Transformers

Wenn ich ins Kino gehe, hab ich immer gehobene Erwartungen. Diese sind nicht immer gleich - ergeben sich aber immer aus der Idee-Handlung-Darstellungs-Konstellation. Das sind die drei Idealtypen die jeder Film mehr oder weniger stark ausprägt um mich zu unterhalten.

Die Überproportionalität der Idee hat zur Folge, dass Handlung und Darstellung meist vernachlässigt wird. Als Filmemacher kann man dann entweder Filme wie it’s all about love drehen und alles daran setzen, dass Handlung und Darstellung mit der Großartigkeit der Idee mithalten - oder man macht es sich einfach und vernachlässigt alles was einen Film ausmacht und nennt es Dogma.

Wenn Handlung den Film dominieren soll, vielleicht weil die Idee nicht so ausgereift ist oder weil für eine ordentliche Darstellung das Geld oder anderes fehlt, wird es meist ein Thriller, ein verfilmtes Buch oder eine Dokumentation. Zu sehen bei den ganzen Pinguin-Reportagen der letzten Jahre, den verfilmten Harry Potters, Robert Langdons und Hannibal Lecters oder eben Teenieschockern wie Scream. Selten wird dort mehr dargestellt, als für die Handlung notwendig ist.

Wenn Darstellung das höchste Gut eines Films ist, fühle ich mich meistens am besten unterhalten. Die Idee des Films ist dabei meist völlig unerheblich, gibt es oft auch gar nicht. Die Handlung wird so gestrickt, dass alles was dargestellt werden soll zumindest mit einem Mindestmaß an Logik miteinander verknüpft wird. Ganz vortrefflich zu sehen im neusten John McClane Coup.

Nur ganz selten gelingt es einem Filmemacherteam alle drei Ideltypen in einem Film gleichwertig zu vereinen. Zuletzt war das mit it’s all about love 2003 und The Rock 1996 der Fall. Und eben das Team um The Rock mit Michael Bay im Zentrum orientierte sich über die Jahre meiner Meinung nach am nächsten an dieser Linie. Es sind daher nicht viele Filme geworden: The Rock, Con Air, Armageddon, Pearl Harbor, Bad Boys I & II, Die Insel und nun ganz neu die Transformers.

Zumeist war es Jerry Bruckheimer, der alles anleierte bevor er anfing mehr Fernsehen mit CSI zu machen. Und wenn Bruckheimer produziert, ist es meist Hans Zimmer der die Musik beisteuert. So in The Rock, Pearl Harbor, Bad Boys II - oder seine Kollegen Steve Jablonsky für Die Insel und Transformers und Trevor Rabin für Con Air und Armageddon.

Je nachdem ob man nun Michael Bay oder Jerry Bruckheimer oder Hans Zimmer ins Zentrum setzt, die Filmteams sind ein enger, konstanter Kern und sie bringen regelmässig nur das Beste ins Kino.

Als ich zuerst davon hörte, das diesmal bei Transformers nicht Jerry Bruckheimer das große Ganze zusammenhällt, sondern Steven Spielberg, hatte ich noch Bedenken, das kleine hilfsbedürftige Kinder durch die Handlung geschleppt werden, wie z.B. in Jurassic Park - dem war nicht so - eigentlich sah es alles ganz und gar nicht nach Spielberg aus - sondern ist ein vortrefflicher neuer Michael Bay Film mit Musik von Steve Jablonsky geworden. Sollte man sich im Kino angucken um nichts zu verpassen.

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