frischer fischer

Gestern war nun der grosse Tag der deutschen Öffentlichkeit, die dabei sein durfte mal ein stück tiefer in die politikvorgänge reinzuschauen. und es war ein 12 ein halb stündiges fest der freude in dem sich unser aussenminister josef martin "joschka" fischer den bohrenden fragen eines ausschusses, bestehend aus juristen aller partein, stellte  - auch wenn man immer nur teilweise dabei war - meiner einer hat es sich ungefähr 5 stunden angesehen - zum teil auch nur in der wiederholung spät nachts…nun gibt es hier meine zusammenfassung:

Am Anfang stand die Frage wie lange es denn dauern würde:
H.P. Uhl: "In welchem Rahmen dürfen wir es ungefähr einordnen - wie lange werden sie brauchen?" (er meinte das einfürhungsstatement)
J. Fischer: "Nun, denken sie ich habe das gestern meiner Frau vorgelesen? Ich bin fertig wenn ich hier durch bin!"
H.P. Uhl: "Ja, ja, ist das zwei oder drei Stunden?"
J. Fischer: "Das werden wir am Ende feststellen, wenn ich dann erschöpft hier im Stuhl sitze - und Sie hoffentlich auch."

Dann kam die Frage der Glaubwürdigkeit:
H.P. Uhl: "(bla bla - er präsentiert Paragraphen) gehen sie mit mir in diesem Punkt überein?"
J. Fischer: "Nun, ich kann es hier nicht nachprüfen aber wenn sie es mir als Ausschußvorsitzender so antragen denke ich ich muss dem nicht widersprechen. Obwohl … daher das ich sie kenne werde ich die Faktenlage erstmal so hinnehmen"

Ab und an gab es auch Momente der Korrektur:
J. Fischer: "…gab es eine Hausbesprechung und bei dieser Hausbesetzung äh Hausbesprechung"
H.P. Uhl: "Ja ja - so schnell holt einen die Vergangenheit ein."

Zwischendurch ein bisschen Harmonie:
H.P. Uhl.: "Wir haben Hunderte von Aktenordnern übersendet bekommen die wir unmöglich sichten konnten."
J. Fischer: "Ja, aber glauben sie mir - wir wollten niemanden schlechtes!"
H.P. Uhl.: "Mir kommen die Tränen."
J. Fischer: "Darf ich ihnen ein Taschentuch reichen?"
H.P. Uhl: "Nein Danke ich habe eins" (er präsentiert es grinsend)
J. Fischer: "Gut, ich lasse Krokodile ungern weinen."
H.P. Uhl.: "Ich pflege immer mein eigenes bei mir zu haben."
J. Fischer: "Naja - in meiner christlichen Milde hätte ich ihnen auch eins angeboten."

Und dann kam man 22:30 endlich zum Schluss:
H.P. Uhl: "Keine Fragen mehr? Gut. So Herr Fischer so schnell sind 12 ein halb stunden um."
J. Fischer: "hm"
H.P. Uhl: "Sie bekommen von uns ein Protokoll, bitte aufmerksam sichten und uns zurückschicken."
J. Fischer: "Joo"

So war das… gestern an diesem spannenden tag! emoticon (und da es gestern so juristisch zuging - hier nochmal mein nachtrag: die dialoge sind von mir nicht mitstenographiert worden aber die hauen so hin - es war wirklich lustig)

meine wünsche an “unseren” papst

ratzi.jpgHerr Ratzinger ist ein in Deutschland gebranntmarkter konservativer, glaubenstreuer cardinal und kirchenmann über den man nicht nur gutes las… aber (und hier beginnt meine meinung) das problem an sich ist nicht das er so konservativ ist - die kirche ist eine organisation die an sich oder besser "in sich" konservativ und selbstreflexiv sein muss weil sie an aller erster stelle für die eigenen gläubigen da ist! das problem das wir haben ist das der übergang zwischen kath. kirche und weltlicher welt nicht so praktiziert wird wie wir uns das wünschen - ratzinger ist einer der sich um den (inneren) glauben verdient gemacht hat und damit auch den gläubigen in aller welt einen wichtigen dienst erteilt. nur den ungläuben eben nicht - wir regen uns darüber auf das abtreibung und verhütung verboten ist und beschuldigen zu recht dir kirche bei den vielen problemen die es auf der welt deswegen gibt… ich denke der herr benedikt XVI. tut gut daran wie der heilige benedikt von damals also der erstein die berge zu gehen, die gesellschaft hinter sich zu lassen und sein leben dem glauben zu opfern. wenn die kirche sich darauf begnügt für ihre gläubigen da zu sein reicht das ja auch. nur ist sie neben ihren inneren angelegenheiten auch bemüht möglichst viele menschen zu erreichen und das ist das problem denn als chef der Glaubenskongregation der er 23 jahre war hat er sich unrechtmässig in die weltliche welt eingemischt und leuten schweigepflichten erteilt oder politikern vorschriften gemacht und das sollte sie nicht tun … wenn nach ratzingers ära die kirche eine kirche ist die ohne massenveranstaltungen auskommt und nur sich selber dient dann wird er mit seiner konservativen einstellung und arbeit der welt sehr geholfen haben… er soll keine reformen machen sondern die kirche aus manchen dingen einfach komplett raushalten - das wäre cool ist aber wahrscheinlich nur ein frommer wunsch. aber (um meine meinung zu beschliessen) find ich es den kanzer zitierend ehrenvoll das ein deutscher mit dem papstamt betraut wurde.