf 7200 Punkte oder sogar noch tiefer abstürzen.”
bin ich mir ehrlich nicht sicher, ob die Entscheider bzw. In-Der-Hand-Haber nicht doch noch einfacher, normaler, inkrementalistischer sind als meine Nachbarn. Alles hängt davon ab, ob die Zahl am Ende des Tage nahe einer runden, mit zwei Nullen ist.
Dieses Statement ist noch Schicksalsergebener, als wenn ostdeutsche Frauen vom Land ‘95 mit “Mich fragt doch keiner!” zitiert werden. Nicht nur, dass die Wirtschaft ein noch stehendes Kartenhaus ist, es muss auch noch ein schönes sein - damit alles funktioniert.
(Bild: Alex Clark)
Transformers
Wenn ich ins Kino gehe, hab ich immer gehobene Erwartungen. Diese sind nicht immer gleich - ergeben sich aber immer aus der Idee-Handlung-Darstellungs-Konstellation. Das sind die drei Idealtypen die jeder Film mehr oder weniger stark ausprägt um mich zu unterhalten.
Die Überproportionalität der Idee hat zur Folge, dass Handlung und Darstellung meist vernachlässigt wird. Als Filmemacher kann man dann entweder Filme wie it’s all about love drehen und alles daran setzen, dass Handlung und Darstellung mit der Großartigkeit der Idee mithalten - oder man macht es sich einfach und vernachlässigt alles was einen Film ausmacht und nennt es Dogma.
Wenn Handlung den Film dominieren soll, vielleicht weil die Idee nicht so ausgereift ist oder weil für eine ordentliche Darstellung das Geld oder anderes fehlt, wird es meist ein Thriller, ein verfilmtes Buch oder eine Dokumentation. Zu sehen bei den ganzen Pinguin-Reportagen der letzten Jahre, den verfilmten Harry Potters, Robert Langdons und Hannibal Lecters oder eben Teenieschockern wie Scream. Selten wird dort mehr dargestellt, als für die Handlung notwendig ist.
Wenn Darstellung das höchste Gut eines Films ist, fühle ich mich meistens am besten unterhalten. Die Idee des Films ist dabei meist völlig unerheblich, gibt es oft auch gar nicht. Die Handlung wird so gestrickt, dass alles was dargestellt werden soll zumindest mit einem Mindestmaß an Logik miteinander verknüpft wird. Ganz vortrefflich zu sehen im neusten John McClane Coup.
Nur ganz selten gelingt es einem Filmemacherteam alle drei Ideltypen in einem Film gleichwertig zu vereinen. Zuletzt war das mit it’s all about love 2003 und The Rock 1996 der Fall. Und eben das Team um The Rock mit Michael Bay im Zentrum orientierte sich über die Jahre meiner Meinung nach am nächsten an dieser Linie. Es sind daher nicht viele Filme geworden: The Rock, Con Air, Armageddon, Pearl Harbor, Bad Boys I & II, Die Insel und nun ganz neu die Transformers.
Zumeist war es Jerry Bruckheimer, der alles anleierte bevor er anfing mehr Fernsehen mit CSI zu machen. Und wenn Bruckheimer produziert, ist es meist Hans Zimmer der die Musik beisteuert. So in The Rock, Pearl Harbor, Bad Boys II - oder seine Kollegen Steve Jablonsky für Die Insel und Transformers und Trevor Rabin für Con Air und Armageddon.
Je nachdem ob man nun Michael Bay oder Jerry Bruckheimer oder Hans Zimmer ins Zentrum setzt, die Filmteams sind ein enger, konstanter Kern und sie bringen regelmässig nur das Beste ins Kino.
Als ich zuerst davon hörte, das diesmal bei Transformers nicht Jerry Bruckheimer das große Ganze zusammenhällt, sondern Steven Spielberg, hatte ich noch Bedenken, das kleine hilfsbedürftige Kinder durch die Handlung geschleppt werden, wie z.B. in Jurassic Park - dem war nicht so - eigentlich sah es alles ganz und gar nicht nach Spielberg aus - sondern ist ein vortrefflicher neuer Michael Bay Film mit Musik von Steve Jablonsky geworden. Sollte man sich im Kino angucken um nichts zu verpassen.



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