FAZ Youtube Connection

Alt und Neu sind heute eine Symbiose eingegangen… Unter passender Überschrift…

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…das is zwar ultramodern für ne gestandene Zeitung - allerdings hatte der Autor keine Geduld seinen Computer richtig zu bedienen und hat (wahrscheinlich beim abtippen der URL) einen kleinen Fehler gemacht… Hätte ers einfach kopiert - wäre der “/” zwischen com und watch nicht zum Punkt geworden.

easy going in Paris

ulrich wickertEs dauert ja nicht mehr lange bis Ulrich Wickert seine letzten Tagesthemen moderiert und Claus Kleber mit dem, ebenfalls aus Amerika eingeflogenen, Tom Buhrow wieder echte Konkurenz bekommt.

Aber bis es soweit ist, kann man ihn sich noch anschauen. Im TV oder auf der ARD website - denn dort hat man sich die Mühe gemacht, mal das Beste zusammen zusammeln - aber sich dabei weder auf die Kurzgeschichten vorm Wetter noch auf Versprecher beschränkt und so eine wirklich lustige Sammlung zusammengestellt.

Zu finden hier: Ulrich Wickerts Mediabox. Besonders empfehlenswert sind die Episoden 8, 9 und 14. In Nr. 8 stürzt er sich wagemutig in den Strassenverkehr des Place de la Concorde und beweist wie einfach es ist kaltschnäuzig zu sein. In Episode 9 treibt er das dann sehr eindrucksvoll auf die Spitze und erschnorrt sich Kaviar und Champagner in Paris.

Und nochmal richtig lustig wirds in Episode 14. Einfach mal Harald Schmidt verarscht…

(Bild: ard.de)

Mal Herrn Luhmann verstehen…

geld(folgender Text ist nur zum protzen und für Nichtsoziologen weder interessant noch hilfreich)

…ist gar nicht so schwierig. Folgender Satz aus “Die Gesellschaft der Gesellschaft” ist schön, sachlich und simpel:

Die Welt ist ein unermeßliches Potential für Überraschungen (…) die Systeme benötigt (…) um ausgewählten Irritationen den Sinn von Informationen zu geben.

Die Welt ist - Die Welt ist das Potential für Überraschungen, sie birgt es nicht. Ein feiner Unterschied. Die Welt steckt nicht hinter oder um diesen Überraschungen, sie selbst zeigt sich uns durch diese Überraschungen.

Potential für Überraschungen - Es wied etwas passieren, aus einem Kontingent von Möglichkeiten, das aber auch anders passieren kann. Das ist das Geheimnis der Welt. Die Vergangenheit kann identifiziert werden, in dem man sich erinnert was war. Die Zukunft ist dagegen kontingent. Und die Gegenwart verknüpft Mögliches und Tatsächliches indem sie uns handeln oder erleben lässt. Beim Handeln verändern wir unsere Umwelt. Beim Erleben verändert die Umwelt uns.

die Systeme benötigt - Systeme suchen sich ihren Sinn und schliessen damit ‘Unsinn’ für sich aus. Ohne diesen Plan (was zu tun ist und was nicht) würde man sich um alles, immer kümmern müssen und wäre nie fertig.

ausgewählten Irritationen - Ereignisse die man für wichtig nimmt, weil sie ins vorher gefasste Sinnschema passen, werden ausgewählt und bearbeitet.

Sinn von Information - Um ausgewählte Irritation aus der Masse umherschwirrender Irritationen verstehbar zu machen, werden sie in Informationen umgemodelt. Die kann man dann mitteilen und sie sind auf einem gewissen Level von vielen gleich interpretierbar.

Praxisbeispiel: Ein Junge geht verträumt durch die Strassen und findet (Erleben) einen Fünfeuroschein. Er freut sich über sein unverhofftes Glück (Irritation). Er denkt sich aber insgeheim auch: ‘hätten aber ruhig auch 10 Euro sein können’ (unermeßliches Potential). Mit dem Geld macht er nun einen ungeplanten Abstecher (Handeln) in den Supermarkt (System) um das Geld (Sinn von Informationen (quasi)) in Süßigkeiten zu tauschen.

(bild: schnurrbart)

Kleine Thöle, grosse Wirkung

dogNach ein paar Runden auf dem Laufband, hab ich heut das ganz gute Wetter genutzt, um mal wieder draussen, auf meiner herkömlichen Runde zur Uni und zurück, zu laufen.

Und mir wurde sogleich der Unterschied bewußt, den es macht Drinnen oder Draussen zu laufen. Die Motivation - ist nämlich doch eine ganz andere, draussen.
Auf dem Band sieht man ja nix, tut eigentlich auch nix und wartet bewegt die Zeit ab, bis man eben fertig ist.

Draussen auf den begrasten, versandeten, zubetonierten, gepflasterten, hügeligen, kurvigen und sonnenbeschienenen Wegen wird man nämlich oft behindert oder gejagt.

Vorhin hatte ich folgende Erlebnisse:

  1. Ich lief los und wurde sofort von einem entgegenkommenden Hund schief angeschaut. Ich weiß nicht was er wollte aber ich unterstelle jedem Hund dieser Welt nur das Boshafteste. Also drosselte ich mein Tempo sofort wieder und ging die 30 Sekunden bis er an mir vorbei war.
  2. Als nächstes kam ich an einer Gruppe Schüler vorbei, die so sehr gelangweilt waren, das ich und meine geschmeidigen Bewegungen wahrscheinlich das Sensationellste waren, was sie die letzten Stunden sahen. Dieses auch nur 10 Sek. lange Gegaffe war mir schon zu viel - so lief ich auf dem Hin- und Rückweg ein bissl schneller durch diesen Aufmerksamkeitsbereich und fühlte mich auch irgendwie besser.
  3. Richtig motivierend wurde es aber ganz am Ende als ich eine ebenfalls joggende junge Dame überholte. Sie lief irgendwie so langsam, das ich überholen musste und das wollte ich dann auch nicht zu langgezogen machen und zog ein bissl an. Dabei spürte ich erstmalig das es sich doch ganz clever anfühlt, der Empfehlung zu folgen und die letzte Minute generell nochmal richtig reinzuhauhen. Nur hab ich das bisher, aus Motivationsmangel, nie getan…

Ich hoffe jetzt das der Sommer, auch in Bielefeld, doch noch ne Weile bleibt. Denn Draussen zu laufen ist schon angenehmer und ereignisreicher.

(Bild: eltonlin)

Dorfmetropole Bielefeld

der park samt teich vor meinem haus in bielefeld Hier leben 330.000 Menschen in einem grossen Dorf.

So sehr man sich auch umsieht. Wo man hinkommt. Und durch welche Stadtteile man fährt. Man ist ständig und überall im Dorf. Heute bin ich zum Beispiel in eine ganz neue (im Sinne von erstmalig bereiste) Ecke Bielefelds gefahren, nach Ummeln. Also quasi von mir hier “Schildesche” nach “Ummeln” - laut googles routenplaner sind das 13km und ne Viertelstunde Weg. Hinwärts konnte ich aber mal wieder Bielefeld aus dem Öffentlichen Nahverkehr heraus bewundern - 45 min quer und kurvig durch die Stadt. Und es gab viele Wiesen, grosse Gärten und kein Haus war höher als drei Stockwerke.

Und es ist echt putzig wenn sich alte Bielefeldhasen (und damit meine ich Menschen mit mehr als 30 Jahren Bielefelderfahrung) nach dem Eintreffen in Ummeln ersteinmal darüber unterhalten wie schwierig das Ziel mal wieder zu finden war…

Was ich heute morgen noch nicht wußte…

NRW wird 60 Jahre und beschenkt seine Bevölkerung mit einer ganz aussergewöhnlichen und längst überfälligen Überraschung. Einkaufen immer. Yippi!

Der kleine, braune Hitler lebt noch immer - im slowenischen Wald.

Und die Technik wird immer, immer cooler!

Jesus hatte zuviel Brett hinterm Kopf

Gerokreuz im Kölner DomDie Kirche… Da kann doch nun wirklich irgendwas nicht stimmen. Ob da wer Jesus’ Kreuz mit Noahs Arche verwechselt hat? War Jesus der stärkste Mann der Welt? Oder ist die Geschichte vom unendlichen Brot tatsächlich eine Geschichte des unendlichen Kreuzes…

…als einer der grösseren Fans des Hohen Doms zu Köln, beindruckt mich dort natürlich beinah alles sichtbare und unsichtbare, aktuelle und historische - aber ganz besonders und immer wieder das Gerokreuz - 1000 Jahre alt, zeigt es Herrn Christus in Überlebensgrösse und (und das ist das Besondere, weil es die erste diesartige Darstellung ist) leidend.
Ganz besonders toll fand ich von Anfang an die Story, das sich im Hinterkopf der Jesusfigur ein Splitter des “wahren Kreuzes” befindet an dem Jesus verstarb.

Nuju - nu war ich aber am Wochenende in einer tollen Ausstellung zum Gang nach Canossa die natürlich einerseits äusserst lehrreich und interessant, andererseits aber auch sehr ernüchternd war, da man da in etwa soviele Holzsplitter vom “wahren Kreuz” ausstellte, das man daraus eine Hütte hätte bauen können. In beinah jedem winzigen Königsprotzschmuck sollte ein Splitterchen stecken, natürlich niemals sichtbar aber immer Macht und Kraftverleihend.

So insgesammt fühl ich mich jetzt doch veralbert. Denn nachdem man in Köln ziemlich eindrucksvoll nachvollziehen kann welche Gebeine da im Dreikönigsschrein liegen, werd ich das nächste mal wohl etwas lockerer vorm Gerokreuz stehen - und das wo ich mir doch in manchen Momenten tatsächlich einen echten katholizistischen Glauben für mich wünsche.

Die Welt ist schlecht und auch die Kirche ist daran schuld!

(Bild: wikipedia.de)

Schnappschuss vom Spielmatz

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Die komplizierten Ipod Starthürden

ipodNachdem ich nun schon seit beinah 6 Wochen ein fleissiger Läufer bin, hab ich gestern mein Utensilienrepertoire noch um den Faktor Motivationshilfen ergänzt. Das Laufen ist, nachdem man die 8 x 2 Minuten Einstiegsetappen hinter sich hat, eine dann nämlich doch eher eintönige Angelegenheit. Selbst wenn man so wie ich nur im Freien läuft. Wie das dann im Winter auf dem Laufband wird zeigt sich noch…

Was ich also noch brauchte neben Krims und Krams war abwechslungsreiche Unterhaltung die sprichwörtlich nicht ins Gewicht fällt. Und da gibts fürs Laufen eh nur eine Lösung: Musik! Nur auf welchem Wege musste noch herausgefunden werden. Eigentlich wollte ich die Gunst der Stunde nutzen, in der Sony sich grad den Walkmanmarkt zurückerobert. Doch dann dachte ich, wenn schon ein mp3 Player, dann so, dass man die ganzen täglichen Podcasts auch bequem mitnehmen kann - itunes ist ja auch schon Standardplayer zu hause.

Nur… so einfach und cool wie das immer alle sagen ist es nicht! Also das kaufen war noch einfach. Das Anschliessen an den Laptop auch. Doch dann wurde es kompliziert.
Der erste Schritt war die Software zu aktualisieren - die hing nämlich 2 Versionen hinterher - Dafür gibts ein kleines Programm von Apple selbst. Doch es funtze nicht! Es war zwar die neue Software drauf aber der Ipod wurde nicht mehr erkannt. Weder am einen noch am anderen Laptop. Selbst die Windows Neuinstallation (die zufällig passend überfällig war) half nicht. Nachlesen wies geht konnte ich es nach einigem Suchen in der Ipod-Geplagten Selbsthilfegruppe in diesem Hinweis:

(…) Ich bin dann in die Datenträgerverwaltung von Windows. Start >> Einstellungen >> Systemsteuerung >> Verwaltung >> Computerverwaltung und dort im Fenster dann links unten auf Datenträgerverwaltung! (…)

Dann las ich von ner Hörbuchfunktion, ähnlich integriert wie die für die Podcasts. Wie man jedoch ein Hörbuch als Hörbuch auf einen Ipod bekommt ist noch komplizierter als ihn an sich zum Laufen zu bringen (gut der Trick ist, nachgelesen, einfach, aber wie soll man da drauf kommen?).

Aber nun läuft alles ganz wunderbar und im kleinen Ledertäschchen sieht er richtig gut aus. Nur das man den Akku von Haus aus nur über den USB-Anschluss aufladen kann finde ich n bissl nervig…