Fernsehen schaue ich mittlerweile wirklich selten - bis auf ein bissl Jerry Bruckheimer und ZDF Investigation ist nichts mehr dabei was ich gucken muss.
Heute Abend gab’s eine Ausnahme, es hat sich ergeben, dass ich Category 7 - Das Ende der Welt sah. Ein Schruuuuuz. Die Story: Ein Riesenstrum bricht über die Welt her (bzw. mal wieder nur Amerika) und der Trick um ihn zu bekämpfen ist, einen heldenhaften Airforce Pilot in den Sturm und damit in den Tod zu schicken damit er Daten sammelt, die dann zu folgendem Plan führen: Man schaltet in allen Städten den Strom ab, dadurch wird es kühler und der Sturm schwächt sich ab. Und tatsächlich - es hat funktioniert. Zitat am Ende des Films (in etwa):
Wir danken der FEMA, ohne sie wäre der Sturm bis nach London und Helsinki vorgedrungen - und diese beiden Städte können sich glücklich schätzen, das dass Unheil abgewendet wurde.
Eigentlich alles viel zu dämlich. Die Story und die Idee. Das Amerika jetzt auf einmal den Umweltschutz als Problem (oder überhaupt als wahrnehmbar) aktzeptiert ist wieder so eine Sache, über die man sich eher wundern als freuen kann. Al Gore ist ein toller Typ aber er hat dieses Thema auch nicht erfunden, egal wie sehr der Film in den USA eingeschlagen ist, den er machte und der “Eine unbequeme Wahrheit” nennt.
Ich kann mich noch erinnern wie wir in der Grundschule darauf hingewiesen wurden was FCKW ist und was es macht. Und das es 20 Jahre dauert bis dieses Wirken aufhört, wenn man jetzt damit aufhört es zu benutzen.
Diese 20 Jahre sind noch nicht ganz um aber zu 3/4 - und das was uns erzählt wurde und in den bunten Büchern illustriert war, ist heute überall als Realität erkennbar. Es ist offensichtlich zu spät.
Letzte Woche gab’s in unserer Uni einen Vortrag von Greenpeace über die Abholzungsproblematik des Regenwaldes in Brasilien. Diese ganzen Sachen die da vorgetragen wurden, waren doch genau die selben die auch damals vor 15 Jahren erzählt wurden. Kann man davon ausgehen, das dass alles nichts bringt? Ich finde: man kann.
Meine Einstellung hat sich im letzten Jahr zumindest geändert. So sehr sich Greenpeace bemüht, so sehr sich die paar ehrlichen Politiker bemühen - es bringt doch nichts. Aber dadurch das wir letzendlich nur uns selber schaden, sehe ich es neuerdings locker.
So lange die Erde in einem Stück bleibt und schwer genug ist um ihre Atmosphäre zu halten ist alles in Ordnung. Tiere die wir ausrotten kommen wieder wenn Wir weg sind. Regionen die wir Zerstören regenerieren sich wieder wenn Wir weg sind. Und wenn wir uns langsam selbst vernichten ist das eben eine natürliche Tatsache. Kein Grund mehr sich sinnlos darüber aufzuregen!
Das wir allein durch unsere Ernährung schon wieder eine kürzere Lebenserwartung haben als die vorhergehende Generation, ist doch auch so eine Tatsache die niemanden stört, nicht mal die Natur.