Für das persönliche Studium generale hält das ZDF seit Jahren ihr Nachtstudio parat - darin wird beinah alles thematisiert. Statt eines thematischen Pols gibt es dort Volker Panzer, der seine Gäste immer mit Bedacht wählt und so immer unterhaltsame Gespräche bereit hält, egal um was es geht.
Gestern sah ich eine wirklich unterhaltsame Runde. Volker Panzer redete mit: Harald Lesch, der mit seiner Pfeife bestückt, gewohnt geruhsam erzählte, Hans-Arthur Marsiske, der beinah noch geruhsamer über seine Ideen sprach, die er mit soziologischem Hintergrund journalistisch in Büchern verwirklicht und Andreas Eschbach, der als Sci-Fi-Autor auch etliches beizutragen hatte; zum Thema:
“Die zweite Erde - Gibt es doch Leben im All?”
Nun weiß ich, es gibt inzwischen Astrobiologie und wir haben Planeten gefunden, die selbst Wissenschaftler als “Erde II” bezeichnen - wir können also demnächst aufbrechen.
Was das Gespräch vor allem zeigte war, dass man kaum geerdete Gedanken-Maßstäbe in dieses Themengebiet übertragen kann. Alles ist zu weit weg, verhält sich viel zu anders und außerdem dauert alles viel länger.
Andersherum, kann man vom Nachdenken über das Weltall irdische Gedanken ganz neu erden. Eine der denkwürdigsten Beiträge kam von Hans-Arthur Marsiske (in etwa):
Wenn wir uns überlegen, was wir alles bräuchten und bewerkstelligen müssten, um auf dem Mars leben zu wollen - dann erkennen wir rückwirkend erstmal, was uns die Erde alles einfach so schenkt.
Ja - das stimmt wohl. Und die Idee lässt sich sogar, im Sinne aller BWLer und sonstiger Wirtschaftsrechner exakt nachrechnen.
