Beschwerden der Fokuhila Fussballproletengeneration

Eigentlich habe ich von diesem Spottsport keine Ahnung aber das ist ja kein Grund nicht mal die ein oder andere Vermutung aufzustellen… Denn eben hab ich es im nächtlichen TV Programm gesehen - immer mehr Bundesligafunktionäre fordern Jürgen Klinsmann auf, er solle bis zur WM in Deutschland bleiben, anstatt die Zeit zwischen den Spielen und des Trainings in kalifornischen, wahlheimatlichen Gefilden zu verbringen… Finde ich sinnlos:

  • Solange er in Deutschland ist, ist er nicht bei seiner Familie - für einen mentalintensiven Job wie seinen keine gute Rahmenbedingung. Schliesslich ist er hauptsächlich für gute Laune zuständig.
  • Solang wie er in Amerika ist muss er sich mit keinem Medienschnösel auseinandersetzen. Dies führt positiverweise auch dazu, dass man sich von Medienseite aufs wesentliche konzentriert. Andauernde Spekulationen, für dessen Start auch ein sichtbares Schweigen vor Kameras und Mikrofonen reicht, entfallen.
  • Die Zeiten zwischen den Länderspielen und Trainings sind viel zu lang als das Klinsmann hier ausreichend zu tun hätte…
  • … und wenn der nächste Termin ansteht ist es ganz egal ob er aus einer deutschen Stadt oder Amerika anreist - wenn er gebraucht wird steigt er in Amerika ins Flugzeug und braucht für den Weg auch nicht bedeutend länger als wenn er abends ins Auto steigt, nachts in der Zielstadt ankommt und dann bis morgens schläft… Schlafen kann er auch im Flugzeug - und bei den Investitionen die beim DFB getätigt werden findet er immer zeitlich passende Flüge.

Warum wird es aber dennoch so wehement gefordert? Weil sie alle neidisch und erbost sind - auf jemanden der, nachdem sie ihm ihr Vertrauen ausgesprochen haben, ihnen ihre verkopften Systeme vor die Füsse geworfen hat. Plötzlich gibt es wissenschaftliche Fitnesstests die den Vereinstrainern Trainingsdefizite aufzeigen, Vertrauens- und Teambildende Spassveranstaltungen die in keinem Seminar gelehrt wurden, Experimente mit 3 Torwarts die alle mal spielen dürfen und (wahrscheinlich das schlimmste) aufgeteilte Trainerkompetenzen, so das keiner genau weiss wo er seine Pseudobeschwerden abladen kann…
Ich finde das alles richtig cool und wirklich revolutionär… Sowas erdenkt man sich eben in Los Angeles - wo auch Hans Zimmer nach 80 jähriger Hollywoodgeschichte die Traditionen auflöst und sich 12 Musiker um die Vertonung von 12 Filmen kümmern anstatt das jeder an seinem Einzelprojekt verkümmert… Am Ende werden wir eh Weltmeister.

Schreibe einen Kommentar...