Kleine Ipod Geschichte

Ich hatte mir im August einen Ipod geholt. Und ausser den kleinen Anfangsschwierigkeiten hatte ich mit ihm immer meinen Spass. Nur irgendwann fing er an zwischendurch einfach auszugehen. Bzw. schaltete er sich nicht aus, sondern blieb wie ein Windows PC einfach hängen, was man ja nun so gar nicht von einem Apple Produkt erwartet. Ich hab das dann ne Weile hingenommen, bis ich mich Ende November doch entschied, ihn mal zurück in den Laden zu bringen, damit er mal durchgechecked wird. Heut (nach 3 Wochen…) bekam ich ihn nun wieder. Auf der Reperaturquittung stand “Funktionstest ok. kein Fehler gefunden.” Dennoch bekam ich einen niegel-nagel neuen Ipod. Und das, ohne dass der Elektronikmarktangestellte davon wusste.

Apple scheint so viele von den prä-facelift Ipod Nanos rumliegen zu haben. Die verschenken sie einfach

Lieblingswörter

“Fanmeile” ist nun das Wort des Jahres 2006. Das find ich gut! Aber die anderen Worte des Jahres, es sind ja jeweils 10, sind auch nicht schlecht. “Problembär” und “Kliensmänner” sind auch ganz passend, “Rechtschreibfrieden” hab ich allerdings auf dieser Liste das erste Mal gelesen. Eine insgesammt sehr gelungene Wortschöpfung ist aber meiner Meinung auch das “Prekariat”, denn bei dem ganzen Unterschichtengelaber - bei dem der eine beschreiben, der andere werten und der dritte erklären will - kommen Worte wie Prekariat genau richtig.

Weihnachtsgeschenke

Jedes Mal, wenn ich meinen Browser öffnene, springen mir exakt 30 brandaktuelle Newsüberschriften entgegen. Eine davon lautet im Moment so: Schwarz-Pharma schenkt jedem Mitarbeiter 10.000 Euro.

Ich weiss nicht mehr wo ich es gelesen hatte aber irgendjemand der sich damit auskannte meinte, die WM 2006 hätte in der deutschen Bevölkerung Glücksmomente ausgelöst, für die man jedem Einzelnen ansonsten hätte 500 Euro schenken müssen.

Bei Schwarz-Pharma bekommt also jeder Angestellte 20 WM Glücksmomente geschenkt, einfach so. Während die Franzosen gerade für ihr ultimatives WM Glück klagen (letzter Beitrag).

Wo ich bin ist google auch

google helferVor einiger Zeit wollte ich in meinem ersten Writley-Überschwall schon wieder übers coole Internt und Google los lobhudeln, hab ich mir damals aber verkniffen. Aber nun, nach einigen Wochen der aktiven Nutzung, will ich es doch kundtun: Google ist cool und alles andere nicht.

Wer einmal dieses tolle spreadsheet und docs dingens ausprobiert hat, tritt alles ander in die Tonne oder lässt es gleich Links liegen. Ich frag schon gar nicht mehr nach Word, oder den anderen Kram. Ich suche auch nicht mehr lange nach meinem USB Stick. Und ich mache mir auch keine Gedanken darüber ob ich meine Hausarbeit dort weiter schreibe wo ich sie begonnen habe, oder ob ich sie dort ausdrucke wo ich sie zu Ende schrieb. Das sind quasi alles nur noch Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.

Der einzige (potentielle) Minuspunkt ist, das mein schöner Text wer-weiss-wo (potentiell) zu finden wäre… Aber solange ich es weder mit geheimen noch (finanziell) wertvollen Sachen zu tun habe, kommt mir das alles sehr recht und belebt mich mit Satisfikation.

(das letzte Wort las ich grad bei Luhmann, sehr schöne Sprache)

Mysteriöse Politik

Die beiden...Es gab mal eine Zeit, da war die Politik eine Sache für Macher. Da wurde noch im Stillen operiert und geplant und wenn dann die Zeit für eine Durchführung war, wurden die paar Journalisten die anwesend waren informiert um was es ging. Damals waren es noch die Politiker selbst, die die Zeit hatten alles im Hinterstübchen vorzubereiten. Man konnte sie nicht sehen und hörte sie auch nicht, bis es ihr Wunsch war sich zu äussern. (So stell ich mir das zumindest alles vor)

Heute ist es ja bekanntlich ganz anders. Jeder wird beobachtet und abgehört, befragt und durchleuchtet. Friedrich Nowottny erzählt ja immer mal Geschichten von damals - da wird der Unterschied besonders deutlich.

Aber - es scheint dennoch auch heute noch Platz für Intrige und Kumpelei zu geben. Ich halte sie insgesammt nur für eine grosse, im ganzen nicht unbedingt glaubwürdige Story - aber es mal zu lesen ist ganz interessant.

Im groben geht’s darum, dass Schröder und Stoiber sich hätten vorstellen können miteinander die grosse Koalition zu machen. Ich weiss noch wie Beck damals erzählte, dass man CDU und CSU auch mal ausseinader rechnen kann - aber, das dass zu einem ganz anderem Gedankengebäude gehört haben soll … nuju - wer weiß..?

Category 7, was solls..?

SturmFernsehen schaue ich mittlerweile wirklich selten - bis auf ein bissl Jerry Bruckheimer und ZDF Investigation ist nichts mehr dabei was ich gucken muss.

Heute Abend gab’s eine Ausnahme, es hat sich ergeben, dass ich Category 7 - Das Ende der Welt sah. Ein Schruuuuuz. Die Story: Ein Riesenstrum bricht über die Welt her (bzw. mal wieder nur Amerika) und der Trick um ihn zu bekämpfen ist, einen heldenhaften Airforce Pilot in den Sturm und damit in den Tod zu schicken damit er Daten sammelt, die dann zu folgendem Plan führen: Man schaltet in allen Städten den Strom ab, dadurch wird es kühler und der Sturm schwächt sich ab. Und tatsächlich - es hat funktioniert. Zitat am Ende des Films (in etwa):

Wir danken der FEMA, ohne sie wäre der Sturm bis nach London und Helsinki vorgedrungen - und diese beiden Städte können sich glücklich schätzen, das dass Unheil abgewendet wurde.

Eigentlich alles viel zu dämlich. Die Story und die Idee. Das Amerika jetzt auf einmal den Umweltschutz als Problem (oder überhaupt als wahrnehmbar) aktzeptiert ist wieder so eine Sache, über die man sich eher wundern als freuen kann. Al Gore ist ein toller Typ aber er hat dieses Thema auch nicht erfunden, egal wie sehr der Film in den USA eingeschlagen ist, den er machte und der “Eine unbequeme Wahrheit” nennt.

Ich kann mich noch erinnern wie wir in der Grundschule darauf hingewiesen wurden was FCKW ist und was es macht. Und das es 20 Jahre dauert bis dieses Wirken aufhört, wenn man jetzt damit aufhört es zu benutzen.
Diese 20 Jahre sind noch nicht ganz um aber zu 3/4 - und das was uns erzählt wurde und in den bunten Büchern illustriert war, ist heute überall als Realität erkennbar. Es ist offensichtlich zu spät.

Letzte Woche gab’s in unserer Uni einen Vortrag von Greenpeace über die Abholzungsproblematik des Regenwaldes in Brasilien. Diese ganzen Sachen die da vorgetragen wurden, waren doch genau die selben die auch damals vor 15 Jahren erzählt wurden. Kann man davon ausgehen, das dass alles nichts bringt? Ich finde: man kann.

Meine Einstellung hat sich im letzten Jahr zumindest geändert. So sehr sich Greenpeace bemüht, so sehr sich die paar ehrlichen Politiker bemühen - es bringt doch nichts. Aber dadurch das wir letzendlich nur uns selber schaden, sehe ich es neuerdings locker.

So lange die Erde in einem Stück bleibt und schwer genug ist um ihre Atmosphäre zu halten ist alles in Ordnung. Tiere die wir ausrotten kommen wieder wenn Wir weg sind. Regionen die wir Zerstören regenerieren sich wieder wenn Wir weg sind. Und wenn wir uns langsam selbst vernichten ist das eben eine natürliche Tatsache. Kein Grund mehr sich sinnlos darüber aufzuregen!

Das wir allein durch unsere Ernährung schon wieder eine kürzere Lebenserwartung haben als die vorhergehende Generation, ist doch auch so eine Tatsache die niemanden stört, nicht mal die Natur.