Evolutionstheorien

Ob die soziologische Evolutionstheorie hiervon lernen kann?

Nach dem verlinkten Experiment zu urteilen, gibt es keine Teleologie des biologischen Lebens. Das biologische Leben ist seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert. Bei unsgünstigen Bedingungen geht es entweder direkt zu Grunde oder wird von den besser angepassten Artgenossen überrannt.

Für soziale Einheiten gilt das nicht in diesem Maße. Das Rad wurde immer wieder und überall erfunden. Trotzdem gibt es die Äquifinalität, die da dahintersteht, wohl nur etappenweise und nicht für das große Ganze.

Hilfreich ist wohl auch, sich die Differenz von Semantik und Sozialstruktur anzuschauen. Auf sozialer Ebene kann man sich die ungünstige Umwelt passend zurecht Reden. Man schafft damit auch eine eigene Realität. Die Frage ist jedoch, wie sehr sich diese Semantik gegen die strukturellen Wahrheiten wehren können? Oder ob sie nicht doch direkt strukturelle Wahrheiten schaffen, auf denen dann wieder entsprechende Semantiken aufsetzen können?

So käme man zu dem Argument, dass sich der Mensch seine ganze Geschichte inkl. aller Kriege herbeigeredet hat. Die Evolution geschichet auf sozialer Ebene demnach nicht im Blindflug sondern die strukturellen Neuerungen sind vorhersehbar, wenn man sich die Semantik anschaut.

Die Semantik von heute ist die Realität von morgen.

(Hier habe ich das Argument übrigens genau anders herum gebaut ;-)

Schreibe einen Kommentar...