Arminia, Arminia…

Als ich das letzt mal hier im Stadion war, gewann Bielefeld haushoch gegen Alemania Aachen 5:1. Dann haben sie quasi alles verloren bis auf letzt Woche und heute.

Bei den Blauen ist alles im grünen Bereich

…wurde schon vor dem Anpfiff gesagt, doch wer sollte da schon geglaubt haben, dass nach den grünen Wolfsburgern auch die Werderaner daran glauben müssen. Und Bremen hat eigentlich nicht schlecht gespielt, bis auf die ersten 10 Minuten vielleicht. Doch Arminia hat sich einfach Espanyol zum Vorbild genommen und gespielt wie ein Quälgeist. Ständig am Mann, immer auf Ballhöhe und wenn ein günstiger Augenblick war - draufgezimmert.
Das 2:1 hätte ich keinem Bielefelder zugetraut aber trotzdem ging er rein.

Nachdem Arminia das dritte mal in Führung gegangen ist, war ich dann auch gänzlich auf ihrer Seite. Am Anfang war ich da etwas unschlüssig - Bremen gönne ich den Meistertitel. Schalke aber auch. ;-)

Höhö, coool! Damenrock.

Auf meinem Ipod finden sich 4 komplette Rammstein Alben, 3 von Guns n’ Roses und etliche Titel die in diese Rubrik gehören. Aber, wenn ich Lust hab ist auch ein Lied von Celine Dion nicht weit. (Es heisst ‘You are the Reason’ und ist nirgends zu finden weder bei amazon noch last.fm - sonst hätte ich es verlinkt). Außerdem hab ich noch 2 halbe Alben von Anastacia zusammengestückelt.

Und nun das. Die einen singen das der anderen. Und zwar gleich noch gemeinsam. Ich bin begeistert ;-)

Finden aber nicht alle. Wie man das jedoch als Angriff auf den Rock ‘n Roll verstehen kann? AC/DC sind ja nun nicht grade Rock ‘n Roll. Und der Hardrock lebt eh für sich alleine, da achtet ja keiner auf Weicheier, egal was sie singen.

(via)

Pokerausbeute II

pokerausbeuteIn Anlehnung an meine beinah königliche Strasse hier ein update vom Samstag.

War aber dann doch kein so großes Kunststück da bis auf die 7 schon alles auf dem Tisch lag. Nuju, dennoch - ich gehöre nun zu denen die schonmal nen Straight Flush hatten. Auch wenn den am Ende keiner sehen wollte - gezeigt hab ich ihn trotzdem. ;-)

Lag vielleicht an den James Bond karten. So weit ich mich erinnern kann, führten die im Film zum selben Ergebnis.  Ich bin so gut!

Einige gegen Viele

politik an die wand geklatschtPolitik ist eine komplizierte Angelegenheit. Von den heutigen Berufsbildern vielleicht eine der anspruchsvollsten. Man muss/darf quasi für alle entscheiden. Das gibt es in keinem anderen Bereich. Diese Macht kann ganz reizvoll sein, paart sich aber leider mit einer gewissen Rechtfertigungspflicht, Bürger lassen sich schon längst nicht mehr vom Glanz des Amtes blenden wie im antiken Rom.

Die Rechtfertigungsansprüche mitzubedenken gehört daher quasi zum Beruf des Politikers. Im Falle des aktuellen Ausbaus der deutschen Sicherheitsapparatur klingt das dann von Seiten des Innenminister so:

“Alle Experten sagen, es sei nicht eine Frage des Ob, sondern nur noch eine Frage des Wann des nächsten Anschlags. In dieser Zeit leben wir”, sagte der Bundesinnenminister. (via)

Es sind also Experten die sagen es sei gefährlich. Keine Politiker. Experten sind Menschen aus dem Volk - den können wir keine bösen Absichten unterstellen. Also nützt es auch nichts den Politiker um Rechtfertigung seiner Forderungen zu fragen.

Ja, diese Strategie könnte klappen. Wenn man das Statement nicht hinterfragen würde. Diese Benutzung der “Nicht Ob sondern Wann” Floskelei ist so dämlich wie wenn die Bildzeitung fragt ob unsere Sonne stirbt. Ja tut sie, trotzdem bricht niemand in Aktionismus aus. Punkt zwei ist die Betonung des “nächsten Anschlags”. Klingt so als hätte es bereits Terroropfer (Einschränkung auf die aktuelle Debatte) in Deutschland gegeben.

Nun hat man als Politiker zwei Möglichkeiten. Entweder auf die Reaktionen des eigenen Publikums zu hören. Oder es zu ignorieren. Unser Innenminister entschied sich für letzteres.

taz: Gegen die ebenfalls geplante Vorratsspeicherung aller Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten wollen 10.000 Menschen Verfassungsbeschwerde einlegen. Stimmt Sie das nicht nachdenklich?

Schäuble: So etwas regt mich nicht mehr auf. (via)

Er treibt seine Ansichten lieber auf die Spitze:

Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch. (via)

Man könnte da Verantwortungsbewusstsein heraus lesen, müsste dafür aber sehr spezieller Bildzeitungsnatur sein.

Es ist also alles sehr fragwürdig und äußerst abstrus was da passiert. Deswegen nimmt die Debatte über die Hintergründe ihren Lauf. Eine erste Idee - Der Staat als Gefängnis.

Das Panoptikum ist ein Gefängnis, in dem der Wärter von einem zentralen Punkt aus alle Gefängnisinsassen beobachten kann, ohne selbst von ihnen gesehen zu werden. Die Gefangenen sollten sich ständig beobachtet fühlen. Ziel war es, mit möglichst geringem tatsächlichen Überwachungsaufwand ein Höchstmaß an Angst vor der Entdeckung zu erzeugen. (via)

Das könnte hinhauen. Wie klein ist der Aufwand für die ganze Onlinedurchsucherei, Datenspeicherei und was alles geplant ist. Man kann alles innerhalb der Ministeriensmauern überwachen.

Wenn, ja wenn man nicht zu inkompetent wäre. Glos hat “Gott sei Dank” Leute die für ihn die Bedienung des Internets übernehmen, Schäuble sind Anhänge an Mails suspekt. Nuju - nach eigener Aussage schafft er es nicht mal in einen Computer. Aber vielleicht wüsste er was er da drin wolle…

Punkt ist nun - alles ist unklar. Überwachung ist gewollt, soviel steht fest. Die Überwachung wird so durchgeführt das man als Überwachter möglichst wenig davon mitbekommen soll, sich daher immer beobachtet fühlt. Das hätte Erfolg wenn wir technisch inkompetent wie unsere Politiker wären. Denn (aus der heutigen Pressekonferenz zur Vorratsdatenspeicherung):

Weitere Frage zu Webmailern: “Wenn Sie die IP-Adressen erfassen und genutzte Dienste wie eMail - Erklären Sie mir, wie das bei ausländichen Webmailern funktioniert? (googlemail)

Herr Engers vom BMJ: “Ich muss da jetzt auch passen”. Da gilt der Grundsatz: Die Unternehmen sind nur verpflichtet, das zu speichern, was sie eh erheben”. Es gebe keine Datenerhebungspflicht, sondern nur Datenpflicht, “wenn Daten eh gesammelt werden”. Ausländische Webmailer werden dabei nicht erfasst. (via)

Tja, Pech gehabt. Nationale Grenzen sind nationale Grenzen - aber nur für die Politik. Alles andere zerfließt in der Weltgesellschaft und findet in ihrem Rahmen statt.

Ich persönlich halte die Vorhaben, wie jeder vernünftige Mensch, für völlig überzogen. Ich denke aber auch das die Betreffenden Akteure noch überrascht darüber sein werden mit welchem Datenwust sie es zu tun bekommen. Mag sein, dass es schlaue Suchfunktionen gibt um irgend was aus den Daten herauszurecherchieren. Aber schon eine über googlemail versendete Mail stellt ein Hürde der Ermittlung dar und ist daher ne Lücke in der Spur die man verfolgen möchte. Wieviel Internet ist schon deutsch..?

(Bild: dataloo)

Fahrstuhlpoker

mensaSpielgerät: Ein Fahrstuhl den man eh grad benutzen möchte.

Einsatz: Ein Mensaessen.

Ablauf: Man wartet zu zweit auf den Fahrstuhl. Derjenige der später als der andere aber noch vor dem Eintreffen des Fahrstuhls “Jetzt” sagt gewinnt. Man verliert wenn man früher oder gar nicht “Jetzt” sagt.

Ich hab’s noch nicht gespielt. Aber könnte Spass machen. So hoch ist der Einsatz ja nicht wenn man sich auf die langfristige Wahrscheinlichkeitsverteilung beruft.

Bild in Bielefeld

Man, als ich heute in die Uni kam dachte ich das erst Mal unser Rektorat ist tatsächlich bescheuert. Timmermann (unser Rektor) labert eine Rede nach der anderen von Exzellenz, Interdisziplinarität und was es nicht alles gibt und womit man sich eben so brüstet - und dann wird Unihallenfläche an die Bildzeitung vermietet.

Ich bin wirklich gegen viele Arten der studentischen Auflehnung weil es oft zu kindisch und zu ideologisch gemacht wird - aber was bleibt einem anderes als ziviler Ungehorsam übrig wenn man - um von einem zum anderen Teil der Uni zu kommen - immer durch sone blöde “Bildbrücke” watscheln muss und die aufdringlichen Verteiler glaubt, wirklich nur noch mit einem Schlag ins Gesicht loszubekommen.

Ein Schruzz.

Staatschefs und ihr Volk

In Amerika wurden heute an einer Uni mindestens 20 Menschen erschossen. Und der Staatschef, George W. Bush, lässt im Nachgang seiner ersten Reaktion von seiner Sprecherin noch am selben Tag verkünden:

Der Präsident glaubt, dass Menschen ein Recht haben, Waffen zu tragen, aber dass alle Gesetze befolgt werden müssen.

Ich denke man sollte mal eine Studie darüber machen, wieviel man einem Volk von Seiten eines Regierungspolitikers  zumuten kann. Anschauungsunterricht gibt es wenig, aber ein leuchtendes Beispiel für Ignoranz, Fehlbarkeit, Beratungsressistenz und Inkompetenz sollte dafür reichen.

George Walker Bush ist meiner Meinung nach der mieseste Staatschef der auf der Welt zur Zeit legitimerweise im Amt ist. Das ändert auch kein Blick nach Nordkorea oder in die tiefen Afrikas. Ich bin jetzt schon gespannt wie viele Schwarzbücher über seine Amtszeit geschrieben werden, wenn die Welt erst einmal von ihm befreit wurde.

Blogosphärenüberschätzung

Zur Zeit weht ein Hauch schlechter Stimmung durch die deutsche Bloglandschaft. Es gab eine Konferenz namens re:publica, meiner Meinung nach schon vom Titel her einfach ne gute Sache. Dort drehte sich drei Tage alles um Blogs und den Umgang mit diesen - aus Leser und Schreibersicht. Drei Tage quasi-Klassentreffen einer Möchtegern-Klasse.

Nun gibt es Ins-Internet-Schreiber die dort nicht vor Ort waren - aber die ganze Berichterstattung mitbekamen und sich darüber aufregen ausgeschlossen wurden zu sein. Wovon? Der Blogosphäre.

Beispiel hier (abgesehen von dem erkannten Selbstdarstellungsdefizit):

Scheiße, ich war nicht da, das war es wohl mit der Blogger-Zukunft. Ich war nur eine Randerwähnung in der Frankfurter Neuen Presse. Man nimmt, was man kriegt.

Benachbart schreibt man dann hier:

Die Metadiskussionen sind wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung eines Mediums, aber nicht ihr gottverdammter einziger Inhalt.

Professionalisierung und Kommerzialisierung der Blogosphäre sind mir so scheißegal wie Weltmeisterschaften im Stricken mit sechs Nadeln.

Man sieht es schon beim lesen - welchen Sinn hat es die Welt darüber zu informieren, dass einem etwas egal ist? Meiner Ansicht nach keinen - es sei denn man möchte aktiv Trotzen. Aus Aufmerksamkeits- oder sonstigen Gründen.

Dabei ist die Sache doch ganz simpel. Wenn man sich manchmal auch etwas noch so sehr wünscht - es geht nicht in Erfüllung. Teilhabe an der Blogosphäre? Das ist nicht möglich. Es gibt keine Blogosphäre! Nach welchen Gesichtspunkten sollte sie sich darstellen? Alle nutzen ein Medium und gehören daher zusammen? Noch nicht mal aus technischer Sicht ist geklärt ab wann Internetsphäre als Blogosphäre anzusehen ist.

Und überhaupt - was hat Holgers Selbstunterhaltungs- und Ausprobierhomepage mit viel gelesenen Seiten wie eben Spreeblick oder Niggemeier zu tun? Gar nichts! Die Relation zur Website des Leipziger Zoos sind die selben - egal was man gern wahrnehmen möchte.

Die Metapher des Eisberges dessen Spitze man sieht ist total überholt. Die Blogosphäre, wenn man sie mal begrifflich aufgreifen möchte ist der ganze weltweite Ozean (vom Eisberg bis zum tropischen Regentropfen). Und überall schwimmen ein paar Eisberge - also dichtere Konglomerate - herum und ragen aus dem Ozean raus. Man kann sie deutlicher sehen, aber mehr auch nicht. Kein Grund sich aufzuregen das man nicht irgendwo dazugehört.

Meine Pokerausbeute

Ich musste sie gerade noch einmal nachstellen - zur rechten Zeit war keine Kamera zur Hand… Zur Anschaulichkeit ein Bild:

Meine Strasse

Hat nicht viel gefehlt! ;-)

Hometown Content

NYTWer weiß schon wie viele interessante Städte es auf der Welt gibt, von denen man Geschichten erzählen kann. Kunst in Krakau, Geschichte in Dresden, Lebensfreude in Barcelona und Zukunft in Berlin. Und dann noch die kleinen, niedlichen Städte in der Peripherie. Jena wurde gestern an besonderer Stelle erwähnt - die New York Times berichtete über Jena, Deutschland und den Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre.

Na klar, die NYT ist am Ende auch nur eine Tageszeitung. Aber einer ihrer 32 Wirtschaftsberichte von gestern galt Jena und dass ist in etwa so als würde die FAZ von Arlington berichten. Ist also schon erwähnenswert, besonders mit folgendem Fazit:

Jena bustles like a transplanted Silicon Valley.

Würden die deutschen Zeitungen schreiben, dass sich der neue Ford wie ein Mercedes fährt? Ich hoffe die haben das nicht einfach so geschrieben. Aber auch falls der Vergleich hinken sollte - einen Botanischen Garten wie in Jena haben sie im Silicon Valley sicherlich nicht.

(via)

Mimosenimpressionen

Die Mimose ist eine wirklich tolle Planze. Wem zu wenig Action im Terrarium ist sollte sich die zulegen. Im Botanischen Garten kann man sie vorab ausprobieren. Hier das Exemplar aus Jena:

Aus dem Botanischen Garten

Botanikjena 089
BotanikBotanik