Rätselhaftes Amerika

Washington Wire - WSJ.com : Obama Rally Draws 100,000 in Missouri

St. Louis ist ungefähr 5% größer als Bielefeld, 350.000 Einwohner (allerdings mit einem Einzugsbereich von 2.500.000, den Bielefeld nicht hat). Dennoch: 100.000 Menschen bei einer Wahlkampfveranstaltung, in einem Land, das chronische Angst vor seiner Regierung hat und in dem einige Menschen tatsächlich glauben, der politische Gegner sei ein Terrorist.

Man kann das gar nicht in Relation zu einem deutschen, äquivalenten Beispiel bringen. Mir fiele nichts ein. Amerikaner sind wirklich komisch. Die einen sind dumm und die anderen sind verrückt. (So aus Europa betrachtet.)

(via reddit)

Menschen sind auch nur Kängurus

taz.de -Luhmann und die Kängurus

Manchmal gucke ich ja Fernsehen und denke (ernsthaft), die ausgestellten Menschen dort sind nicht klüger als Affen. Sie haben die Fähigkeit zu reden, aber ansonsten…

In Bielefeld gibts seit ein paar Monaten in den U-Bahn-Stationen Bildschirme, die allen möglichen Trallalla zeigen. Man kennt das aus den großen Städten, sie hängen gegenüber des Bahnsteigs und lenken die Menschen von sich selber ab.

Dirk Baecker sagt im Text, Luhmann hatte Spass an Kängurus, die sich auf genau die gleiche Weise, durch Ablenkung ihrer Sinne, voneinander ablenkten um Streiterein zu beenden.

Da bekommt der Witz: “Ah Soziologie. Schön, was mit Tieren!” gleich wieder Sinn.

(via)

McCain, wie er vielleicht wirklich ist

egghat’s blog: Mc Cain mal lustig …

Jo, es gab letzte Woche schon einen Mitschnitt, in dem McCain seine Unterstützer, die fragten ob Obama ein Terrorist sei, in Schach halten musste und ihnen bei dieser Gelegenheit vor laufenden Kameras sagte, Obama sei ein ehrenwertes Mitglied dieser Nation. Er hatte es mit den berüchtigten Geistern zu tun…

McCain, der Jahrzehnte Politik in wichtigen Hinterzimmern und wenn öffentlich, immer als Chairman irgendwelcher Gremien machte, war das letzte Jahr nicht wiederzuerkennen. Ich denke, wenn der Spuk des Wahlkampfes vorbei ist, er sich selbst wiedererkennt, wieder Ruhe hat und tatsächlich wichtige Sachen regeln kann, im Umfeld von Leuten die er sich selbst aussucht, wird er sich zurücklehnen und selbst über Sarah Palin lachen, nachdem er sie noch am Abend des 4.11. ins Flugzeug nach Alaska gesetzt hat.

Wie soll das noch was werden?

Oh man, diese Tages- und Festgeld-Garantie von Angela Merkel wird so langsam ein neues Übel, selbst Supermärkte schreiben nun schon ihre Mitarbeiter an und werben mit 5,40% Festgeldzinsen. Noch schnell die letzten Reserven des Volkes einsammeln, kurz (ver)spekulieren, die Volatilität ist ja ein Geschenk Gottes für nervenstarke Händler (falls es schief geht, steht ja das Deutschland-Backup bereit) und kräftig Gewinne mitnehmen. Man gucke sich mal den Nikkei 100 an. 11% hoch und gleich wieder runter – ein Witz, an den anderen Börsen ist es nicht anders. So lässt sich die Bindestrichmarktwirtschaft nicht retten…

Endlich auch in Bielefeld


The supercool Amigos.

Katja Saalfrank in der Uni Bielefeld


Heute, großes Fremdschämen in der Uni Bielefeld. Katja Saalfrank war zu
Gast, die charmanteste und in ihrem Beruf fähigste Person, die man so auf
dem Schirm hat. Aber was bot ihr unsere Pädagogik (also ich bin Soziologe,
mit “unsere” meine ich diese Fakultät ein paar Flure weiter in unserer Uni)
für ein Setting..? Peinlich, kann man dazu nur sagen. Ahnungslose
Pädagogikvollhonks, die glauben etwas zu können, weil sie lernten das es
neben Powerpoint-Unterstützung noch cooler ist, einen Vortrag zu zweit zu
halten und sich alle zwei Sätze miteinander abzuwechseln. An alle Pädagogen:
“Ihr habt mit Menschen zu tun - ihr braucht keine Methode, die ihr an
lebensfernen Unis auf theoretische Weise lernt! Ihr braucht Persönlichkeit,
Allgemeinwissen und Erfahrung. Ansonsten ist das alles nichts wert was ihr
da treibt.” Ich hoffe, alle methodenverpeilten, seminarverschwiegenen und
theoriegläubigen Pädagogikstudenten haben sich heute ein Beispiel daran
genommen, wie man ihr Handwerk vernünftig umsetzt. Katja Saalfrank war das
Positiv-, euer Fakultätsdekan das Negativbespiel.