So, so - nu bin ich also in Amerika - und der Weg dahin war echt kompliziert… Also, pünktlich 5 Uhr bin ich aufgestanden, hab den letzten Kram eingepackt, mich geduscht, angezogen, tüteltü und kurz vor 6 bin ich so aus dem Haus das ich 6 Uhr den Bus zum Bahnhof nehmen konnte. Die Bahn fuhr so früh morgens nich und ich wusste nich ganz genau wo der Bus hält, dass war dann letztlich aber in der Morgendämmerung gut zu erkennen - ab grossen Schild der Bielefelder Nachtbusstationen. Nur stand ein Auto direkt am nde der Bushaltestelle so das ich mich so platzierte das mich der Busfahrer erst nich als sein Kunde erkannte und beinah an mir vorbeigefahren wäre… Aber ein energisches Handzeichen brachte ihn dann trotzdem zum halten.
Die Bahn brachte mich dann pünklich und nonstop per ICE nach Frankfurt - und nachdem ich mir noch 3 mal meine persönliche Anleitung zum Fliegen durchlas war es auch kein Problem sich durch den Flughafen zu schlängeln und zum Terminal 2 zu gelangen. Dort angekommen dachte ich mir Ich check erstma ein - Zeit zum gucken bleibt immer noch. Also bin ich gemütlich zum Deltaschalter flaniert und wurde dort mit einem äusserst hastigen “You want to NY?” begrüsst - als ich dann “NY, yes” entgegnete schaute mich die Dame an wie ne Lehrerin bei nicht gemachten Hausaufgaben. Denn der Flug wurde um 70 min vorverlegt und ich war grad noch so rechtzeitig vor der Frist die eine Stunde vor Start endet. Nuju - hat aber alles geklappt - die Frau am Schalter war echt nett und hat sich direkt mal für ihre amerikanische Einweiserkollegin entschuldigt.
Bis zum Gate gabs dann die übelichen Sicherheitschecks, Namensabgleiche und wie och immer - zumindst verlief es bis dahin reibungslos, mein Dingens wurde aufgerufen und ich durfte ins Flugzeug, fand mein Sitz und war erschüttert. Der Sitztraum war ernsthaft kürzer als mein Oberschenkel und da der Herr nebenmir auch kein Jockey war konnte ich mich überhaupt garnicht bewegen, weder nach vorn noch zur Seite. Nach dem Start konnte ich grad so mein Tischlein runterklappen und wusste aber auch nich so recht wohin mit dem schönen Delta-Kissen und der Delta-Decke und als dann noch das Essen kam war ich dann doch leicht angepisst - immerhin dauerte das ganze 8h… Aber der Herr neben mir war ganz cool und hatte dann auch feststellen müssen das es tatsächlich schwierig ist nach Amerika zu reisen. Er meinte “Ich flieg jetzt seit 15 Jahren in die USA und kann immernoch nich die Einreisezettel ausfüllen“. Ich hatte dann auch so meine Schwierigkeiten die Beschriftungen den zu beschriftenden Zeilen zuzuordnen. Aber nach 3 maligen Versuch haben wirs dann beide geschafft.
In NY angekommen hiess es dann die Immigrations-, Zoll-, und sonstwas Prozeduren über sich ergehen zu lassen. Und auch wenn die Angestellten relativ unfreundlich und unpersönlich sind, obwohl sie an jede freie Stelle ihr Poster hängen wo gegenteiliges draufsteht, sehen sie in ihren Uniformen zumindest cooler aus als die deutschen Polizisten, Zollleute, …
Als das dann hinter mir war dachte ich mir wir in Frankfurt, erstma einchecken und dann kann man die Zeit ja immernoch totschlagen. Ich hab dann mein Gepäck geholt und mir auf dem Weg zum nächsten Gate schon gedacht was machste bloss mit der vielen Zeit, jetzt biste noch 70 Minuten eher in NY gelandet - da dauerts ja noch länger bis zum Anschlussflug. Aber Pustekuchen - da laufe ich nämlich an einer der vielen Anzeigetafeln vorbei und sehe das mein Flug nach Boston garnicht 19:15 sondern schon 15:15 abfliegt. Meine Uhr verriet mir dann das es 15:08 war. Also - laut “hm” gedacht und zum nächsten Schalter gesprintet. “Oh, yes - the Plane has completed the boarding and is ready to take off”. “But I arrived just Minutes ago here in NY”. “Yes, I can give you just one advice: go to Laguardia as fast as possible there will leave a plane in one hour for you”. “Hm, but how?” “Yeah, you will find Buses and Caps.” “Where?” und dann gab er mir seine leichtfüssige Wegbeschreibung die praktisch garnicht leichtfüssig war. Nach zig Fragerein und zig (diesmal) wirklich netten Antworten des Personals vom JFK Flughafen fand ich dann zum Taxistand der mir beschrieben wurde und es war noch genau eine Stunde Zeit nach Laguardia zu kommen. Also sprach ich den ersten Taxifahrer an ob er mich dahin bringen könnte, wie lang es dauert und wie teuer es ist. Bis mir auffiel das ich ja garkein Geld hatte. Letzten Endes nahm er meine Kreditkarte und furh mich in 30 Minuten für 30 Dollar vom JFK zum Laguardia Flughafen und lies mich direkt vorm richtigen Terminal raus. Das hat dann also noch gepasst. Nur mein Gepäck war immernoch im JFK - aber die nette Frau am Schalter im Laguardia meinte nach scannen meines Gekäckdingens “Yes, it will be in Boston with you”. Also war ich zufrieden, stieg ins Flugzeug (hatte diesmal und für die 35 Minuten 3 Sitze für mich allein) und freute mich das es so wunderbar geklappt hat, das ich mit dem Taxi durch NY gefahren bin, das ich mein Flug bekommen hab und vor allem das es so wunderbares Wetter war. Der Landeanflug zum JFK war so senstationell. Strahlender Sonnenschein, kein Wölkchen und ich saß auf der richtigen Seite um Manhatten der Länge nach abzusegeln. Die Fotos folgen ;-)
Nuju - in Boston angekommen (coolerweise ja mehr als 3h vor der Planung) war mein Gepäck dann natürlich nicht da - wieso auch. Man sagte mir aber Ja, es stehe noch in NY wir liefern es morgen direkt an die angebene Adresse. Also mal sehen ob es kommt. Diesen Fall in Planung komm ich heute auch mit meinem Handgepäck für ein Tag über die Runden. Heut wird Boston erkundet. Und die Bilder von gestern gibts wenn mein Köfferchen und damit die Kabellage da ist.


In 3 Wochen bin ich in New York - und denke mir: “Das is ja’n Ding”. Aber es ist nicht nur ein Ding wie man es sieht, sondern es hat auch noch einen Sinn - den Luhmannschen Gegenpol zur Aktualität - die Virtualität.

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