Eigentlich: Entweder Oder

geis_no0.jpgWenn man Norbert Geis zuhört, wie er die Tötung/Inhaftierung von ‘Gefährdern’ rechtfertigt, ohne eine Definition von Gefährdern liefern zu können - muss man feststellen, dass Aussagen wie seine unglaublich blöd sind. Das ist keine Schmähkritik, sondern eine objektive Feststellung.

Er sagt weiter:

Frage: Aber haben die Terroristen auf der anderen Seite nicht schon gewonnen, wenn sich der Rechtsstaat so deformiert?

Antwort: Das würde ich nicht sehen. Es geht, ähm es geht. Wir brauchen die Sicherheit um die Freiheit zu haben. Und wenn unsere Sicherheit angegriffen wird, wird damit im nächsten Schritt auch unsere Freiheit angegriffen. Die Sicherheit und die Freiheit sind die selbe Medaille und deswegen halte ich davon nichts zu sagen: Indem wir unsere Sicherheit versuchen noch sicherer zu machen, als wir sie haben, würden wir damit unsere Freiheit beschädigen, davon halte ich nichts.

Das der letzte Satz nur Humbug ist, liegt doch auf der Hand. Wenn Sicherheit und Freiheit tatsächlich zwei Seiten einer Medaille wären, muss man sie zwangsläufig gegeneinander aufwiegen. Jeh mehr Sicherheit desto weniger Freiheit bzw. umgekehrt.

Die Freiheit des Gefährders gehört zur Freiheit dazu. Solange man nicht sagen kann, wer ein Gefährder ist, ist jeder und niemand eine Gefahr, kann eingesperrt und getötet werden.

Terrorismus ist nicht der Strassenverkehr, in dem man Gefährder ausmachen kann indem man Geschwindigkeiten und die Ablaufdaten von TÜV Plaketten vergleicht.

Terrorismus lässt sich nicht verhindern - solange einem Freiheit wichtig bzw. gleichwichtig erscheint. Erst Sicherheit, dann Freiheit - sich das einzugestehen ist doch kein Problem. Wenn man es vernünftig begründet, versteht es vielleicht auch die erforderliche Mehrheit. Falls sie es nicht versteht, ist man demokratisch abgemeldet und kann über seine Freiheit-Sicherheit-Medaille zuhause mit seinen Liebsten philosophieren und braucht nicht alle zu veralbern.

Ich bin der Meinung, es wäre vernünftig die aktuelle Debatte einfach abzubrechen, bis tatsächlich ein Terroranschlag stattfindet.

Donnersmarcks Ansichten

Ich hatte es hier ja schon kurz erwähnt. Florian Henckel von Donnersmarck ist verärgert, weil er auf unerwartet viel Widerstand bezüglich der Verfilmung von Stauffenbergs Leben durch Tom Cruise gestoßen ist. (Soweit allgemein bekannt)

Nun hab ich auch seinen Text aus der FAZ gefunden. Per FAZ-Archiv kostet er Geld (€ 1) - über Google war er kostenlos zu finden - wer weiß was sich die FAZ dabei denkt…

Die Essenz ist: Seine Mutter war so tief beeindruckt vom dem Held Stauffenberg, das von Donnersmarck jetzt noch die Gespräche über dieses Themas lebhaft in Errinnerung sind. Es ist quasi ein Herzensanliegen von ihm, auch diesen Teil der Nazizeit zu zeigen - und das funktioniert nur auf eine Weise: mittels Film. (Wahrscheinlich hällt er alle weiteren Verbreitungsmedien für völlig ungeeignet auch nur irgendwas zu kommunizieren.)

Nun gab es seiner Meinung nach eine beinah göttliche Fügung die echte Hollywoodgrößen veranlassten, dieses Thema auch, auf die einzige von von Donnersmack akzeptierte Weise, dem Film, umzusetzen. Doch was passierte: Dumme Politiker, dumme Familienangehörige (Stauffenbergs) und überhaupt fahren Widerstand auf, argumentieren abwegig und haben eigentlich sowieso keine Ahnung.

Hier nun meine Quintessenz aus seinem Brief (aus dem Zusammenhang gerissen und zusammengstückelt - Hervorhebungen auch von mir eingebaut):

Zitat #1:

Ein Spielfilm über Stauffenberg wird eine verdichtete Wahrheit sein, das heißt eine komprimierte Wahrheit, von der starken Hand des Autors zusammengepresst. Eine solche Wahrheit ist durch ihre große Dichte pro Kubikmillimeter (oder pro Sekunde) aber sogar wahrer, als es die lockere, unverdichtete Wahrheit je sein könnte.

Zitat #2:

Ich will sehr hoffen, dass kein Politiker sich zu einer solchen Überheblichkeit bekennen würde.

Wie es alles zusammenhängt kann man in seinem Brief nachlesen. Er ist zwar ein geschickter Schreiberling - aber mich überzeugt er in keiner einzelnen Passage des Textes.

Hoch lebe der Film!

Und doch…


Wenn man genau hinsieht, erkennt man eine Blüte :-)

Der schwarze Mann

Es ist noch ne Weile hin bis zur Abwahl von Bush - ich hab mich dennoch schon vor längerem entschieden. Ich bin für die Frau - und zwar nur weil sie eine Frau ist. In Frankreich hat`s nicht geklappt. Ich hoffe das beste für Hillary Clinton. Nach dem letzten Bush ist auch ein Clinton ins amerikanische Weiße Haus gezogen - und wie man weiß wiederholt sich Geschichte von mal zu mal.

Ein weiter Grund neben dem Geschlecht, ist die Düsternis auf der Website von John McCain. Er stellt ohnehin die einzige Gefahr für Clinton dar. Nun, da ich aber seine Website gesehen habe denke ich, er ist damit auch aus dem Rennen.

Zum vergleichen, hier das Gute:

Das Gute

und dazu, wie sollte es anders sein… Das Böse:

Das Böse

Ob er nun tatsächlich böse ist weiss ich nicht. Die paar Mal, die ich ihn im TV sah, wirkte er eigentlich ganz nett - aber diese Selbstdarstellung ist noch düsterer als Klamauk auf Six Feed Under.

iPhonekosten = 2000 Dollar

Jetzt bin ich doch überrascht… Für so eine Preisgestaltung ist der normale Europäer doch viel zu verwöhnt. Monatliche Grundgebühr zwischen 60 und 220 Dollar - über 24 Monate..?

Falls sich Apple mit der Telekom nicht einigt, dass es nicht mehr als 20 Euro im Monat an Fixkosten übertrifft, ist der urbane Penner schonmal aus dem Rennen - und damit wohl der bedeutenste Teil der Kundschaft.

Alle Lorbeeren verspielt!

Zitat von FAZ.net:

Cruise, so schreibt Donnersmarck in einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Dienstag-Ausgabe), „ist der erfolgreichste aller Superstars“. Indem er sich der Rolle Stauffenbergs annehme, werde er „sein Superstar-Licht auf diesen seltenen glanzvollen Moment im düstersten Kapitel unserer Geschichte werfen. Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können.“

Zehn Fussballweltmeisterschaften also… Spinner! Der Trubel um die deutsche Geschichte ist schon ganz recht, man muss anscheinend wirklich aufpassen wen man mit welchem Thema rumhantieren lässt. Da sollte zu Recht auch keine Vorarbeit Kredit geben!