Beck ist sowas von wie Mixa

Da kommt ein Kardinal namens Mixa und meint ungefähr: Was Kinder sollen in den Kindergarten? Aber dann sind doch die Frauen nur noch Gebärmaschinen ohne weiteren Auftrag.

Daraufhin kommentiert das Kurt Beck so vor seiner Partei:

„Eine einsame Frau habe sich als Gesellschaft einen Kater gekauft, der aber jeden Abend unterwegs gewesen sei und sie alleine gelassen hätte. Auf Rat einer Freundin habe sie ihn daraufhin kastrieren lassen. Als sie später der Freundin klagte, der Kater sei weiterhin jeden Abend unterwegs, habe diese ungläubig gefragt: ,Wieso denn, der kann doch gar nicht mehr?’ Darauf habe die Frau gesagt: ,Das nicht, aber er berät jetzt.’ Beck erntete lautes Gelächter und großen Applaus der mehreren hundert Zuhörer.

Schon ein bisschen witzig, aber soll er wirklich Bundeskanzler werden? Wer weiss, vielleicht hatte er mal einen Kater der Mixa hiess und konnte sich der Assoziation nicht widersetzen. Aber eigentlich klingt der Witz auch eher wie einer gegen Berater, aber da traut er sich bestimmt nicht den Witz in der Öffentlichkeit zu machen.

Einfach abgeschnitten…

Ich hab mich gerade beim Stern über Britneys neue Frisur informiert (wo sonst) und kam am Ende der Fotostrecke auf die Galerieübersicht, in der “Miss Germany - Wal” unterm Bild steht. ;-)

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Da hat’s die Technik einfach abgeschnitten. Oder ist die Wahl nun auch für Wale geöffnet, bei dem ganzen Hickhack um die zu dünnen Frauen wollen die vielleicht ein Zeichen setzen.

Wie ist mein Prof.?

NotenAuf Empfehlung meines einen Professors war ich grade auf MeinProf.de. Der meinte nämlich er und Vertreter seiner Zunft schauten da regelmässig vorbei und nähmen die Beurteilungen die sie dort finden sehr ernst.

Naja, von der Idee her ist das ja schön und könnte mir auch weiterhelfen, wenn ich da was erfahren würde. Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß, Interesse und das Verhältnis von Aufwand und Note sind die Kriterien die man einzeln bewerten kann und aus der sich dann die Gesamtnote ergibt.

Schruz sag’ ich. Wenn ich mich im Seminar zu Tode langweile obwohl ich den Professor fair und leicht verständlich finde - wie bewerte ich dann? MeinProf.de fragt mich beim abstimmen, ob mein Interesse am Thema während des Semesters gesunken ist… und macht daraus Punkte für meinen Professor - kann man auf diese Weise irgendwie Enttäuschung ausdrücken? Was sollen mir die Punkte für Material sagen? “Verständlich” ist jeder Professor, der sich vorne hinstellt und sein (eigenes) Buch laaaangsaaaam vorliest.

Ich würde lieber darüber abstimmen, ob ich was lerne, wie es mit meiner Erwartung und deren Erfüllung aussieht und ob ich meinen Prof. unterhaltsam finde. Außerdem ist seine Verfügbarkeit ein ziemlich wichtiges Kriterium. Vielleicht, wenn es ginge, würde ich gern wissen, ob er mit dem Internet umgehen kann oder ob er ein reiner Büchermann ist. Die Frage nach “Zufriedenheit” wäre auch unbestimmt, aber sicher nicht so nichts sagend wie die Kriterien mit denen auf MeinProf.de gearbeitet wird.

Naja - insgesamt denke ich, diese Seite gibt es nur weil solche Abstimmungen im Internet möglich sind. Professoren können sich über gute Noten freuen aber Studenten können damit nichts anfangen. Wer sich über einen Professor informieren will fragt seine unmittelbaren Kommilitonen oder wartet einfach ab bis er ihn erlebt.

Ostwestfalen Idioten? Ja!!!!!!!!

arminia bielefeldUm mal den bundesliga.de live-ticker zu zitieren:

Der VfL Bochum feiert in Bielefeld einen verdienten Sieg. Die Elf von Trainer Koller war über die gesamten 90 Minuten spielbestimmend und war vor allem in der Offensive deutlich stärker. Die Bielefelder fanden kaum in die Partie und blieben auch im zehnten Spiel in Folge ohne einen “Dreier”.

Als ich das letzte Mal im Stadion war gewann Bielefeld 5:1 gegen Aachen, danach war Arminia auf Platz 5. Durch die Fussball WM bin ich sogar Sportschauzuschauer geworden. Aber mittlerweile hat der Fussball bei mir wieder allen Interessenbonus verspielt. Dieses Nonstopversagen vor meiner Haustür gruselt mich und macht mich froh das ich nicht zu denen gehöre die darunter leiden.

Als vor ein paar Wochen Mönchengladbach hier antanzte, hatten sie grad eine 17 (oder so) spielelange Sieglossträhne - aber hier gewannen sie. Und heute der Rotz gegen Bochum, die hier als Tabellenvorletzen ankamen. Arminia Bielefeld ist Provinz at it’s best. Das bestätigt sogar der neue Trainer. Sein Kommentar zum Spiel:

Die Situation ist nicht einfach, für uns aber auch nicht ungewohnt.

Für mich ist die Bundesliga dieses Jahr gestorben. Vielleicht freu ich mich auf die nächste Champions League wenn Bremen und Schalke mit Freude und Willen zeigen das nicht jede deutsche Mannschaft mit bayrischer Gleichgültigkeit und Langeweile auftritt.

Frank Geideck finde ich trotzdem sympathisch, ich frag mich aber was er in der Bundesliga will.

Wahre Helden sterben nicht

BatmanSie leben immer weiter. Nach dem letzten Superman vom vergangen Jahr, denn ich erst vor Tagen gesehen hatte und als ganz gelungen empfand - kommt nun (bald) auch Batman wieder. Er hat zwar nun keine lange Pause hinter sich aber ich dachte irgendwie Batman gehen die Schauspieler aus.

Anscheinend bedarf es nur einen echtem Fan (Christopher Nolan, der Regisseur) um Batman am Leben zu erhalten. 2008 gibt es Batman nun als “schwarzen Ritter” - wobei “Batman” gar nicht mehr im Filmtitel steht. Vielleicht gab es keinen Titelzusatz mehr, er hat ja alles schon gemacht. Er hielt die Welt in Atem, begann, kam zurück, war zu zweit - er tat nicht nur alles, sondern auch alles für immer - so ist er diesmal einfach ein Dark Knight.

Bei seiner Rückkehr 2008 gibt’s wieder einen Joker. Und im übrigen, alle wieder dabei: Heathe Ledger, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman und Hans Zimmer mit James Newton Howard im musikalischem Doppelpack. (Sofern diese Angaben 15 Monate vor Start des Filmes stimmen).

Aber da es noch so lange hin ist, freu ich mich erst mal auf Transformers. Michael Bay, Spielberg und Steve Jablonsky für die Musik. Es kommt immer auf die Mischung an. Sonst warte ich ja immer gerne auf die Würze von Jerry Bruckheimer, aber wie es aussieht lohnt es sich nicht dies im Kino zu tun. Dafür kommt er fünf mal die Woche im Fernsehen.

Last Action Hero

Rocky BalboaRocky Balboa ist ein echter Held. Ein echter Held. Nicht einer der aus der Leinwand klettert und am Ende des Films doch nicht zu sehen ist. Er ist auch nicht einfach ein Schauspieler der sich eine Maske auf- oder absetzt um ein Leinwandheld zu werden.

Er ist echt. Mit echten Fans, nem kleinen Restaurant, ner richtigen Boxerausrüstung, Muckis, und vor allem einem festen Schlag. All das, was man so braucht. Wenn Rocky boxt, holt ihn Michael Buffer in die Halle und Mike Tyson sitzt am Ring und pöpelt rum.

Und wenn er verliert, verlässt er die Halle unter Ablaus wahrer Rockyfans.

Wer das einschläfernd findet kann ja auf Lethal Weapon V, VI oder so warten.

Begriffsgeschichte

rassismus - klassismusDie Türken. Echte kenne ich nicht, nur die Deutschtürken, Türken in Deutschland, Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund oder wie auch immer. Wenn man sie (ich beschränke mich auf unter 30 jährige, männliche) auf der Strasse sieht, liegt einem die Frage wirklich fern, warum sie einen Paragraphen in ihre Gesetze aufgenommen haben, der die “Beleidigung des Türkentums” unter Strafe stellt.

Auf der individuellen Ebene ist es ja akzeptabel, dass jeder, der möchte, seinen auf coolness basierenden Begriff von Ehre als Frisur trägt und sich nicht weiter fragt was die Welt darüber denkt. Das sich aber ein Land darauf einigt, es in ein allgemeines und nicht nur symbolisches Gesetzt zu giessen, ist wirklich nicht zeitgemäs.

Die internationale Empörung war selbstverständlich (und ist es heute erst recht) und nach den jüngsten Vorfällen kam auch innerhalb der Türkei zunehmend Protest auf. Auf der Strasse und unter den Intellektuellen, zu denen ja auch der aktuelle Literatur Nobelpreisträger gehört.

Aber solange sich nichts ändert, gehört es weiterhin zu den Verboten, den Völkermord an den Armeniern im damaligen Osmanische Reich (heute Türkei) zu erwähnen.

Grund genug für das Time Magazin mal wieder einen (zumindest medialen) Coup zu landen und einen kleinen Teil zur Aufklärung beizutragen. In der aktuellen Ausgabe gibt es eine DVD mit historischer Dokumentation. Im Heft eingeleitet mit dem Zitat von Hitler vom August 1939:

Who, after all, speaks today of the annihilation of the Armenians?

Es war damals schon vergessen und soll heute weiterhin vergessen werden. Obwohl dieses das historische Ereignis war, das den Begriff Genozid in die Geschichtsschreibung einführte.

Der Genozidbegriff erschöpft sich aber nicht im Rassismus. Peter Sloterdijk schreibt in ‘Zorn und Zeit’ über die “Kulaken” (ukrainische, wohlhabende Bauern) die unter Stalins Herrschaft in der quasikommunistischen Sowjetunion, aufgrund unterschiedlicher Klassenzugehörigkeit, ermordet wurden:

Sie bilden noch immer das größte Genozidopferkollektiv der Menscheitsgeschichte - zugleich eine Gruppe von Opfern, die sich gegen das Vergessen des ihnen angetanenen Unrechts am wenigstens wehren kann.

Der Wikipediaartikel zu Kulaken ist recht kurz, informiert aber darüber, dass es sich um 10 Millionen bis 15 Millionen Opfer gehandelt haben muss. Im Buch wird folgendermaßen resümiert:

Noch hat das Publikum nicht zur Kenntnis genommen, wieweit der Klassismus vor dem Rassismus rangiert, was die Freisetzung genozidaler Energien im 20. Jahrhundert anging.

Mit dem Rassismusbegriff erhält man einen Zugang zum vergangenen Jahrhundert, mit “Klassismus” kann man doch aber rein gar nichts anfangen. Irgendwie haut das mit der Geschichtsschreibung nicht richtig hin.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Offenbar schon, hier gibt es ein Interview mit einer toten Frau

SZ: Hallo Frau Haucke, seit wann genau sind Sie jetzt schon tot?
Haucke: Ich habe von meiner Bank erfahren, dass ich am 3. November verstorben bin. Also vor gut drei Monaten.

Frau Haucke ist nämlich gestorben und hatte ein paar Schwierigkeiten das Gegenteil zu beweisen…