Ich würde ja schon gern mal wieder ins Theater

MacBeth in Düsseldorfaber irgendwie scheinen die großen Stücke nicht so mein Fall zu sein. Damals in Jena gab’s ja überhaupt nur ein Stück (von denen die ich sah) in denen sich die Schauspieler mal entblößten aber das war irgendwie auch in Ordnung, passend und dauerte auch nicht so lange - zudem war es ein Stück das direkt in einem leeren Schwimmbecken aufgeführt wurde. Aber diese ganze Nacktheitsschockerei hat total um sich gegriffen und jetzt geht’s irgendwie gar nicht mehr ohne.

In Bielefeld wird ja, seit ich hier bin, nur behelfsmäßig großes Theater gespielt - und ich war noch nie da… deshalb lässt sich da noch gar nichts sagen… aber in Düsseldorf haben sie irgendwie nen Schaden - ich war zwar auch noch nicht da aber ich sag das trotzdem.

Als eine der 10 deutschen Theaterstücke die jährlich aus ca. 300 ausgewählt und zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen werden, gab’s dort dieses Jahr eine Düsseldorfer MacBeth Inszenierung. Wenn man da nachliest sieht man das da ab der ersten Szene die Bühne vollgeschissen und vollgeblutet wird und sowieso alle nur nackt rumrennen. Zudem steht da “Spieldauer: 2:45 Stunden, Pausen: keine” - eigentlich witzig - da man z.B. in Dresden sicher auch wegen dem Pausenflanieren durch die Oper ins Theater geht… na egal - vielleicht ist es in Düsseldorf nicht so schön - so das man das Licht da lieber aus lässt.

Mein Punkt bei der ganzen Geschichte ist, dass der Regisseur dieses MacBeth Stücks Jürgen Gosch in ner klitzekleinen 3Sat Reportage (der er keine bewegten Bilder gestattete) mitteilte (sinngemäß):

Ja also ich kann mir für den König wirklich kein Gewand vorstellen was dieser und jener meiner Vorstellungen gerecht würde.

Grade er als Theatermacher müsste doch genau wissen, dass genau die Nacktheit eines der ganz eindrücklichen Gewänder ist, in denen man heute vor den Menschen des 21. Jahrhunderts rum marschieren kann. Entweder, er war mit seiner Gestalternase so nah an seinem Gesamtkunstwerk das er zu detailvergraben war um die große und ganze Wirkung seines Stückes zu erkennen, die es auf Normalmenschen hat, die nicht wie er 3 Monate damit zu tun haben und sich dann bei der Premiere auch nicht mehr wundern wenn die Nackten auch einen weiteren Tag vor ihm rumtanzen… oder das ganze Stück richtet sich einfach an ein blödes Publikum das dies alles so Des Kaisers neue Kleiderartig hinnimmt und sich aus Prinzip nicht beschwert weil es ja vielleicht alles Sinn haben könnte.

Na keine Ahnung – ich weiß eigentlich nichts von dem Stück, außer das die erste Reihe frei bleiben musste damit das Publikum nicht Teil des Stückes wird und das einer der Schauspieler im Nachgang in der Matsche auf der Bühne ausgerutscht ist, als sie sich am Ende bejubeln liesen.

Dabei ist Shakespeare so toll - das was ich vor 3 Wochen in Boston gesehen hab (All’s well that ends well), hab ich zwar kaum verstanden aber es fühlte sich schon allein vom zugucken so gut an…

Ich habs beim Spreeblick aufgeschnappt…

…man muss es einfach lesen und sich am besten (bzw. unausweichlich) die ganze Zeit vorstellen, wie sich dieses Interview mit John Cleese im einzelnen ausgestaltete … und wenn man dann hier angekommen ist:

Und warum verlieren die Engländer praktisch jedes Elfmeterschießen?
Nette Schlußfrage. Vielen Dank für das Gespräch.

kann man mit seinem Tag weitermachen ;-)

(via)

Wenn ich mir ein Leben aussuchen könnte…

franz & wolfgang…um kurz meinem zu entfliehen dann würde ich gerne entweder Wolfgang Niersbach oder direkt Franz Beckenbauer sein, jetzt im WM Jahr.

Ganz egal was man im einzelnen über die WM denkt, was man vom Auftritt der FIFA hällt oder ob man überhaupt dran interessiert ist - diese beiden sind einfach nur cool - vor allem so auf ihre Art miteinander.

Gestern oder vorgestern kam in der ARD ne Reportage über die “Manager der WM” oder so ähnlich - und da konnte man mal richtig miterleben wie diese beiden ihre WM in die ganze Welt hinaustragen.

So stand zum Beispiel auf dem Plan einmal in jedes Teilnehmerland zu fliegen und sich dort persönlich vorzustellen. Also sind sie mit nem riesen Team in jedes Land geflogen - alle zwei Tage ein neues von Südkorea bis in die Arabischen Länder - immer firstclass und immer top getimed - und wenn der Flugverkehr nicht mitspielte vertrieben sie sich die Zeit in den firstclass lounges dieser Welt und arbeiteten, telefonierten, delegierten und bereiteten vor.

Niersbach immer mit dem Blick für jeden und alles und Beckenbauer mit seiner Fröhlichkeit. Das muss schon wirklich cool sein soviel Geld auf diese Art und Weise zu verbraten. Da wird man wirklich neidisch ;-)

Meine Zahnbürstensammlung

Solidado - ich hänge gerade an einer Schikane-Hausarbeit die mir meinen Schreibfluss bremst - aber das lass ich nicht zu - deshalb hier meine Zahnbürstenevaluation.

Meine Zahnbuersten

Durchnummeriert von links nach rechts beginne ich bei #2. Diese steht bei mir nur rum - und das seit Sylvester - denn ich hatte damals, weil der Zug nach Amsterdam schon 5 Uhr morgens fuhr, nicht nochmal mein Sylvesterreisegepäck durchgesehen, vergaß natürlich einiges und musste mir dann vor Ort eine neue Zahnbürste kaufen. Die hab ich dann nicht mal selbst ausgewählt - die wurde mir vom Sylvesterfeierkollegen unter die Nase gehalten nachdem ich im Supermarkt bis zur Kasse vergaß selber mal zu gucken und mir eine auszusuchen…

Nummer 3 und 4 sind die selben - und sie waren bis vor einem Monat meine absoluten Lieblinge. So lieblich klein, weich und absolut gründlich. Die Sensodynewerbung im Fernsehen ist ja genauso blödimanisch aufgebaut wie jede andere auch, dennoch haut das schon hin mit den Versprechungen - sowohl was die Zahnpasta wie die Zahnbürste angeht.

Ganz rechts #5 ist mein gegenwärtiger Liebling. Nämlich die Verbesserung meiner bisherigen Lieblinge und auch von Sensodyne. Das besondere sind die noch weicheren Borsten, die bei dieser nicht mehr alle gleichlang sind. Dadurch fühlt sie sich noch angenehmer an und kommt auch spührbarer in die Zahnzwischenräume. Diese kann ich wirklich nur empfehlen.

Und #1 links ist ein riesen Brummer aus Amerika. Sprichwörtlich - denn die zwei Noppen die grade noch so am Griff zu sehen sind, sind Knöpfe mit denen sie sich “einschalten” lässt - dann wackeln nicht nur die Borsten oben sondern die ganze Zahnbürste ;-) Das ist schon echt lustig - allerdings ist irgendwie der Handmassageeffekt grösser als alles andere. Zudem ist der Kopf so riesig das man garnicht dazu kommt seine in Kindertagen antrainierten Kreisbewegungen auszuführen und so ganz vertrauen tu ich dem Wackelrhythmus dann auch nich was die Reinigungswirkung angeht… Aber sie ist zumindest die lustigste von allen.

Nachwirkungen vom MoMA

Also, vor 2 Wochen (morgen vor zwei Wochen genaugenommen) war ich im MoMA und hab die Bilder von Degas, Picasso, Kandinsky, Pollok, Warhol, Munch, Matisse, usw. gesehen. Da läuft man ja irgendwie sowieso ein bissl getranced durch… Nuju - aber irgendwie wars komisch weil genau im Zentrum vom MoMA, dem Atrium, das von jeder Etage aus sehbar ist, diese grosse Pyramidenskulpur steht die ich irgendwo her kannte und die mich beim ersten Anblick (von oben wie auf dem Bild) überraschte…

broken obelisk im moma atrium

Keine Ahnung warum - ich dachte es steht irgenwo in Europa an einem Ort an dem immer mal ne Kamera draufzeigt - damit mans im Hintergrund von kurzen Politikerinterviews oder so sieht. Aber is nich so - es steht mitten im MoMA.

Nach dem ich jetzt ne Weile im Internet gesucht hab, hab ich zumindest die Objektseite des Museums gefunden aber diese ist unangemessen unaussagekräftig - aber sie sagt das das Ding “Broken Obelisk” heisst, von Barnett Newman stammt und das es anonym gegeben wurde… Wie das von statten geht würde mich auch interessiren - einfach eines morgens vor die Tür gestellt fällt mir bei anonym gegeben ein.

Nuju - jedenfalls ist dieses Ding echt cool - ganz egal was es bedeuten soll. Interpretiert wird ja sehr viel im Internet… Diese Skulptur gehört zu denen die ihren Standort mit prägen und von ihm geprägt werden. Denn so passend wie im Atrium vom MoMA könnte ich es mir nirgendwo sonst vorstellen.

Hui - die Telekom … coool

Jo - was soll man sagen!? Dienstag noch was von 7 - 10 Tagen vernommen geht unser Internet seit heute abend wieder… sehr schön ;-)

Diese deutsche Telekom

Kam ich doch Dienstag nach hause und musste feststellen das mein Internet nicht mehr geht. Eigentlich hatten wir es auch gekündigt - zu Ende März … aber da weder eine Bestätigung der Kündigung kam noch unsere Leitung gekappt wurde dachte ich sie hättens vielleicht verschlammpt oder mit absicht übersehen oder sonst irgendwas - man weiss ja heute nich mehr so genau wie die grossen Firmen tickern…

Nuju - also bin ich direkt nach meiner 24h Reise in den T-Punkt geschlendert und durfte mir anhören das der T-Punkt-Mann weder weiss ob mein Offline-Sein nun an der Kündigung oder sonstigem hängt noch bei wem ich mich darüber informieren könnte. Das er derjenige ist der mir diese Auskunft geben sollte hat er dann eingesehen - schlauer hat ihn das aber auch nich gemacht…

Na jedenfalls kam gestern 5 Tage nach dem Abschalten und 8 Wochen nach meiner Kündigung auch mal ne schriftliche Bestätigung das jetzt gekündigt wurde - was genau alles gekündigt wurde stand aber auch nich drinnen… Denn nachdem wir den DSL Anschluss und die Flatrate gekündigt hatten wurde nur die Flatrate abgeschaltet… Der T-Punkt-Mann konnte mir aber auch dabei mit keiner Auskunft weiterhelfen…

Nu gut - er meinte dann es dauert 7 bis 10 Tage bis die neue Flatrate läuft aber ob dann “was parallel läuft” konnte er mir auch nicht beantworten.

Zum Glück hab ich gestern Nacht Internet auf der Strasse gefunden - einfach so vorm Haus. Auf dem ersten Autodach platziert, hatte ich schon ein offenes WLannetzt irgendeines Nachbarn ;-)

So, back in Bielefeld

Nach drei nicht beschrieben weil unbeschreiblichen Tagen und Nächten in Boston bin ich nu wieder zurück. Der Flug über den Atlantik war im gegensatz nur Enge des Hinfluges ein echter Luxustripp - ich hatte zwei Sitze für mich, es war Nacht, ich konnte beide Sitzlehnen hinterklappen und wir haben King Kong geschaut ;-)

Und Bielefeld hat mich mit Sonne empfangen…

New York City im Fazit

nycAlles in NY ist ein Klischee” - sagt irgendwer und hat absolut recht. Wenn man NYC so wie ich nur aus zweiter Hand kennt und es betritt, fühlt man sich irgendwie wohl und heimisch aber genauso verwundert und getrieben. Alles bekannt.

Egal an welcher Stelle man sich grad befindet, egal was man eben erst sah, an der nächsten Ecke erwartet oder befürchtet - alles was stattfindet passt ins Bild - die Grenze zur Übertreibung ist in New York (und sonst nirgends) tatsächlich unendlich.

Und absolut niemand spielt einem was vor. Kein Türke der in Bielefeld so tut als wäre er ein toller Düsseldorfer in der Provinz. Kein Gothicgesicht das so tut als fühlte es sich zu Hause wohler als neben mir auf der Strasse. In NY sind einfach alle ehrlich. Wer rennt hats eilig & wer gestylt ist gefällt sich.

So läuft man dann in seinem Touritempo langsam den Broadway entlang und entdeckt eine schlummernde Bekanntheit nach der anderen. Entlang am Union Square, vorbei am Flatiron Building und dem Madison Squar Park - erblickt man dann das erste mal das Empire State Building - erst nur die Spitze und dann ganz schnell das Ganze in voller Grösse, Form, Farbe und Gestalt. Und es steht genau so da wie man es immer erhofft hat - gross, erhaben und so alt das drei Generationen Menschheitsgeschichte nicht ausreichen um die Historie abzudecken. Weiter den Broadway entlang kommt man zur Manhattan Mall und Macys, wirft dann noch einen kurzen Blick nach rechts zum Chrysler Building und steht auf dem Times Square - der tatsächlich bunter, grösser und cooler ist als er auf allen Fotos bisher zu sein schien.

Von dort aus macht man dann am besten eine kleine Tour wie wir es taten - und hofft das man einen Guide bekommt der genauso NY verliebt ist wie unserer. Und dann geht die grosse NY Runde los - 5 1/2 h durch Manhatten. Hindurch durch die Geschichte, vorbei an den vielen coolen Ecken und durch den wildesten Strassenverkehr überhaupt. Hinauf auf die Fähre, hinein in den Central Park, hindurch durch Greenwich Village, Soho, Chinatown, Little Italy… Durch tiefste Strassenschluchten und gelebtes Glück - zum Anfang der amerikanischen Präsidentschaftsgeschichte und durch die einzig wahre, alles bestimmende Wallstreet. Und dann steht man ganz plötzlich am Ground Zero und hat so ehrliche Tränen in den Augen wie es die Stadt verdient. An dieser Stelle mit dieser Stadt im Rücken die man grad noch so vielfältig und lebendig erlebt hat - und dazu den ersten echten Augenzeugenbericht vom 11. September von dem Tourguide der eigentlich grade noch so fröhlich erzählte wie Studenten vor hundert Jahren nach einer Party ihre Greenwich-Village-Nation ausgerufen hatten - oder der grade noch so voller stolz davon sprach das das Empire State Building genau an diesem Tag (1.5.2006) sein 75 jähriges Eröffnungsjubiläum feiert…

So steht man dann vor diesem Bauzaun zum World Trade Center und schaut in der Dämmerung in die ausbetonierte Tiefe und muss alle seine Vorstellungen aufgeben um nochmal von vorn anzufangen darüber nachzudenken was es bedeutete das hier Gebäude standen die so riesig waren das sie als einzige den Horizont durchstiessen wenn man vom Empire State Building in die Spitze von Manahttan sah…

NY ist einfach nicht ohne! Aber ein absolutes Muss… Wenn man einmal durch die Strassen geschlendert ist kann man alles was man erlebt immer daran vergleichen und bekommt so vielleicht mal einen Durchblick in dieser Welt. NYC ist da tatsächlich das Maß aller Dinge.

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Köln + Barcelona + Jena + Wasser = Boston

boston(Die Gleichung ist holprig aber Mathe und so ist ja auch keine Sprache)
Also ich habe heute einen Tag in Boston erlebt der noch cooler war als durch NY unerwartet Taxi zu fahren. In Boston fährt man Duck “Quack quack” über Stock und Stein und letzlich auch in Wasser rein. So gabs heute Blicke von oben und von unten auf diese Stadt die echt was her macht. Hier ist absolut nix kaputt - jedes Haus wird gebraucht - und die, die an den richtigen Stellen stehen könnte man auch gleich ins Museum tragen. Jo - und wenn man sich dann oben auf dem Prudential Tower mit diesen Blicken vergnügt und hört das es allein hier 50 Unis gibt fragt man sich warum man nach betreten der Stadt überhaupt mal irgendwo anders hingehen sollte… Wohin eigentlich - Läden haben sonntags auf (Viel Spass morgen zum 1. Mai - hö hö), Die Stadt ist schön - die Autobahn verläuft unterirdisch (für lockerflockige 16 Milliarden Dollar) - alles supi hier!

Die ganze Stadt besteht aus Parks, überall macht irgeneiner seinen persönlichen Quatsch den sich viele andere begeisternd danebenstehend anschauen - und wenn man mit seiner Duck mal nahe am Gehweg vorbeikommt grüßen einen die Bostonians gleich per “Quack quack” - die sind viel zu lässig hier und haben viel viel viel Geld und wissen aber echt gut damit umzugehen. Und die Burger sind so riesig das der amazeman den halben mit heim nehmen muss…

Solido - mehr Bilder gibts, falls ichs mal hinbekomme ins Internet zu kommen ohne mich im lahmen aber freien Wlan des Nachbarn einzumogeln…

Und morgen gehts nach NY (City sagt die Ortskundige, bzw. quatscht sie so ins getippe rein, aber was solls sie hat ja immer recht…) zum Emprie State Building - und überhaupt was da noch so alles rumsteht - im grossen ehrwürdigen alten New York City in dem alles ein Klischee sein soll - ich werds exploren!