the day after tomorrow

irakusa.jpgAn sich braucht man sich seit wochen und monaten nicht mehr wundern und sowieso nicht mehr fragen worum es denn in den nachrichten gehen wird… dennoch war es heute ganz anders… die mystisch umwaberte globalisierung greift nun in vollen umfang und auf ellen ebenen zu.
Im Irak tötet mittlerweile allein die angst. Keine waffen, keine bomben, kein militär ist notwendig um den größten anschlag seit dem us-einmarsch zu verüben. Aber, dieser tag zeigt auch, dass, entgegen der verteufelung des islamismuses, der wille zum leben immer noch der grösste ist. Dies verbindet die irakis mit ihren amerikanischen mitweltlern. Denn dieser wille zeigt sich nun auch wieder in amerika als der 1. auf der ich-möchte-gern-liste. "Meinen Fernseher und DVD player hab ich mitgenommen, doch nun such ich meine bilder - wie kann ich nur so blöd sein?" ist eine einschätzung eines survivor (offizielle cnn-bezeichnung). Nun, die letzte Supermacht hat in meinen augen ihren superstatus heut verloren… Amerika reiht sich ein neben Mosambik, Indonesien, China - wenn nach 2 tagen immernoch leichen im wasser schwimmen, menschen hungern, und das material fehlt - und dies allein ein logistisches problem ist, obwohl man im vorfeld von der herrannahenden flut wusste, ist das ein tatsächliches armutszeugnis.
Nun sind 2 Tage um und Bush spricht in diesem moment von einer "difficult road". In den nächsten wochen haben wir nun die möglichkeit den tatsächlichen state of the union zu ergründen, ohne die verpackung der schönen reden. Es wird sich zeigen in wie weit Amerika ein land mit vorbildcharakter ist und vielleicht tauchen dann auch die 20 unauffindbaren ölplattformen im golf von mexico wieder auf, als europäer wünscht man den amerikanern in jedem fall ein wiederauftauchen von new orleans.

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